Olympische Spiele

Saudi-Arabien sucht die Alibifrau für London“, stammt aus der FAZ vom 13.3.2012.
In der heutigen „Berliner Zeitung“ durfte Nadine Grimm sich zum gleiche Thema auslassen und nannte den Artikel: „Eine Frau für London“, ihr Teil fand ich etwas besser verzapft.
Scheint sich nicht um einen verspäteten Aprilscherz zu handeln.
Im demokratischen Milliardengeschäft des weltweiten Sports, in dem Politik immer noch nichts zu suchen hat, haben führenden Altherren zwangsläufig begonnen, mit viel politischer Korrektheit und  gutmenschelnden Verrenkungen, zaghaft an Quotierungen zu basteln.
Sogar in der FIFA tat sich etwas, Sepp Blatter kokettierte mit einem zukünftigen Reförmchen (Und ich dachte immer, der alte Knabe betrachte schon lange die Radieschen von unten.)
Eigentlich schade, immer haut es die falschen Leute weg…
Auch in seinem Verein taucht demnächst ein Quotenweibchen auf, handelt sich wohl um eine saisonbedingte Modeerscheinung für dieses Frühjahr. Möglicherweise ist europaweit auch nur eine Johannistriebepedemie ausgebrochen, deshalb scheele Blicke auf die holde Weiblichkeit. Wobei  jene auserkorenen Mädels überall auch noch begeistert mitspielen. Wird dann endlich mit einem Feigenblatt gewedelt, gelten als größte Maßeinheit für solche Statistiken immer Werte, mit denen man sonst den Blutalkoholspiegel von besoffenen Autofahrern angibt…
Kaum hat der Seppel seinen „Historischen Tag für den FIFA-Reformprozess“, ausposaunt, da konnte er sich nicht verkneifen, es alles auch als „riesigen Schritt vorwärts“ zu bezeichnen.
„Gestern standen wir noch vor einem tiefen Abgrund, aber heute haben wir einen großen Schritt nach vorn getan!“
Kaum ist das vom Tisch, wird alles prompt  vom „optimistischen“ Jacques Rogge getoppt, der mit irgendwelchen Muselmanen „über die praktischen Details diskutiert.“
Nun ist aber der pfiffige Monsieur Rogge mitnichten zu einem Frauenversteher mutiert.
Auf der einen Seite täuscht er eine Politik gegen Gigantismus bei Bauvorhaben und Kommerz an, befürwortet eine Beschränkung der aktiven Olympiateilnehmer auf 100 000? und ist nun darauf erpicht, dass auch die Saudi´s eine Quotenfrau für die nächste Olympiade spendieren…
Ob der Traum von Jacques schlaflosen Nächte wohl in Erfüllung gehen wird?
Andere Länder, andere Sitten!
Weil in Saudi-Arabien eine „Fatwa“ den Frauensport zur Sünde erklärt hat, muss sich das IOC etwas einfallen lassen. Wenn die nicht drauf kommen, ich hätte da einen Vorschlag für eine neue olympische Disziplin, mit etwas gutem Willen kann dabei jeder sein Gesicht wahren, im wahrsten Sinne des Wortes. Es geht doch darum, dass der Rest der Welt auf bestimmte Befindlichkeiten, der eventuell antretenden Damen, Rücksicht nehmen sollten.
Ist doch ganz einfach.
Bei meinem Vorschlag dürften die Sportlerinnen sogar im Tschador, der Burka oder mit Kopftüchern vermummt, an den Start gehen.
Einen weiteren Vorteil hätte die Ganzkörperverschleierung noch zu bieten.
Da ließe sich wesentlich mehr Werbung daufpappen, als beim Kreisfahrer Basti Vettel und der ballernden Loipenhuscherin Magdalena Neuner zusammen…
Na denne, Sport frei!
Fast hätte ich jetzt vergessen welche dopefreie Sportart mir dabei vorschweben würde –
100 Yards dumm gucken!
(Da könnte vollkommen problemlos auch Margot Honecker noch teilnehmen und würde sogar mehr publicity bekommen als in diesem letzten Fernsehheuler. Da er wesentlich höhere Einschaltquoten aufwies, als die vom süßen Wuschelköpfen in einer Woche, wird dieses Machwerk am 12. April um 20:45 im NDR wiederholt. Den Sendetermin hätten die Verantwortlichen nun weiß Gott um vier Tage verschieben können – auf den 16ten.
Bei vielen hätte dies zu einem weiteren Orgasmus führen können, an jenem Tag ist doch zugleich der Geburtstag von Teddy.
..)

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