Plötzlich Partner – aber auf welchem Niveau?

Es existieren ein Haufen Leute, die der Meinung sind, dass in den letzten Monaten Mutti´s außenpolitische Geschäftsgebaren mittlerweile pathologische Züge angenommen haben, als sie mit ausgebreiteten Armen, alles was sich noch irgendwie fortbewegen und den Bakschisch für seinen Trip löhnen konnte – auch die letzten religiösen Fanatiker und Schwerstkriminellen darunter – ins einzig gelobte Land Westeuropas einlud, in dem Gerüchten (Ein afrikanisches Sprichwort sagt: „Wenn man Gerüchte verkaufen könnte, würde man sehr schnell reich werden!“) nach, paradiesische Zustände herrschen. Milch und Honig fließen, einem gebratene Tauben in den Mund fliegen, Laptops ebenso iPhones überreif an Bäumen hängen, Prepaidkarten allerorten an den Büschen wachsen. Sich willfährige blondgelockte Walküren auch um den letzten chronisch untervögelten Bauernburschen kümmern – wobei für so manchen dieser Hinterwäldler bereits sinnlich dreinschauende Käthen auf Reklametafeln, die mehr von ihren Reizen anpreisen als ihre spärlichen Bekleidungstücke bedecken (Wobei etwas größere Sonderbriefmarken auf den Brustwarzen die absolute Krönung wären.), deren Blicke zusätzlich oft suggerieren: Küss mich, es kommt! allemal die reinsten hard core Pornogirls darstellen. Schon faszinierend, wie mit Hilfe von Bildkompositionen auch die magersten Brustbeine von Bohnenstangenmodels Fleischeslust erzeugen können. Kam mir letztens auf, als ich in den vergangenen drei Wochen viermal in Halle, zwischen Wasserturm und Hauptbahnhof, an einer riesigen Werbeprojektion vorbei huschte, die in nichts der Leinwand vom ehemaligen Berliner „Royal-Palast“ nachstand. (Ich hasse die mehrheitlich vollkommen saudumme Reklame in Deutschland, der ich mich aber nirgendwo mehr entziehen kann!)
Die letzten paar Sätze stehen zwar auf einem ganz anderen Blatt, unterm Strich muss man es aber im Zusammenhang betrachten. Denn nun erhalten alle westliche Industrienationen, ebenso die armen eingemeindeten Länder Osteuropas, (mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen!) natürlich vollkommen nichtsahnend (!?) dafür die Rechnung präsentiert, weil sie ewig unter Führung der USA, aus gierigen ökonomischen Interessen heraus schon immer willens waren, diktatorische Regime zu etablieren und auf Deibel komm raus am Leben zu erhalten…
Dazu passt Änschies urplötzlicher Schmusekurs mit Erdoğan, wie der Arsch auf den Eimer. Allerdings wird sie für jene merkwürdig anmutende Hauruckaktion letztlich die entsprechende hilflose Schützenhilfe erhalten haben, bis hin zu Putins Einverständnis.
Trotzdem fällt mir in dem Zusammenhang der olle Jeheimrat Jöhte ein: Sage mir, mit wem du umgehst, so sage ich dir, wer du bist; weiß ich, womit du dich beschäftigst, so weiß ich, was aus dir werden kann.
Auf der anderen Seite hat Madame bereits vor Wochen etwas angeleiert, was nun mit der bevorstehenden Einbindung vom türkischen Präsidenten im Endeffekt vollkommen aus dem Ruder laufen wird…
Ja, ja, das mit den Geistern, die ich rief – hier etwas von „Oomph“ in neumodische Form gebracht und auch fast jeder kennen sollte, wenn er nicht gerade als Absolvent eines Schwachstromkollegs daherkommt.
Ganz nebenher bekam ich abends mit, dass Frau Kanzler absolut kein gutes Bild abgab. Scheinbar kaschierte sie so ein Zwischending von zu Kreuze kriechen und schlecht gespielter Würde, dabei im Hinterkopf den frommen Wunsch: „Zeige mir den Ausweg, rette mich – sonst kann ich für nichts garantieren!“
Habe es heute mit dem großen deutschen Dichter, deshalb nochmals etwas von ihm: „Mann mit zugeknöpften Taschen, / Dir tut niemand was zulieb: / Hand wird nur von Hand gewaschen; / Wenn du nehmen willst, so gib!“
Eigentlich trafen ja zwei Bittsteller aufeinander, allerdings nicht in Augenhöhe. Mutti näherte sich auf einem lahmenden Maultier dem machthungrigen Mann vom Bosporus, der ihr hoch zu Ross entgegen trabte, in vollem Bewusstsein, dass er mit einem unbezahlbaren geostrategischen Bonus wuchern kann (Ähnlich ist es ja in der Region mit Israel, aber auf Dauer wird das niemals gutgehen!) und damit auf unabsehbare Zeit das jüdisch/christliche Abendland erpressen kann.
Schätze mal, der Effendi hat für sein Unterfangen allein 10 Milliarden Euronen Cash gefordert, fünf wird er wohl verklausuliert erhalten, allerdings werden vielleicht drei Milliarden durch die Medien herausposaunt werden.
Zu guter Letzt wird Recep Tayyip Erdoğan [ˈɾɛdʒɛp ˈtɑːjip ˈɛɾdɔːɑn] auch noch Einzug halten ins
„Guinness Buch der Rekorde“, als jener Politiker, der zwei Wochen vor Parlamentswahlen die höchste Summe einer Parteispende erhielt und die noch dazu aus den Händen von Ungläubigen
Wie sagten die uralten Römer bereits: Деньги не пахнут!

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