Heute auf 3sat: Das Auto – Vom Statussymbol zum Albtraum

Als nach der Erfindung des Rades irgendwelche Individuen begannen, mit dem runden Teil Fortbewegungsmittel herzustellen, entstanden darüber auch die ersten Legenden. Inflationär wurden die Erzählungen darüber, als im Amiland die Serienproduktion jener Stinker begann und sich deren Produktion seuchenartig auf der gesamten Erdenscheibe ausbreitete. Anfangs soll ja auch mal behauptete worden sein, dass mit Hilfe des entstehenden Individualverkehrs jedwede Erdenbewohner sich viel schneller näher kommen wollten.
Kann man sich heute noch nicht mal mehr, auch nur ansatzweise, vorstellen.
Dieser Hintergedanke schien lediglich in den beiden großen Kriegen eine destruktiver Wertigkeit erhalten zuhaben…
Denn kurz darauf mutierten Pkws plötzlich zu Statussymbolen, deren Eigentümer begannen, voreinander wegzurasen. Um schizophrener weise, in etwas weiter entfernten Gegenden, allerdings für eine begrenzte Zeit, auf riesige Rudel Gleichgesinnter zutreffen. Alles es nach solch kurzen Episoden wiederum genossen, wenn sie sich auch von dort endlich verpissen konnten.
Da war die Welt noch in Ordnung, obwohl damals Teile des Lohngesindels, übers Jahr hinaus, lieber den Kitt aus den Fenstern fraßen, aber an den Wochenenden ihre fahrbaren Blech- oder Presspappenvehikel, die mittlerweile auch Namen bekommen hatten, hegen und pflegen konnten.
Dabei überhaupt nicht registrierten, wie die Kisten schleichend zum Albtraum mutierten.
Eine Legende aus heutigen Tagen ist folgende!
In vollkommen überdimensionierten großstädtischen Betonburgen umgehen Ehepaare ihre hoffnungslose Parkplatzsuche, in dem sie sich die Fahrzeugschlüssel gegenseitig in die Hand drücken. Der eine kommt von Arbeit und der andere fährt hin. Wie solche Leute noch in der Lage sind, während dieserart geregelten Lebenswandels, nebenher auch noch Gören anzurühren, ist mir vollkommen schleierhaft!
Aber es scheint trotzdem zu funktionieren.
Der Minibeitrage hält witzige Reflektionen bereit.

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Über ede

Vermutlich wurde ich anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Veröffentlichung vom „Kommunistischen Manifest“, am 21. Februar 1948, während einer sinnlos verbrachten Tanzpause angerührt. Deshalb stand mein weiterer Lebensweg auch unter einem sehr ungünstigen Sowjetstern, denn aus mir wurde noch nicht mal ansatzweise eine "sozialistische Persönlichkeit", sondern ein Pickel am Arsch jener klassenlosen Gesellschaft in der Zone. Später verweigerte man mir wegen politischer Unzuverlässigkeit sogar die Ausübung einer Tätigkeit als Diplomabschmeckers der Kläranlagen im südharzer Marktflecken Sangerhausen/Gonna. Nach über zweieinhalb Jahrzehnten (1975) ging mein langersehnter Traum endlich in Erfüllung, konnte schließlich hinter Mauer und Zaun den ersehnten westlich/dekadenten Lebenswandel führen. Machte irgendwann mein Neckermann-Abitur auf dem ZBW, stupidierte darauffolgend an der Freien Unität mehrere Silvester brotlose Politik und Historie. Ohne Magister, Diplom und Docktor-Titel schlug ich mich dann als Hausmann, nebenher jahrelang als pauschalierter Facility Manager durch den täglichen Unbill in Richtung Urne. Heute führe ich als politischer Beobachter, Staureporter, Kaffeesatzleser mit schrägen Eulenspiegeleien ein recht zufriedenes Leben und nach 24 Jahren Probezeit, lebe ich bereits fünf/sechs Jahren in einer staatlich sanktionierten Zweierbeziehung... (Wird nur so erwähnt, da ich öfters nach selbiger Konstellation ausgehorcht werde.) Seit mittlerweile 50 Jahren ist meine Lebensdevise folgende: „Lass dich nie aus der Ruhe bringen, denk an Götz von Berlichingen! Leck mich am* Arsch! Nur in seinem Zeichen, kannst du den Abend froh erreichen! Musste allerdings während meiner gesamten Karriere sehr oft feststellen, dass gerade dieser ureigenst verinnerlichte Leitspruch nicht überall die entsprechende Wertschätzung erfuhr... *Das ist politisch nicht ganz korrekt, denn bei Friedrich Johann von Göthe heißt es: „im“!

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