Jean-Claude Juncker (fast 61, CSV/PCS), Pläneschmied der Brüsseler EU-Marionettenbühne, hat nach einer längeren Pause endlich wieder zugeschlagen.

Nun ist seit vielen Jahren bekannt, dass eigentlich nur Egon Olsen Pläne schmiedet und wie sie letztlich alle ausgehen, wissen nur eingefleischte Fans der Olsenbande. Von Egons Perfektionismus ist J.C.J. allerdings Lichtjahre entfernt, deshalb verrecken seine banalen Offerten immer schon kurz nach dessen Ankündigungen.
Vor wenigen Stunden zauberte Juncker neuerlich einen Plan aus dem Ärmel, der sogar 16 Punkte beinhaltete, da ihm besorgte Bürger ernsthafte Sorgen bereiten. Nirgends im Netz konnte ich den Wortlaut jenes 16-Punkte-Plan fischen, in der heutigen Print-MoPo war abgedruckt. Den Text muss man nicht kennen!
Hört, Hört!
Damit wurde wurde wiedermal ein weiterer Tag in seinem Leben abgehakt, sein merkwürdiges Gebaren erinnert irgendwie an Geschichten aus Tausendundeiner Nacht. Allerdings frage ich mich, was soll bei ihm letztlich herauskommen, wenn die drei Jahre irgendwann Vergangenheit sind? Irgendwie auch langweilig, wenn es immer nur dabei bleibt, ewig irgendwelche maroden Versuchsballons zu starten, die permanent den Unmut sämtlicher Betroffenen herausfordern. Weil sie niemals etwas mit der wahren Realität zu tun haben und in einem lediglich das Gefühl aufkommt, sie dienen nur zur Selbstdarstellung, um der ganzen Welt eine ganz, ganz große Bedeutsamkeit vorzugaukeln. Die jeder von Anbeginn, beim ersten gewählten Präsident in der Geschichte der EU-Kommission, vermisste und bisher niemals auch nur ansatzweise zum Tragen kam und darüber hinaus zu keiner Zeit kommen wird. Warum wohl?

Dann wurde ich zu einer kleinen Radtour überredet. Nach der kurzen Umkreisung vom Charlottenburger Schloss ging es mit dem Scheff in die Villa Oppenheim. Diesmal genossen wir dort nur Kultur für Leib und Seele, denn das Angebot vom dortigen Café ist empfehlenswert, außerdem konnten wir heute noch in dem schönen Garten hocken. Natürlich wurde über die Flüchtlingsproblematik diskutiert. Mein Gesprächspartner kam noch mit einem Beispiel aus seiner Firma. Wo er abließ, während einer Betriebsversammlung nicht auf die Frage einer jungen Azubiin antworten zu müssen. Sie bekam natürlich keine befriedigende Antwort, weil der Gewerkschafter lediglich hilflos herum eierte und kein anderer sich daraufhin mit einmischte.
Logisch! Wie oft vernahm ich in den letzten Woche, wenn es um Refugees ging, ähnlich lautende Diskussionseröffnungen in folgender Preislage:“Bitte verstehe mich nicht falsch, wenn ich zu der momentanen Flüchtlingssituation meine Ansicht schildere, ich bin nämlich nicht RECHTS eingestellt, aber…“
In dem Unternehmen ging es um die nachhaltige Reduzierung von ziemlich vielen Arbeitsplätzen. Auch darum, dass man darüber hinaus keine ausgelernten Stifte mehr für ein Jahr übernehmen würde, aber Lehrstellen für Flüchtlinge schaffen wolle. Ihre kurze Frage lautete: Weshalb man nicht wenigstens die besten Jungfacharbeiter für ein Jahr übernehme, damit wenigstens in der kurzen Zeit die Möglichkeit bestünde, sich einen fast aussichtslosen anderen Job zu besorgen…(Hi,Hi!)
Schließlich tauchten beide Mädels auf, die natürlich eine identische Diskussion hinter sich hatten.
Fazit: Zu der wochenlang angestauten Hilflosigkeit, wächst die Wut auf Politiker aller Couleur, die nur mit hohlen Sprüchen hausieren gehen, außerdem wird auch in der Perspektive kein Land in Sicht sein und dies auf sehr lange Zeit! Trotzdem will man sich nicht mit gewissen Kreisen gleichmachen, weder in witzlosen Lichterketten herumlungern, noch auf der anderen Seite mit latschen.
Mein Einwurf gab das Signal zum Aufbruch.
Statt zweier Witze, die mir zum Thema einfielen und sie noch abzulassen, kam nur. Da beleuchteten die Lichterketten-Fans wiedermal ihre Gesichter, um zu belegen, dass sich auch weiterhin zur schweigenden Mehrheit gehören wollen!
Wo waren eigentlich Flüchtlingen während des powerbehafteten demokratischen Protestes? Da hätte ich sogar einen gewissen Sinn erkennen können – Seht her, ich bin ein Fremder und möchte Eure Hilfe!
Mit der U-Bahn gings retour und ich drehte dann im Kiez noch eine Runde. Es kam mir nichts besonderes vor die Linse, nur bei einem Objekt tauchte eine Frage auf. Weshalb wurden diese speziellen Absperrgitter ausgerechnet dort auf dem Gehsteig gelagert? An der ehemaligen LBS, dem neuerlichen LaGeSo, war auch noch ein Haufen abgestellt und noch mehr freier Platz. Wurden die Teile lediglich für bestimmte Eventualitäten dort nur zwischengelagert?
Mit einer leckeren Lauchsuppe ging es dann vor die Glotze. Tätigte nach fünf Minuten einen weiteren Durchlauf, bis hin zu den Schweinereklamesender und was registrierten meine entzündeten Äuglein plötzlich? Es lief noch ein Weilchen „O Brother, Where Art Thou?„! Als großer Fan der Coen-Brothers blieb ich sogar davor hocken…
Gleich zur ersten Werbepause wurde auf einen der Öffentlichen Stationen geschaltet und ich hätte fast gekotzt. Nur Eksperten und Spezjalisten huschten plappernd über die Mattscheibe, angefangen mit Juncker, Mutti, zwischendurch auch der Genosse Schulz usw., nur der Sprechblasenaufpumper für seine Knechte, Altmeiers Peti, fehlte in der Raupensammlung…
Momentan kann man lediglich Rolf-Dieter Krause etwas ernst nehmen, obwohl der ja auch gesiebte Infos weiter geben muss. (Letzten huschte der dreibeinige Peter Merseburger am Café vorbei, leider registrierte ich ihn zu spät. Den will ich immer mal fragen, was er von seinen heutigen Kollegen hält. Wahrscheinlich will der gar nicht mit denen in einen Topf geworfen werden…)
Dachte anschließend, du musst doch mal nach Martin Schulz (fast 60, SPD) stöbern und landete auf seiner Heimatseite. Hätte fast um eine Flasche Gehacktes gewettet, dass ihm seine Selbstdarstellung sehr viel Wert ist. Das gesamte Werk ist nicht zum Aushalten, es beginnt schon mit verschiedenen Konterfeis (Wollte hier nicht Pofalla zitieren!) und daneben ausgelutschte Plattitüden, an die heutzutage noch nicht mal der Abgänger eines Schwachstromkollegs glauben würde. Hier die beiden Highlights: Wir müssen die EU vom Kopf auf die Füße stellen, wie soll man das eigentlich verstehen? Außerdem, vor wie vielen Jahren kam ihm eigentlich selbige weltkluge Erkenntnis? Ob er das Problem je anging? Inzwischen habe ich das Gefühl, die EU liegt bereits seit Monaten erschossen wie Robert Blum darnieder und kein Aas hat dies überhaupt registriert…
Trotzdem hängt Sozi Schulz immer noch an seiner fast vergessenen Losung: Dieses Parlament ist das Herzstück der Demokratie auf Ebene der EU. Da ist es wieder! Mal Hü, mal Hott und alles vollkommen unverständlich. Deshalb bereitet es mir große Schwierigkeiten, in diesem Satz auch nur bedingt irgendeinen Sinn zusehen. Dabei bin ich gewillt, in seinem merkwürdigen Sinnbild etwas Berauschendes zu entdecken. Dazu müsste ich vielleicht wissen, mit Hilfe welcher Drogen man zu einer entsprechenden Bewusstseinserweiternd gelangt. Wie soll man anders jenes Metapher enträtseln oder sie entsprechend hinbiegen. Ist dies überhaupt machbar?
Also, scheint er die EU auf die Beine bekommen zuhaben und das Parlament muss sich jeder als eine Art Titan vorstellen, der die Demokratie nebst ihres erkalteten Herzens, weit weg in die Höhe stemmt – sieh Atlas!
Aha, WIR da unten und die Demokratie ganz weit oben, so ergibt alles natürlich einen Sinn!
Nicht ausgeschlossen, dass der Satz in irgendeiner Therapiegruppe von EX-Junkies beim Scrabbeln entstand…
Wahrscheinlicher ist noch ein ganz andere Variante, die mir gerade einfiel. Kann es sein, dass es sich ehemals um Fragmente einer implodierten Sprechblasen handelt, die ein mit Legasthenie behafteter Freund zusammen puzzelte, er aber einige Worte verschwinden ließ. Um ihn hinterher nicht zu kränken, wurde dieser Erguss so verwendet.
Versuche es mal mit einer Umstellung der Worte.
Dieses Herzstück ist das Parlament der Demokratie auf Ebene der EU
Dieses Parlament der EU Ebene auf der Demokratie ist das Herzstück
Man kann es drehen und wenden wie man will, etwas geistreicheres bekommt sicher niemand zustande.
Schätze mal, Herr Jean-Claude Juncker hat die nächste Masturbationsperformance für den 6. Dezember anberaumt, in der Hoffnung, während seiner Bescherung zückt der Nikolaus den entscheidende Plan und nimmt gleichzeitig noch ein Haufen abgelehnte Flüchtlinge mit nachhause…
Beim stöbern im Netz sah ich, dass in der Nacht: Mississippi Burning – Die Wurzel des Hasses lief. Jede Scheiße liegt jahrelang in den Mediatheken, aber solch Film wird anschließend gleich versenkt… 

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