Archiv für den Tag: 2. November 2010

Rein in den Halloween kontra Katholen

Eine Woche vor diesem Fest der keltischen Heiden gab es ein digitales Rauchzeichen vom Häuptling aus Glienicke: Hallo Freunde, spiele mit meiner neuen Band „Barrelmen“ am 30.10.2010 zum ersten Mal (Helloween). Also unser Debüt, solltet Ihr Lust haben uns zu unterstützen kommt am 30.10.2010 ins „Double Inn“, Schöneweide in den Spreehöfen – ab 20.00 Uhr, Eintritt frei. Mit der S-Bahn bis Schöneweide, dann ca. 10 Min. Fußweg über die Brücke. Bis dann Wolle…
…und alle kamen…
Oh mein Gott – Oberschweineöde!
Auf der anderen Seite hier in Wilmersburg ist schon länger tote Hose angesagt. In unserem Kiez registriere ich mehr Leute mit Rollatoren als mit Rollerblades, außerdem ist immer öfters im Bekanntenkreis das allerletzte Spielchen angesagt – Löffel abgeben. Also doch der Trip in den ehemaligen russischen Sektor. Zu einer Zeit, wo pünktlich S-Bahnverbindungen einem Lottospiel gleichkommen, meine Trefferquote entsprachen letztendlich einem Fünfer mit Zusatzzahl.
Nach 20 Uhr gings zur U-Bahn, weiter mit der S-Bahn.
Überall schienen sich Leute aus Massengräbern, Richtstätten, Leichenhäusern zu einem großen, aber unkoordinierten Wandertag verabredet zuhaben. Kohorten von Krüppeln, Teufeln, Geistern und sonst was für Getier bevölkerten, nüchtern, angesoffen, bekifft, laut aber fröhlich jedwede Waggons.
Dazwischen unverständlich Blicke von jener Art Stinos, die schon immer bumsfidele Ausgelassenheit wie ansteckende Seuchen mieden. Die permanent sauer sind, wenn andere fun haben. Sich bei den geringsten Anlässen maßlos aufgeilen, es schließlich telefonisch treiben unter der Nummer 110 und dabei multiple Orgasmen erleben…
Klar irgendwann hielt der Zug – Pendelverkehr ab Baumschulenweg – aufs andere Gleis und weiter.
Plötzlich kroch infernalischer Gestank durch den Zug, ein Gemisch aus Sickergrube und faulen Eiern, hoffentlich war kein Schwefelwasserstoff dabei.
An der nächsten Station gings schon raus.
Diese Ecke kannte ich nur durch Tramfahrten, also lief ich die paar Meter. Schisschen, 10 Minuten Fußweg! Muss dazu ablassen, dass ich nebenbei noch fotografierte.
Auf der Brückenstraße beginnen einige Kneipennamen mit „H“.

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