Advent, Advent das Kränzchen brennt…

Am vergangenen Sonntag begingen viele „Kristen“ der „demokratischen“ Industrienationen den ersten verkaufsoffenen Sonntag dieser Saison. Wobei man „Hartzer“ eigentlich nicht als Konsumterroristen bezeichnen kann, für sie gibt es lediglich den kostenlosen Nebeneffekt des Durchwärmens in überheizten Kaufhäusern.
Etwas anders begingen Milliarden „Kristen-Menschen“ diesen Tag, wobei z.B. Afrikaner und Afrikanerinnen keine Konsumtempel aufsuchen müssen, um ihre leeren Bäuche zu wärmen. Diesen Vorteil verdanken sie aber lediglich den dort herrschenden Klimaverhältnissen…
Nebenbei folgt hier eine Agenturmeldung: „Am 1. Advent (28. November) eröffnet „(Trocknes)Brot für die Welt“(aber die Wurst bleibt hier!) – die Spendenaktion der evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland – seine 52. Aktion. Eine traditions- und erfahrungsreiche Aktion wird ein weiteres Jahr fortgesetzt und will unter dem Motto „Es ist genug für alle da“ zu neuem Denken anregen.
Was sich diese Scheinheiligen Löbauer Sachsen sich da wieder ausgedacht haben, wollen „zu neuem Denken anregen“! Dazu bedarf es aber nicht nur Verstand…
Auch mehr als jener Tipp, der fälschlich immer wieder Antonia Josepha Johanna Erzherzogin von Österreich in den Mund gelegt wird: “…wenn sie kein Brot mehr haben, sollen sie doch Kuchen essen!“ Dass Madame letztendlich, noch nicht mal mehr Backwaren verzehren konnte, verdankte sie später dem sauberen Schnitt eines Fallbeils…
Außerdem tragen Brotkrumen von gutmenschelnden Kirchgängern in keinster Weise zur Steigerung des hiesigen Bruttosozialproduktes bei. Dies wiederum schnellt in die Höhe, wenn statt Fresserein Waffen exportiert werden und da ist ein gewisser Nutzen nicht von der Hand zuweisen. Denn so manch braver Neger verträgt anschließend die bleihaltige Luft nicht.
Wobei sich viele überhaupt keinen Kopf machen, wenn sie den Spruch von Generalmajor Philip Henry Sheridan einfach auf Afrikaner münzen, „Nur ein toter Neger ist ein guter Neger“, weil der Verblichene hier nicht auf dem Amt „herumlungern“ muss, weil er „scharf“ war auf ein Plätzchen in der hiesigen, aber löchrigen „sozialen Hängematte“…
Retour zum Jahresendkonsumfest, was Kirchens mit einem getürkten Geburtsdatum von diesem Knabe aus Bethlehem versah, um alle Heiden von ihren Sonnenwend-Event abzuhalten.
– In diesem Zusammenhang fällt mir ein Spruch aus vergangenen Tagen ein, der in den Siebzigern, anlässlich der Diskussion um den §218 aufkam und an jeder Toilettenwand stand: „Hätte Maria damals abgetrieben, wäre uns der Papst erspart geblieben!“
Aus Kindheitstagen ist mir hängen geblieben, dass langsam die stressige Zeit aufhörte, sie hing zusammen mit dem Inhalt von Westpaketen. Die ersten Ingredienzien für spätere Weihnachtsstollen lagen Ende Juli bereits im Geburtstagspaket für meine Schwester. Alle Päckchen hatten immer den gleichen Inhalt, für Opa mehrere Schachteln „Juno“ und Pfeifentabake, Oma bestand auf ihren „Kaffee Hag“ und „4711“, ihre Tochter erhielt Seifen, sowie Perlonstrümpfe. Für uns Kinder gab immer nur massenhaft Süßkram und exotische Früchte, ebenso Orangeat, Zitronat, Korinthen, Rosinen, Mandeln und die entsprechenden Gewürze. Meinen langanhaltenden Wunsch nach einer Nietenhose, erfüllte die Verwandschaft ausgerechnet in der Zeit, als ich in einem Heim hing. Daraufhin hatte ich aber eine Menge Probleme an der Backe.
Unsere Geburtstage müssen für die Hamburger ein Graus gewesen sein. In der zweiten Augustwoche war Opas Geburtstag – sechs Wochen später, der seiner Tochter – meiner vier Wochen darauf und schließlich das Weihnachtspaket.
Als Anschiss erwies es sich immer mal wieder, wenn Omas Geburtstag, am 3. März, zu nahe am Osterfest lag, dann gab es nur einen etwas größeren Kombikarton.
Wehe dem, die Mischpoke hatte mal wieder vergessen neben der Anschrift diesen idiotischen Spruch zu pinseln: „Geschenksendung – keine Handelsware!“ Dann ging nämlich alles wieder zurück, was anschließend, tagelang mit einer Telefonwache verbunden war, weil wir der Aufklärung harrten…
Zum eigentlichen Backtermin kamen teilweise mächtige Probleme auf, rund um die Uhr wurde dann gewerkelt, wobei nur ein großer Stollen in die Backröhre passte und zwölf wurden immer hergestellt. Gab es Scheißwetter und der Ofen zog nicht richtig, dann war alles zu spät.
Jahrelang insistierte Opa, diese Teile beim Bäcker in den Ofen schieben lassen, das wollte seine Frau absolut nicht, „die vertauschen doch alles, bei diesem vielen Zeug aus dem Westen darin.“  Irgendwann ging es absolut nicht mehr, entweder musste sie nach einem Sturz ihre wichtigste Gräte auskurieren, oder es war nach der Gallen-OP. Jedenfalls wurde der Teig gemeinsam gerichtet, in  beide Enden der Stolle, kamen zur Markierung, halbe Streichhölzchen und wir fuhren die gesamte Ladung mit dem Handwagen zum Bäcker. Alles ging seinen privatwirtschaftlichen Gang, der Backvorgang schien gelungen, ebenso fanden sich alle 24 Holzstückchen wieder an…
An den Adventsonntagen schmörgelten auf der Platte vom Kachelofen einige Tannennadeln und nebenbei brutzelten dort Bratäpfel. Oma las uns Märchen vor oder griff in die Tasten und alle sangen dazu, keins dieser vielen Lieder bekomme ich heute wieder zusammen.
„Advent, Advent die Synagoge brennt…“ (Als Fußnote für gutmenschelnde Linxwixer: Ich stamme aus einem roten Stall und habe als Kind und Halbstarker, in der Zone, für diesen Makel bitter bezahlen müssen, wobei das Mobbing von den Mitschülern noch das geringste Übel war…)
Verdammt, wie ging denn dieses Liedchen?
„Advent, Advent ein Triebwerk brennt…“
…Anfang meines dritten Lebensjahre versetzte ich am 1. Feiertag alle in helle Aufruhr, betrachtete mit großen Augen den Tannenbaum, rannt plötzlich die paar Schritte in seine Richtung und grapschte mit dem rechten Vorderlauf nach einer kleinen Kugel…
Aufschrei, Telefonat und ab ging es ins Krankenhaus, seit dieser Zeit ist an der Hand die Kopflinie zertrennt.
Zum gestrigen Sonntag fällt mir noch etwas ein, innerhalb von wenigen Stunden wurde aus dem ersten Advent, durch zu viel flüssiger Volksdroge bereits der zweite…

“Weihnachtsplunder”

Am vergangenen Sonntag begingen viele „Kristen“ der „demokratischen“ Industrienationen den ersten verkaufsoffenen Sonntag dieser Saison. Wobei man „Hartzer“ eigentlich nicht als Konsumterroristen bezeichnen kann, für sie gibt es lediglich den kostenlosen Nebeneffekt des Durchwärmens in den überheizten Kaufhäusern.

Etwas anders begehen Milliarden Kristen-Menschen diesen Tag, wobei z.B. Afrikaner und Afrikanerinnen keine Konsumtempel aufsuchen müssen, um ihre leeren Bäuche zu wärmen. Diesen Vorteil verdanken sie aber lediglich den dort herrschenden Klimaverhältnissen…

Nebenbei folgt hier eine Agenturmeldung: „Am 1. Advent (28. November) eröffnet „(Trocknes)Brot für die Welt“(aber die Wurst bleibt hier!) – die Spendenaktion der evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland – seine 52. Aktion. Eine traditions- und erfahrungsreiche Aktion wird ein weiteres Jahr fortgesetzt und will unter dem Motto „Es ist genug für alle da“ zu neuem Denken anregen.

Was sich diese Scheinheiligen Löbauer Sachsen sich da wieder ausgedacht haben, wollen „zu neuem Denken anregen“! Dazu bedarf es aber nicht nur Verstand…

Auch mehr als jener Tipp, der fälschlich immer wieder Antonia Josepha Johanna Erzherzogin von Österreich in den Mund gelegt wird: “…wenn sie kein Brot mehr haben, sollen sie doch Kuchen essen!“ Dass Madame letztendlich, noch nicht mal mehr Backwaren verzehren konnte, verdankte sie später dem sauberen Schnitt eines Fallbeils…

Außerdem tragen Brotkrumen von gutmenschelnden Kirchgängern in keinster Weise zur Steigerung des hiesigen Bruttosozialproduktes bei. Dies wiederum schnellt in die Höhe, wenn statt Fresserein Waffen exportiert werden und da ist ein gewisser Nutzen nicht von der Hand zuweisen. Denn so manch braver Neger verträgt anschließend die bleihaltige Luft nicht.

Wobei sich viele überhaupt keinen Kopf machen, wenn sie den Spruch von Generalmajor Philip Henry Sheridan einfach auf Afrikaner münzen, „Nur ein toter Neger ist ein guter Neger“, weil der Verblichene hier nicht auf dem Amt „herumlungern“ muss, weil er „scharf“ ist auf ein Plätzchen in der hiesigen, aber löchrigen „sozialen Hängematte“…

Retour zum Jahresendkonsumfest, was Kirchens mit einem getürkten Geburtsdatum von diesem Knaben aus Bethlehem versah, um alle Heiden von ihren Sonnenwend-Events abzuhalten.

– In diesem Zusammenhang fällt mir ein Spruch aus vergangenen Tagen ein, der in den Siebzigern, anlässlich der Diskussion um den §218 aufkam und an jeder Toilettenwand stand: „Hätte Maria damals abgetrieben, wäre uns der Papst erspart geblieben!“

Aus Kindheitstagen ist mir hängen geblieben, dass langsam die stressige Zeit aufhörte, sie hing zusammen mit dem Inhalt von Westpaketen. Die ersten Ingredienzien für spätere Weihnachtsstollen lagen Ende Juli bereits im Geburtstagspaket für meine Schwester. Alle Päckchen hatten immer den gleichen Inhalt, für Opa mehrere Schachteln „Juno“ und Pfeifentabake, Oma bestand auf ihren „Kaffee Hag“ und „4711“, ihre Tochter erhielt Seifen, sowie Perlonstrümpfe. Für uns Kinder gab immer nur massenhaft Süßkram und exotische Früchte, ebenso Orangeat, Zitronat, Korinthen, Rosinen, Mandeln und die entsprechenden Gewürze.

Unsere Geburtstage müssen für die Hamburger ein Graus gewesen sein. In der zweiten Augustwoche war Opas Geburtstag – sechs Wochen später, der seiner Tochter – meiner vier Wochen darauf und schließlich das Weihnachtspaket.

Als Anschiss erwies es sich immer mal wieder, wenn Omas Geburtstag, am 3. März, zu nahe am Osterfest lag, dann gab es einen etwas größeren Kombikarton.

Wehe dem, die Mischpoke hatte mal wieder vergessen neben der Anschrift diesen idiotischen Spruch zu pinseln: „Geschenksendung – keine Handelsware!“ Dann ging nämlich alles wieder zurück, was anschließend, tagelang mit einer Telefonwache verbunden war, weil wir der Aufklärung harrten…

Zum eigentlichen Backtermin kamen teilweise mächtige Probleme auf, rund um die Uhr wurde dann gewerkelt, wobei immer nur ein Stollen in die Backröhre passte und zwölf wurden immer hergestellt. Gab es Scheißwetter und der Ofen zog nicht richtig, dann war alles zu spät.

Jahrelang insistierte Opa, diese Teile beim Bäcker in den Ofen schieben lassen, das wollte seine Frau absolut nicht, „die vertauschen doch alles, bei diesem vielen Zeug aus dem Westen darin.“ Irgendwann ging es absolut nicht mehr, entweder musste sie nach einem Sturz ihre wichtigste Gräte auskurieren, oder es war nach der Gallen-OP. Jedenfalls wurde der Teig gemeinsam gerichtet, in beide Enden der Stolle, kamen zur Markierung, halbe Streichhölzchen und wir fuhren die gesamte Ladung mit dem Handwagen zum Bäcker. Alles ging seinen privatwirtschaftlichen Gang, der Backvorgang schien gelungen, ebenso fanden sich alle 24 Holzstückchen wieder an…

An den Adventsonntagen schmörgelten auf der Platte vom Kachelofen einige Tannennadeln und nebenbei brutzelten dort Bratäpfel. Oma las uns Märchen vor oder griff in die Tasten und alle sangen dazu, keins dieser vielen Lieder bekomme ich heute wieder zusammen.

„Advent, Advent die Synagoge brennt…“ (Als Fußnote für gutmenschelnde Linxwixer: Ich stamme aus einem roten Stall und habe als Kind und Halbstarker, in der Zone, für diesen Makel bitter bezahlen müssen, wobei das Mobbing von den Mitschülern noch das geringste Übel war…)

Verdammt, wie ging denn dieses Liedchen?

„Advent, Advent ein Triebwerk brennt…“

…Anfangs meines dritten Lebensjahre versetzte ich am 1. Feiertag alle in helle Aufruhr, betrachtete mit großen Augen den Tannenbaum, rannt plötzlich die paar Schritte in seine Richtung und grapschte mit dem rechten Vorderlauf nach einer kleinen Kugel…

Aufschrei, Telefonat und ab ging es ins Krankenhaus, seit dieser Zeit ist an der Hand die Kopflinie zertrennt.

Zum gestrigen Sonntag fällt mir noch etwas ein, innerhalb von wenigen Stunden wurde aus dem ersten Advent, durch zu viel flüssiger Volksdroge bereits der zweite…

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