Diesen Sommer erklärt ARTE den Frieden

Klasse, dass ich dies noch erleben durfte, ich raffe es nicht. Nebenher wird der deutsch-französische Kultursender seine gesamten Toiletten im Haus, zu Atomwaffenfreien Zonen erklärt haben.
Zusätzlich gibt es noch ein fünfunddreißig-sekündliches Schmankerl: Pictures for Peace – Fotos, die die Welt bewegten, Samstag, um 19:11 Uhr. Was man in der ganz kurzen Zeit für ein Blödsinn quatschen kann, das belegt die Frau innerhalb ihrer 18 Sekunden, dem Typen steht eine Sekunde weniger zur Verfügung, dafür trägt er aber noch dicker auf.
Was soll mir jenes Bild eigentlich sagen?
Da nun die Bajonette, idiotischerweise auch Seitengewehre genannt, in den Scheiden stecken, kommt für mich alles total entspannt rüber. Möglicherweise handelt es sich bei der jungen Frau ja um eine Prostituierte, und sie erwählt mit der liebevoll erscheinenden Geste, einen der pickligen Knaben vor ihr, für ein Schäferstündchen aus…
Heute könnte man viertel neun (Auch Viertel nach acht genannt!) sogar für eine längere Zeit die Glotze einschalten, beginnend mit: 20:15 Planet Mensch, anschließend: 21:45 Marley und dann noch seine Tour von 1980: 0:05 Bob Marley: Uprising Live!
Das affengeile Berliner Konzert hat sich auch deshalb in meinen grauen Zellen eingebrannt – wir hockten unter einer Malerfolie auf der Mauer, hinter dem Mixer. Als gleich zu Beginn, ein sehr kurzer Wolkenbruch einen Wasservorhang zauberte, dass man wenige Minuten noch nicht mal die Bühne sehen konnte…
Richtig ernst scheinen es die Macher beim Sender doch nicht so zunehmen, ich meine die Geschichte mit den Frieden, deshalb lief im Nachmittagsprogramm eine Doku-Schmonzette über angeworbene Flachzangen für jene Spezial-Söldnertruppe der britischen Kolonialarmee.
Seit Generationen stehen Gurkhas als gefürchtete Krieger im Dienst der britischen Armee. Für die heranwachsende Jugend aus den abgelegenen Bergdörfern des Himalaya-Massivs in Nepal ist ein Leben als Soldat auch heute noch ein heiß ersehntes Lebensziel. Mit dem Sold unterstützen sie ihre Familien.
Man könnte fast sagen, es klingt leicht nach dem St. Floriansprinzip, irgendwo anders werden Menschen gemeuchelt, damit die eigene Mischpoke überleben kann

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