Bob Dylan Theme Time Radio Hour Episode 58: Smoking

In der mir uhreigenen Art ziehe ich über ein ganz bestimmtes Thema her, hole dabei aber wieder sehr weit aus…
Beginne mit einem gestrigen Artikel aus dem Hause Springer, jener regionalen Berliner Postille, deren Titelbuchstaben nicht ganz so groß daherkommen wie bei dem bundesweit anzutreffende Verdummungsschlachtschiff aus der Kochstraße.
Es geht um den Artikel über „Schmidtschnauze“ und sein Outfit als Räuchermännchen in der Glotze.
In seinem Kommentar: „Eine Ikone der Unkorrektheit“, traf jener Nichtraucher den Nagel auf den Kopf: …Für diese Fanatiker des Nichtrauchens ist die Zigarette des Teufels. Was sie aber vor allem ärgert, ist nicht, dass Helmut Schmidt vor einem Millionenpublikum im Studio raucht, sondern dass er nicht daran stirbt. Hi, hi, hi…
Nun will irgend so eine Nase unbedingt die ARD verklagen. Hat der, die, das kein anderes Steckenpferd, als ewig anderen im Fressen herumzumären?
Der Freudianer würde in jenem Fall auf unerfülltes Sexualleben eines solchen Individuum schließen, das nebenbei zwanghaft irgendjemand etwas beweisen will, sei es nur der verblichenen Mutti…

– Man überfliege nur mal kurz den Werdegang des Herrn Sebastian Frankenberger, da lassen sich möglicherweise gewisse Schlussfolgerungen ziehen, warum solche Leute ihre denkbaren Profilneurosen unbedingt auf diese Art ausleben müssen…
Eigentlich ist dieser Typ nur mit einer weltbewegenden Vorstellung wie ein Phönixchen aus der Zigarettenasche aufgestiegen und produzierte sich mit einer Banalität, für die er sogar mit einem Eintrag in der Bibel aller streitsüchtigen Alkoholiker belohnt wurde – Glückwunsch!
Seine elementare Kultivierung einer Belanglosigkeit bestand darin, dass er den Weltrekord im 44 Stunden Dauerdebattieren an der Universität Tübingen brach und dies auch noch zu einem Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde führte – nochmaliger Glückwunsch!
Außerdem erschien im August 2011 sein Buch „Volk, entscheide! – Visionen eines christlichen Polit-Rebells“ (Weiß nicht warum, aber das erinnert mich so ein bisschen an Monty Pythons Brian – nur ganz entfernt.) – letzter Glückwunsch! Dies muss aber nun reichen!

In dem Text über den hanseatischen „Kippen-Schnösel“ kommt es aber noch ganz fett, dafür sorgt Öllocke, der titelte seinen Beitrag sogar: „Vorbild muss Gesetze achten“
Wollte er nicht nur mich damit verscheißern?
Selber Schuld, warum habe ich auch zu jener Gazette gegriffen?
Diese Headline von Micha F. kommt in einer Größe von Unverschämtheit daher, die mathematisch fast nicht zu definieren ist!
Er scheint auch zu der Kategorie von Zeitgenossen zugehören, die zwar ewig mit riesigen Moralkeulen hantieren, aber ihre eigenen Unzulänglichkeiten vollkommen ignorieren können. Ist doch gar nicht so lange her, als im Juni 2003 mehrere Spermatherapeutinnen aussagten, dass sie ihn gewissen Behandlungen unterzogen, wobei er sich vorher oft die Schleimhäute seines Näschen puderte. (Prostituierte und Kokain habe Friedman unter dem Pseudonym Paolo Pinkas (von der Polizei zunächst fälschlicherweise als Paolo Pinkel verstanden – Pinkas ist ein hebräischer Vorname) angefordert.) – hier aus WIKI.
Wahrscheinlich fungierte M.F. kurz darauf für Jörg Immendorff als Vorbild, als er einem ähnlichen Hobby frönte. Bei dem Maler konnte ich es sogar nachvollziehen, dass Immchen zum Koks griff, schließlich litt er unter amyotrophen Lateralsklerose (ALS), einer tödlichen Nervenkrankheit.
Da lag es nahe, das der pinselnde Lustmolch zur Aktivierung seines elften Fingers zum Schnee griff, frei nach der Devise: Hast du Cocaine in der Blutbahn, dann kannst du vögeln wie ein Truthahn!
Bei der Menge an Koks, die laut Polizeiprotokoll dabei zum Einsatz kam, schiene ihm der Coolidge Effekt nicht geläufig gewesen sein, was den Spaß mit dieser beachtlichen Anzahl von Luxusdirnen anging…

Seit einigen Tagen lief bei mir nur dylanradio.com, dabei erlebte ich heute ab 17:00 Uhr mal wieder eine Sternstunde des Radios – „Theme Time Radio Hour Season Two“ – immer wieder affenscharf!
Folge 58 befasste sich mit der „Raucherei“!
Alles sehr breit gefächert, mit witzigen Einspielungen, alten Werbeclips, depperten und sinnigen Sprüchen nebst der entsprechenden Mucke…

Eben fiel mir noch etwas ein wegen der bereits erwähnten Anzeige gegen die ARD.
Weshalb versucht der oder diejenige lediglich ins Gespräch zukommen, auf Grund einer solchen Belanglosigkeit?
Mir kommt wegen etwas ganz anderem öfters das Kotzen an, wogegen endlich mal etwas einschneidendes unternommen werden muss. (Eigentlich doch nicht, denn dadurch verringert sich mein visueller Medienkonsum noch mehr!)
Denn einer schleichende Besonderheit in den öffentlich/rechtlichen Anstalten wird von den Verantwortlichen Tür und Tor geöffnet.
Mittlerweile wandeln sich die Sender zu etwas Vergleichbarem, was seit Jahren in der EU zu beobachten ist. In Brüssel werden schon lange abgehalfterte Politiker aus allen Ländern entsorgt, statt sie endlich auf ihre Altenteile zu entlassen, denn dort könnten sie lediglich im überschaubaren Rahmen Unfug veranstalten.
So flugs kann ich nach den „News“ überhaupt nicht abschalten, um den anschließenden Hinweisen für ganz wichtige und sehr unterhaltsame Sendungen zu entgehen. Immer mehr tauchen dort Larven auf, die ich vor vielen Jahren bereits noch nicht mal bekifft ertragen konnte.
Diese abgetakelt Heinze breiten sich epidemisch in allen Kanälen aus und tauchen fast täglich in GEZ-Gefilden auf. Dann muss man sich auch noch anhören: Ihre Gebühren machen es möglich, dass wir ein vielfältiges und unabhängiges Programm liefern können…
Welche Programme meinen die denne?
Da halte ich es doch lieber mit einem sehr klugen Sachsen, der da mal abließ: „Nie sollst Du so tief sinken, von dem Kakao, durch den man dich zieht, auch noch zu trinken.“
In dem Zusammenhang würde Enrico K. in UNSEREN Tagen bestimmt von Gülle, statt Kakao sprechen…

Fußnote 1 – „Außer Atem“ von Jean-Luc Godard, in dem Streifen ist Belmondo nur beim Essen und Poppen ohne Fluppe. Wer diesen Streifen noch nicht kennt, der sollte ihn sich schleunigst mal einziehen!

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Über ede

Vermutlich wurde ich anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Veröffentlichung vom „Kommunistischen Manifest“, am 21. Februar 1948, während einer sinnlos verbrachten Tanzpause angerührt. Deshalb stand mein weiterer Lebensweg auch unter einem sehr ungünstigen Sowjetstern, denn aus mir wurde noch nicht mal ansatzweise eine "sozialistische Persönlichkeit", sondern ein Pickel am Arsch jener klassenlosen Gesellschaft in der Zone. Später verweigerte man mir wegen politischer Unzuverlässigkeit sogar die Ausübung einer Tätigkeit als Diplomabschmeckers der Kläranlagen im südharzer Marktflecken Sangerhausen/Gonna. Nach über zweieinhalb Jahrzehnten (1975) ging mein langersehnter Traum endlich in Erfüllung, konnte schließlich hinter Mauer und Zaun den ersehnten westlich/dekadenten Lebenswandel führen. Machte irgendwann mein Neckermann-Abitur auf dem ZBW, stupidierte darauffolgend an der Freien Unität mehrere Silvester brotlose Politik und Historie. Ohne Magister, Diplom und Docktor-Titel schlug ich mich dann als Hausmann, nebenher jahrelang als pauschalierter Facility Manager durch den täglichen Unbill in Richtung Urne. Heute führe ich als politischer Beobachter, Staureporter, Kaffeesatzleser mit schrägen Eulenspiegeleien ein recht zufriedenes Leben und nach 24 Jahren Probezeit, lebe ich bereits fünf/sechs Jahren in einer staatlich sanktionierten Zweierbeziehung... (Wird nur so erwähnt, da ich öfters nach selbiger Konstellation ausgehorcht werde.) Seit mittlerweile 50 Jahren ist meine Lebensdevise folgende: „Lass dich nie aus der Ruhe bringen, denk an Götz von Berlichingen! Leck mich am* Arsch! Nur in seinem Zeichen, kannst du den Abend froh erreichen! Musste allerdings während meiner gesamten Karriere sehr oft feststellen, dass gerade dieser ureigenst verinnerlichte Leitspruch nicht überall die entsprechende Wertschätzung erfuhr... *Das ist politisch nicht ganz korrekt, denn bei Friedrich Johann von Göthe heißt es: „im“!

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