Kampf um die Wahrheit – Der NSU und zu viele Fragen

Durch Zufall kam ich gestern Abend noch in den Genuss von zwei Dokfilmen auf 3SAT.
Während der ab und zu aufkommenden Politdiskussionen im Wirtshaus, mit einer schon etwas älteren Mumie als ich, gesellte sich eine Freundin hinzu. (Beim nächsten Zusammentreffen muss ich ihr mal wieder einen Gong verpassen. Holte der alter Herr nur mal etwas länger Luft – er ist mit seinen 80 Lenzen auf dem Buckel geistig noch fit wie ein Turnschuh – hing sich Marjellchen sofort rein, plapperte los und nervte beim Zusammentragen von Fakten mit ihren emotionalen Betrachtungsweisen.)
Also wurde heimwärts subtrahiert, stellte dort fest, dass die Scheffin gerade im Begriff war ihren Glotzenabend zu beenden, ich bereits wieder am Mümmeln und so tauschten wir die Plätze.
Nach dem zweiten Betrag kam mir die Reihenfolge der Beiträge schon recht merkwürdig vor, denn eigentlich hätte „Nazis im BND – Neuer Dienst und alte Kameraden“ zuerst laufen müssen, weil sich daran lückenlose Erkenntnisse anschlossen. Nun sollte sich aber niemand dem Trugschluss hingeben, nach dem Outen der Nazis in jener demokratisch legitimierten Organisation, wäre hinterher alles im grünen Bereich gewesen, dies entsprach natürlich einem typischen Fall von denkste! Mir fallen dabei nämlich deren Nachkommen ein, da langfristige erfolgte ideologische Massenimpfungen immer weitreichende Folgen auch für spätere Generationen. Kann jeder heutzutage ganz billig beobachten, wie sich solche Beeinflussungen festsetzen. Dazu muss er nur so manche Mentalitätsanwandlungen von vielen Angehörigen aus Neufünfland betrachten…
Gut, für den Film wurde der BND herausgepickt, breitgefächert sind sämtliche Erkenntnisse jener Spitzelorganisation natürlich x-beliebig auf alle Bereiche des öffentlichen Lebens übertragbar. Sie entsprachen der logischen Abfolge in damaliger Zeit, denn das Leben musste ja irgendwie weitergehen. Hinzu kommt, dabei handelte es sich nicht um eine vollkommen losgelöste Weiterentwicklung nur in Bundesgermanien.
Dies sah in der Zone nicht viel anders aus!
Zwar agierten ehemalige bekennende Nazis in der SBZ nicht so selbstbewusst, aber aus weichgespült entnazifiziert braunen Lumpen waren nun vielfach rötliche geworden. Hinzu kam, alle mit der Gnade der späten Geburt (© Idiotischerweise hat Dr. Helmi Kohl alias Birne es wohl wahr in einem ganz anderen Zusammenhang benutzt!) behafteten Nachkommen, wuchsen beruhigt mit der Gewissheit heran, dass sämtliche Nazis nun im Westen leben würden und dies war doch schön für uns…

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