WM 2014: Millionen-Mission für die deutsche Nationalmannschaft

Was unsere Organisation angeht, ist das die aufwändigste WM, die wir je hatten“, sagte Bierhoff dem Magazin „Capital“, musste er doch achtmal nach Brasilien jetten. Ihm folgten mehrfach Ekspertenteams auf dem Fuß, besser gesagt auf den Flügeln…
Irgendwo steht noch, das für die 23 Sensibelchen 40 Betreuer aufgeboten werden. Glaube ich nicht, wenn sie schon die Zahl 40 freiwillig angeben, dann sind es mindestens doppelt soviel. Ähnlich wird es sich mit sämtlichen Summen verhalten, die irgendwie im Text auftauchen. Was sich die Funktionäre vom DFB nebenbei in die Tasche stecken, wird ebenso wenig erwähnt, wie die gesamten Werbeeinnahmen.
Um Trainingslager, Flüge, Unterkünfte und Prämien zu finanzieren, wurde extra ein Sonderhaushalt aufgestellt. Ist doch selbstverständlich, da wurde irgendwie ein Dreh gefunden um zusätzlich noch Steuern zu sparen…
…sowie die Angehörigen der Mannschaft werden in Hotels in der Nähe untergebracht – auch die wollen bezahlt sein.
Wenigsten der Posten für alle mitreisenden Spielerfrauen schont das Geldsäckel etwas. Nicht auszudenken, der DFB hätte auch noch für eventuelle Besuche von Luxusbordells bluten müssen. Schließlich ist seit der VW-Affäre hinreichend bekannt, was brasilianische Prostituierte für ihre Dienste aufrufen. (Fand ich damals gar nicht gut, die verantwortlichen Gewerkschaftler hätten bei der damaligen Aktion wenigsten mit etwas Contenance auf einheimische Huren zurückgreifen sollen, schon aus Gründen des Erhaltes ihrer Arbeitsplätze…)
Abschließen fällt mir noch ein, weshalb jettete Team-Manager Oliver Bierhoff eigentlich achtmal nach Brasilien?
Da kommt es wieder, was Herr Jauch letztens bemängelte, dass viele Leute keine allgemeingültigen Wertvorstellungen mehr besitzen. Da hätten doch höchstens zwei Aufenthalte genügen müssen, wenn er so was nicht auf die Reihe bekommt, sollte man ihn besser canceln.
Verstehe schon, in solchen Sphären werden andere Maßstäbe angelegt, so langsam lerne ich ebendiese Gepflogenheiten auch, da bin ich Herrn Mehdorn sehr dankbar.
Möglicherweise gibt es ja noch ganz andere Gründe für mehrfache Dienstreisen, beginnt damit, dass man z.B. die Wichtigkeit seiner eigenen Person den anderen Neidern präsentiert…
Ein Bekannter düste auch ewig geschäftlich nach Brasilien, dort ließen sich viele abhandengekommene Kleinigkeiten außerordentlich tiefgreifend genießen, zumal er sehr unter dem Coolidge-Effekt litt.
Aber welchen Schnick-Schnack kann man denn im Handgepäck aus Brasilien eigentlich mitnehmen, wenn man sich bei der Einreise geschickt anstellt?
Uran oder Tantal. Quatsch, ist alles viel zu schwer. Außerdem, wo sollte man es später mit geringem Aufwand verklickern? Diamanten vielleicht…
Letztlich bleiben wieder nur Luxuszeiteisen übrig

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Über ede

Vermutlich wurde ich anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Veröffentlichung vom „Kommunistischen Manifest“, am 21. Februar 1948, während einer sinnlos verbrachten Tanzpause angerührt. Deshalb stand mein weiterer Lebensweg auch unter einem sehr ungünstigen Sowjetstern, denn aus mir wurde noch nicht mal ansatzweise eine "sozialistische Persönlichkeit", sondern ein Pickel am Arsch jener klassenlosen Gesellschaft in der Zone. Später verweigerte man mir wegen politischer Unzuverlässigkeit sogar die Ausübung einer Tätigkeit als Diplomabschmeckers der Kläranlagen im südharzer Marktflecken Sangerhausen/Gonna. Nach über zweieinhalb Jahrzehnten (1975) ging mein langersehnter Traum endlich in Erfüllung, konnte schließlich hinter Mauer und Zaun den ersehnten westlich/dekadenten Lebenswandel führen. Machte irgendwann mein Neckermann-Abitur auf dem ZBW, stupidierte darauffolgend an der Freien Unität mehrere Silvester brotlose Politik und Historie. Ohne Magister, Diplom und Docktor-Titel schlug ich mich dann als Hausmann, nebenher jahrelang als pauschalierter Facility Manager durch den täglichen Unbill in Richtung Urne. Heute führe ich als politischer Beobachter, Staureporter, Kaffeesatzleser mit schrägen Eulenspiegeleien ein recht zufriedenes Leben und nach 24 Jahren Probezeit, lebe ich bereits fünf/sechs Jahren in einer staatlich sanktionierten Zweierbeziehung... (Wird nur so erwähnt, da ich öfters nach selbiger Konstellation ausgehorcht werde.) Seit mittlerweile 50 Jahren ist meine Lebensdevise folgende: „Lass dich nie aus der Ruhe bringen, denk an Götz von Berlichingen! Leck mich am* Arsch! Nur in seinem Zeichen, kannst du den Abend froh erreichen! Musste allerdings während meiner gesamten Karriere sehr oft feststellen, dass gerade dieser ureigenst verinnerlichte Leitspruch nicht überall die entsprechende Wertschätzung erfuhr... *Das ist politisch nicht ganz korrekt, denn bei Friedrich Johann von Göthe heißt es: „im“!

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