FRITZ TEUFEL – der letzte Eulenspiegel des vergangenen Jahrtausends

Einem Tippp von Micha war es zu verdanken, dass ich gestern den Finger aus der Vertiefung meiner Gesäßfalte zog und in der Groninger Strasse landete.
Im Telegrammstil:
Witzige Beschreibung von Radtouren im späteren „Neufünfland“…
Fritz ließ gar nicht ab, auf was für einem Drahtesel er seine Exkursionen Anfang der 90er unternahm – „Knofo“, kann ich mir überhaupt nicht auf einem Stahlross vorstellen…
(Zu jener Zeit düste auch ich partiell mit dem Radel in Meck-Pom rum, bis zu den Kreidefelsen und drei Tage Hiddensee, wo wir in der Literaturbaude vom „Bär“, in Neuendorf, wie Sprotten povten.)
Bis auf die respektlose, junge Mammi, die ihre Monster im Raum zur Langeweile verdonnerte und die Brut deshalb entsprechend reagierte, war es ein gelungener Abend. Besondere Erwähnung muss der „Thailändische Pausensnack“ hier noch finden – sehr lecker!!!
…….
Wegen der selektiven Wahrnehmung gebe ich Hinweise zu Micha und Rick Zontar.
Die Nordost-Passage

Durch den Süden vom wilden Osten

Hier noch eine ganz andere Betrachtungsweise von einem Nest auf dieser großen Insel im hohen Norden von Zonien.

REISE NACH BINZ
Leere Geschäfte, Flaute am Bau,
Ämter und Kassen zocken wie Sau,
der Dax testet die Marke von 2.500 Punkten.
Ein Mann sagt zu seiner Frau: “Ich war am Boden und bin noch gesunken.”

Nur in Binz auf Rügen
lebt es sich schön,
in Binz auf Rügen
gibt’s ein Wiedersehn,
Da lacht die Kellnerin: “Was soll ich denn mit den Groschen Trinkgeld?
Ist mir eher unbequem auf der Hand , das ganze Kleingeld,
geben s’es doch dem Bäcker, der braucht sowas, ich jedenfalls lass das liegen…”
Glückliche Menschen in Binz auf Rügen.

Bahn läuft Amok, Lufthansa sackt ab,
Telekom, Mobilcom, alles schlapp,
die Bfa schreibt sich selbstständig eine Entlassung.
Frau sagt zu ihrem Mann: “Wenn ich abtauch gleich, trag’s mit Fassung.”

Nur in Binz auf Rügen,
da flutet das Licht.
In Binz auf Rügen,
da sorgt man sich nicht.
Da kommt der Koch aus der Küche: “Mein Salat soll nicht gut sein, mein Lieber, was muss ich hören? Hör’n se mal, das ist mein Chefsalat, den mach ich seit 30 Jahren so, immer’n paar Möhren, paar grüne Blätter, n’bißchen Huhn. Meditier’n Sie mal drüber: Mehr woll’n Sie ja gar nicht kriegen…”
Heiteres Treiben in Binz auf Rügen.

Hausbank streikt, verweigert Kredit,
verweist aufs Leihhaus, das gehört ihr gleich mit.
Auf einer Parkbank singt ein ukrainischer Opernstar Lieder.
Mann sagt zur Frau: “Ziemlich dunkel hier unten, erkennst du mich wieder?”
Strand im Mondschein, Wellen enorm,
der Kurdirektor joggt sich in Form,
denkt auf der Mole: “Das Universum ist ziemlich weit oben.”
Frau sagt zum Mann: “Hast du auch das Gefühl, wir wer’n doch noch mal hochgeschoben?”

Ja, in Binz auf Rügen
gibt’s ein Wiedersehn,
in Binz auf Rügen,
da lebt es sich schön.
Da kauft der Liebhaber seiner Liebhaberin den Bernstein und legt ihn ihr gleich an, 2000 Euro, “na klar geht das bar”, sagt er voller Elan,
und sein Wachsgesicht auf dem Weg zum Geldautomat möchte lügen.
In Binz auf Rügen.

Da schaut der Kurdirektor ins Wasser und denkt: „Was’n das,
so völlig hilf – und atemlos, bestimmt noch ohne Kurtaxe gezahlt zu haben, und so völlig nass?“
Und dann nähert er sich langsam dem Mann und der Frau, die wie Strandgut da liegen –
herzlich willkommen in Binz auf Rügen.
Herzlich willkommen.
Im Paradies.
Ostseebad.

Musik & Text: M. Maurenbrecher

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