Herr Bundes-Gauck nennt Massaker an Armeniern erstmals „Völkermord“

Diese merkwürdige Mediendarstellung klingt schon wieder so, als ob er jenes V-Wort (Könnte demnächst das „Unwort“ des Jahrzehnts werden!  – Weshalb wurde eigentlich das „Unwort“ noch nie als „Unwort“ geadelt?) gerade aus dem Hut zauberte.
Was ich nicht verstehe ist die Tatsache, dass niemand von den Staren auf die Idee kam und das Massenkillen einfach als Genozid bezeichnete? Klingt doch wesentlich abgehobener und irgendwie noch etwas brutaler, im Übrigen hätte die Mehrheit der Plepse noch nicht mal etwas mit der wahren Bedeutung des GWortes anfangen können und bitte jenen Begriff, beim überfliegen meines Geschreibsels, auf keinen Fall mit dem G-Punkt verwechseln!
Lange wurde um das V-Wort gerungen. Jetzt nennt Bundespräsident Gauck die Massaker an Armeniern vor 100 Jahren erstmals beim Namen: „Völkermord„. (Mutig, mutig! Wo jetzt wiedermal alles abgegessen ward, sprang er abermals aufs Trittbrett und die Medien werden sich die nächste Zeit überschlagen mit ihrer wohlwollenden Hofberichterstattung, wegen seiner furchtbar wichtigen geredeten Rede!) Am Freitag beschäftigt sich damit der Bundestag. Wie reagiert die Türkei?
Was erhofft man sich überhaupt vom verbalen Feedback aus Ankara?
Nun scheint ja Erdoğan auch nicht der Hellste zu sein und wird deshalb seine Moralkeule zücken. In dem Zusammenhang kann ich DEN Türken noch einen heißen Tip geben, allerdings haben sie für eine richtige Retourkutsche noch 20 Jahre Zeit! Sie bräuchten dafür nur die Etablierung der Nürnberger Rassengesetze, aus dem Jahre 1935, und deren Folgen als Grundlage zunehmen…
Herr Bundes-Gauck hat gemeinerweise für solche Eventualitäten, den Leuten schon etwas den Wind aus den Segeln genommen, indem er auch die deutsche Mitschuld betonte, was die damalige Endlösung der armenischen Frage anging, denn verteiltes Leid minimiert bekanntlich parallele Unwägbarkeiten gewaltig.
Im Bundestag wird bestimmt Anwesenheitspflicht auf der Agenda 1915 stehen und in weiser Voraussicht auch die Kantine geschlossen. Als sich letztens die Parlamentarier über die Flüchtlingsproblematik künstlich echauffierten, war nämlich die Hälfte der Leute und Leutinnen abwesend.
Außerdem ist morgen Großkampftag angesagt, denn auch der allerletzte Hinterbänkler darf auf seine großes Stündlein hoffen und vollkommen ungestraft mit V– und G-Wörtern ejakulieren, ihre Wähler werden es ihnen danken!

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