In Potsdam ward der „Salzburger Stier“ losgelassen

Mit Wehmut gedachte ich mal wieder jener Jahre, als noch Salons in unserer bescheidenen Hütte stattfanden. Leider ergab es sich nicht, dass der erste Preisträger des gestrigen Abends auch mal dort auftrat – leider!
Zumal er aus meiner kalten Heimat stammt und Lichtjahre entfernt vom Sangerhäuser JammerOssiKai Niemann – agiert…
Na ja, selektive Wahrnehmung ist halt sehr unterschiedlich ausgeprägt…
Schon möglich, dass dieser Kai nicht aus der Kiste kroch, aber schon als Jungpionier ein Brett von selbiger vor seinen Sehschlitzen trug.
Betreffs Nicole K. und Olga T., muss ich dem Schilderer des Programmheftchens allerdings widersprechen, der da meint, dass sie bereits „alle Absurditäten des 21. Jahrhunderts karikiert“ haben. So alt können die beiden gar nicht werden, um in den kommenden Jahren nur einen Bruchteil der Dummheit, Ignoranz und dem Dilettantismus von irgendwelchen Flachzangen aufzuspießen. Bekanntlich ist gegen jene „Tugenden“ des Homo vulgaris kein Kraut gewachsen.
Leider kommt auch hinzu, egal in welcher Form man solche Individuen parodiert, dass alles mit einer ungeahnten Aufwertung der „elitären“ Pfeifen gepaart ist und Pointen vielmals im Nichts verpuffen.
Als Ventile „unserer“ makaberen Gesellschaft fiepsen doch Politkabarettisten bereits auf dem letzten Loch…
Trotzdem bleibt zu hoffen, dass die Mädels auf ihre Art so weiter machen.
Cordoba“ fiel für meine Begriffe etwas aus dem Rahmen, aber der Ösie brachte die Problematik geil rüber, obwohl ich mit mancher ostmärkischen Redewendung haderte.
Kabarettpreis „Salzburger Stier“

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