Alkoholkonsum – Das tägliche Viertelchen

Rechtzeitig zu meiner Skorpion-Fete gab es von einem Schulfreund den obligatorischen Schuhkarton mit Zeitungsausschnitten des langsam zu Ende gehenden Jahres. Üblicherweise fett gefüllt mit vielen geschichtlichen Infos und Schnickschnack des täglichen Lebens aus dem Mansfeldischen. Jedenfalls amüsiere ich mich dann einige Stunden köstlich.

Früher grinste die Scheffin immer schräg, wenn jenes Paket eintrudelte, „Schleef, Decker und du, ihr seid krank mit eurer Hassliebe zu diesem Nest!“

Vielleicht hat sie ja Recht.

Die Texte zum Allohol empfand ich als leichten Wink mit einem Zaunpfahl oder besser gesagt mit einer leeren Schnapspulle…

Zwei Legenden fallen mir im Verbindung zum Brinol noch ein.

Angeblich soll während des großen Abbubsens von Nordhausen fünf Wochen vor Kriegsende – dabei gingen dreiviertel des Dorfes drauf – keine Bombe der RAF die dortige Brennerei getroffen haben.

Den anschließenden Lichtschein konnten meine Großeltern damals vom Bodenfenster aus sehen, sind ja nur etwas mehr als 40 km Luftlinie.

Wenn mich nicht alles täuscht, kam es Anfang der 1970er in der Allstedter(?) Schnapsbude zu einem recht merkwürdigen Unfall. Weit vor Schichtschluss wurde eine Zentrifuge gereinigt, dafür war die Arbeiterin in das Teil rein gekrochen, derweil jemand am Hauptschalter wachen sollte. Die dortige Kollegin ging aber kurz auf den Topf und der zufällig vorbeikommende Brigadier schaltete die Maschine wieder ein…

Den wichtigsten Artikel zum Thema konnte ich in „MZ“ nicht finden aber in der „BERLINER“, das andere Zeug wurde kopiert. Ansonsten kann ich noch zwei kleine Standartwerke empfehlen: „König Alkohol“ von Jack London und Falladas „Der Trinker“! Ansonsten braucht sich jeder nur mal etwas in seiner Umgebung umzuschauen, was wässrige C2H6O-Lösung so alles anrichten kann…

Vor vielen Jahren stand ich auch noch auf dem Standpunkt: „Lieber ein stadtbekannter Säufer als ein anonymer Alkoholiker.“ Meine Einstellung dazu hat sich etwas gewandelt, muss allerdings ablassen, dass ich in Richtung Sauferei Glück hatte.

Zwei Berichte gehen auf kriminelle Machenschaften ein, wobei im ersten Artikel sich noch ein humanistischer Traumtänzer zu Wort melden durfte.

Zur Digitalisierung vom Jens W. muss ich noch etwas ablassen, dass er sich auf jedem Bild entsprechend verewigt, ist recht merkwürdig. Schon klar, die Geschichte mit dem Copyright gehört dazu, allerdings kann man es auch anders regeln. Außerdem finde ich es Scheiße, wenn irgendwelche erklärenden Schriftbanner auf Photos pappen.

Habe es mit dem Schnappschuss vom „Glühenden Kiffhäuser“ des  bekanntesten Sangerhäuser Bücherwurms auch so getätigt.

Ach, fast vergessen. Schon lustig, mein alter Schulzpezi aus der A-Klasse, Achim Duttke, taucht heute als Rätselfreund gleichermaßen oft im Blättchen auf, wie früher der Volkskorrespondent.

Allerdings empfand ich damals diese Figuren als mächtige Blindfische, ein solch Schmierfink kam doch auch aus Jonne?

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