dradio – ORTSZEIT: INTERVIEW, 22.07.2013

„Wir brauchen die amerikanische Unterstützung“ – Unions-Politiker Uhl verteidigt Zusammenarbeit mit NSA
Bei diesem Interview sollte man seine Lauscher einsetzen, denn das Geschreibsel gibt ein ganz anderes Bild wieder, da der Christsozialist zeitweise mächtig stottert und nebenher alles immer wieder mit seinen „ähhs“ und Päuschen garniert.
Schon lustig diese Notwahrheiten.
Leider hakt Hanns Ostermann nie penetrant nach, vielleicht durfte er ja auch nicht.
Frage: …Wurde die Spähsoftware… nun …bereits eingesetzt oder nur getestet?
Uhl weiß nichts, er glaubt lediglich! Obwohl der Mann momentan nicht in der Kirche hockt, weshalb hat ihn bisher niemand darauf aufmerksam gemacht?
Antwort: …dass dieses Tool nicht eingesetzt wurde, sondern nur getestet wurde.
Wie soll dies denn in der Praxis funktionieren? Da stelle ich mir gerade vor, dass man z.B. mit Sprechblasen aus Mickymausheftchen übt und dort vielleicht sämtliche Umlaute heraussucht.
Frage: „…Warum bekommen Sie scheibchenweise, wie auch wir, die Wahrheit mitgeteilt?“
Das mit der „Wahrheit“ will ich mal dahingestellt lassen, eins ist aber doch klar, jene Herangehensweise an unwiderlegbare Beweise macht doch ein Kleinkriminelle auch nicht anders.
Ich wäre ja bei meinen Verhören in der Hallenser Stasihaft auch blöde gewesen, dem Feldwebel Klopffleisch (Der fetter Vernehmer hieß wirklich so!) irgendetwas zu berichten wo letztlich weitere Haftjahre dranhingen…
Das war in meinem Fall allerdings etwas ganz anderes, denn mit der Zone hatte ich schon lange nichts mehr am Hut, außerdem handelte es sich bei diesem Staat um eine Drecksdiktatur!
Nun ist aber Herrn Uhl ein kleines rotierendes Teilchen – mit Schild und Schwert – im großen Räderwerk der wehrhaften Demokratie und von solchen Leuten erwartet die dröge Masse bekanntlich ganz andere moralische Maßstäbe als von mir, natürlich nur rein theoretisch gesehen.
Hinzu kommt, dass sich an meiner Einstellung betreffs heutiger Auslegungen von Demokratie nicht nur in diesem UNSEREM Lande, nichts geändert hat und sich mit Bestimmtheit auch nichts mehr ändern wird, ich empfinde sie auch weiterhin als eitrige Furunkel an feisten Ärschen von Industrienationen.
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Ostermann: …Trotzdem steht der Vorwurf im Raum, dass Daten aus Deutschland an die NSA weitergegeben werden. Das bestreitet zwar der Bundesnachrichtendienst – aber stimmt das?
Uhl: Es werden die Daten weitergegeben, die weitergegeben werden dürfen nach deutschem Datenschutzrecht. Wenn es um die Überwachung von Gefährdern und Terroristen geht, dürfen dazu Daten weitergegeben werden. Aber wenn es um die Ausspähung von unbescholtenen Bürgern geht, dürfen diese natürlich nicht weitergegeben werden. Ich glaube dem Präsidenten, dass er sich an das deutsche Recht gehalten hat.
AHA! …Aber wenn es um die Ausspähung von unbescholtenen Bürgern geht, dürfen diese natürlich nicht weitergegeben werden.
Dieser Witzbold!
Natürlich kann er dem Präsidenten glauben, auch morgen noch und solange er auf seinem Sesselchen klebt, von mir aus bis zum Sankt Nimmerleins Tag. Was veranstalten aber seine Knechte, die im vorausgaloppierenden Gehorsam in ihren Startlöchern scharren, weil sie auf der Besoldungsleiter hinauf kriechen wollen?
Platons Spruch: „Alles bewegt sich fort und nichts bleibt“ – ist weit entfernt von der Allgemeingültigkeit, was den homo sapiens betrifft.
Zwar haben sich die Zeiten mächtig geändert aber nicht die Leute, lediglich die Ebenen ihrer Betrachtungs- und Handlungsweisen sind irreparabel durcheinander geraten.
Eigentlich sollte man ja davon ausgehen, dass ein Politiker, noch dazu ein Star, in der Position des Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Innenpolitik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, nicht einfach so daherplappert, dem ist aber wohl doch nicht, wenn er von deutschem (Datenschutz)recht spricht.
Hinzu kommt jene Einsicht, dass die Ausspähung von unbescholtenen Bürgern in seinen Augen scheinbar legitim ist, wenn deren Erkenntnisse anschließend nicht weitergegeben werden. Weshalb wird aber dann überhaupt herumgeschnüffelt?
Das alles erinnert mich an vergangenes Deutsches Recht – bis hin zu:Was damals Rechtens war, kann heute nicht Unrecht sein!
Als Quintessenz solcher Mosaikausspähungen landete mein Großvater schließlich zu einem mehrjährigen Kuraufenthalt in Bad Plötzensee, wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“.
Jetzt könnte ich noch einige Bemerkungen ablassen, was meine Erfahrungen mit Spitzeln in der Zone betrafen, heutzutage würde niemand mehr Einblick in seine Akten bekommen. Bei den 16 aktiven Spitzelorganisationen dieser Republik, könnte bei der heutigen Technik soviel zusammenkommen, dass es gar nicht mehr möglich wäre, die Gesamtheit der krankhaften Sammelwut überhaupt zu lesen.
Weil alles in jener Richtung auf Samtpfötchen daherkommt und die breite Masse sowieso auf dem Standpunkt steht, sie hätte nichts zu verbergen, würden die Plepse noch nicht mal etwas dagegen haben, wenn man ihnen einen Chip nebst Kamera, so als drittes Auge an die Stirn tackerte. Hauptsache dieses Hightechteilchen wäre dem Zeitgeist entsprechend hübsch gestylt und stammte von einer Markenfirma…
Ostermann: Herr Uhl, Sie glauben es, aber Sie wissen es nicht?
Uhl: So ist es im Leben.
Es geht immer so lustiger weiter, bis zu dem Zeitpunkt, als noch ein Sparwitz der Chlorophyllmarxisten einfließt, ab da wird es wieder merkwürdig, die Jungs und Mädels entblödeten sich doch allen Ernstes nicht und fordern ergänzend zum Postgeheimnis* (Dieses Geheimnis war auch immer etwas für Gläubige.) „ein Kommunikations- und Mediennutzungsgeheimnis“, das ist wirklich zum Piepen…

Weiter lesen, die Erheiterung will kein Ende nehmen!
Mehr zum Thema: – Daten nicht massenhaft weitergegeben

(*) Es liefen mir schon einige GRÜNE über den Weg, deshalb möchte ich mich weder über deren Allgemeinwissen auslassen noch über ihr technisches Verständnis – diese Reklame für ihren Kleingartenverband sagt doch alles!
Unbenannt
wg. Postgeheimnis
Etwas aus der KuK-Zeit von Egon Erwin Kisch.
Weiß nicht mehr in welchem Buch man diese Geschichte findet, bekomme sie auch nicht mehr vollständig auf die Reihe, allerdings die Pointe.
Kisch verzapfte einen Brief, neben dem üblichen Blabla kam irgendwann etwas in jener Richtung, dass er als Beleg für seine momentane und siffige Unterkunft einen Floh beigelegt hatte…
Tatsächlich befand sich lediglich der beschriftete Papierbogen im Umschlag.
Als der Empfänger die Postsendung öffnete, lag allerdings ein totes Exemplar jener hüpfenden Blutsauger drinnen…

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