3sat – Thementag, Filmstadt Berlin

Heute Mal wieder Billy Wilders Ost-West-Comedy „Eins, Zwei, Drei“ gesehen und bin dabei immer noch nicht eingepennt! Hat etwas damit zu tun, weil es sich bei diesem Streifen um den ergötzlichsten Konflikt-Schinken des Kalten Krieges handelt.
Weiß noch, 1985, hatte ich die Premiere im DELPHI verpasst. Wir waren dann einen Tag später drin und meine Wenigkeit bekam fast nichts von der Handlung mit. Dafür gab es mehrere Gründe, erstens war ich stoned und konnte mich zeitweise vor lauter Feixerei nicht einholen, was mir aber auch für die anschließenden Tage schmerzliche Malaisen in der Zwerchfellgegend einbrachte. Dann gab es ein Haufen Leute, die den Film bereits gesehen hatten, oftmals bereits vor den Gags mit lachen begannen, andere wiederum hysterisch kreischten und damit auf der Stelle die folgenden Jokes übertönten.
Immer wieder muss ich auch an heutigen Tagen registrieren, dass viele Zeitgenossen existieren, denen Wilders Politnarretei absolut nichts sagt, die aber auch kein Zugang für seine überzogen dargestellte Vergangenheit finden. Mir schon klar, zum besseren Verständnis gehört schon eine spezielle altersbedingte Zonensozialisation dazu oder man musste das Privileg besessen haben, um dieses schizophrene Lebensgefühl in den Coca-Cola-Sektoren auskosten zu können.
UNSEREM Herrn sei in seiner unermesslichen Größenordnung Dank dafür, dass WIR* ehedem einer freiheitlich/demokraturisch geprägten pseudohedonistischen Lebensweise frönen durften und nicht Kommunisten…
Hänge noch etwas aus jener verfilmten Ära an. Dabei geht es um sog. Schmutz- und Schundliteratur, wie es das rötlich/stalinistische Pack damals nannte: Kalter Krieg, Hundert Worte

*Mir war es leider Gottes nur 14 Jahre vergönnt, der Rest ist lediglich Barmen auf hohem Niveau.

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