Der bekannteste Schönheitswettbewerb Deutschlands will sich neu erfinden

Aus Miss Germany wird Miss Verständnis
(Eigentlich wollte ich mich noch über die Beerdigung vom letzten Montag endgültig auslassen, muss aber einiges im Text noch etwas abändern und kam damit nicht aus der Hüfte.)
Da fiel mir gestern nochmals die Freitagsausgabe in die Hände. Beginne mal mit der angekündigten veränderten Präsentation von weiblichem Frischfleisch, welche dem TAGESSPITZEL eine ganze Seite wert war, allerdings gab es in der gedruckten Ausgabe andere Bebilderung und entsprechend andere Kommentare.
In der Headline stand z. B. – …es soll jetzt um innere Werte gehen (1)
Mindestalter rauf(2), keine Bikinis mehr, Verheiratete und Mütter dürfen teilnehmen: Wie Deutschlands bekanntester Schönheitswettbewerb zeitgemäß werden will. Natürlich werden, laut der Aussage, dabei die entsprechenden Angehörigen des dritten und vierten Geschlechtes, nebst geschiedene Frauen, alle wieder diskriminiert!
Auf dem homogenen Erscheinungsbild im Netz fehlt die Beschriftung, welche zeitungsmäßig lautete: Kronen der Schöpfung…
Weiß nicht so recht, mir fiel aber zu der stark pigmentierten Lady ganz rechts folgendes ein.
Da hatte ein Agentur 15 recht magere Zicklein ausgesucht, scheinbar alles Weißbrote. Dies konnte in der heutigen Zeit natürlich nicht angehen, schon wegen der schleichenden Emanzipationsbestrebungen der vielen Angehörigen*INNEN usw. mit Migrationsvorder- und -hintergrund. Deshalb trieb man von irgendwoher noch hurtig ein panaschiertes Girl auf, deshalb steht sie auch so leicht verloren am Rand oder?
Bei irgendwelchen Metaphern und seltsam verknotete Ausdrucksweisen fallen mir sofort irgendwelche merkwürdigen Ergänzungen ein, die folglich absolut nicht politisch korrekt sein können. Deshalb noch mein nummerierter Senf zu den gedruckten Aussagen.
In der heutigen Zeit, den todsicheren Irrläufer der Evolution, immer noch als Krone der Schöpfung zu hypen, ist schlicht hin ein erbärmlicher Witz, der mächtig klemmt!
Vielleicht soll es sich dabei um eine schleichende Abkehr von den Lehren des Herrn Darwin´ handeln. Schon leicht möglich, da kommen die beiden Christenvereine mit der Gegenwart nicht mehr klar und deshalb wird möglicherweise tief in die olle Kiste der infantil naiven Gottesvorstellungen gegriffen…
– Bereits Sandor Petöfi, drückte es 1847 in einem Gedicht so aus:
Diese Verse kamen mir 127 Jahre später vor meine Augen, im Budapester Staatsgefängnis.Welches ich als 5-Sterne-Knast empfand, respektvolles Personal, gute Verpflegung, täglich 15 Deputat-Zigaretten, Bücher von Fischer und Rowohlt bis zum Abwinken, konnte problemlos auf den Freigang verzichten, nebenher den ganzen Tag auf der Pritsche liegend mich der Leserei hingeben. Konnte deshalb bei der himmlischen Zellenruhe massenhaft Gedichte lernen…)
Und nerve in dem Zusammenhang mal wider mit der alten Leier:
…Quelle meines tiefen Ekels,
meines Abscheus,
Mensch wirst du genannt.
Kehricht der Natur
und Abschaum bist du
und nicht Herrscher
über Meer und Land.
Erst am letzten aller Schöpfungstage,
schuf die Gottheit dich,
in ihrem Drang,
müde schon von all der Arbeit
und so kam ´s,
dass schlecht sein Werk gelang…

Habe mir noch nie einen Kopp gemacht, was ich bei derlei Events eigentlich sollte. Mir Appetit holen und dann zuhause satt essen oder mich anschließend zur Hormonnivellierung den entsprechenden Umtriebigkeiten einer Spermatherapeutin hingeben?

(2) Anfang der 1960er machte Pjotr Andrejewitsch Abrassimow, seines Zeichens sowjetrussischer Botschafter im Osten, einen längeren Zug mit Willy Brandt durch das nächtliche Westberlin. Reichlich bezecht landeten sie dann in einem Nachtclub, als Folge eines diskreten Hinweises, entkleidete sich darauf hin eine Tänzerin direkt auf dem Tisch des Diplomaten. Der flippte total aus, ließ sich zu endlosen Begeisterungstürmen hinreißen und versprach seinem Freund Willy, dass er beim nächste Rapport in Moskau, Nikita Sergejewitsch Chruschtschow zur Einführung von Stripteaselokalen in der Sowjetunion überreden wollte. Der 1. Sekretär der KPdSU, war von Pjotr´s Schilderungen so begeistert und am nächsten Tag genehmigte der Oberste Sowjet sofort den entsprechenden Ukas.
Einige Wochen später sprach Abrassimow mal wieder bei seinem Westberliner Freund vor. Der erkundigte sich natürlich sofort nach dem Fortgang des neuerlichen fleischlichen Vergnügens in seiner Heimat.
Pjotr Andrejewitsch reagierte daraufhin recht ungehalten, da er bei Chrustschow in Ungnade gefallen sei!
Warum, wollte Willy natürlich wissen, der stellte entsprechende Fragen.
„Waren denn die Räumlichkeiten nicht entsprechend?“
„Njet! Wir haben fürr Test, genommen großes Saal von Kulturrpalast, fürr 7000 Gäste!“
„Dann war das Publikum nicht korrekt ausgesucht?“
„Njet! Publikum sehrr gutt, alles Genossen! Nurr Arrbeiter und Bauerrn!“
„Dann kann es nur an den Tänzerin gelegen haben!“
„Njet! Njet! Eine herrvorragende Genossin und seit 1917 in Parrtei!!!

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