Vom Altardienst zum TV-Entertainer

Messdiener = Moderator?

Es klingt wieder total gehässig, was mir gleich zu Beginn einfällt.

Also, ich habe bis auf drei Ausnahmen (zwei Vikare und ein Priester), wirklich nur Flachzangen (in Ost und West) kennengelernt, die sich als Messdiener schaffen durften – wirklich alle menschlich total verbogen!

Zu den aufgeführten Leuten (Matthias Opdenhövel und Willi Weitzel sind mir vollkommen unbekannt!) will ich nichts großartig ablassen. Nur einen habe ich durch seinen Freund mal kennen gelernt, zu einer Zeit, als er im „Go in“ und den umliegenden Läden noch die Klinken putzte. Mit seinem Spezi (Der wesentlich besser Gitarre spielen konnte als der dort aufgeführte) habe ich mich zu so manchem, fast komatösen Umtrunk verleiten lassen – will damit meine zeitweilige Trunksucht nicht beschönigen und ihm dafür die Schuld geben – ginge ja auch nicht mehr, da er in Folge seiner Sauferei bereits von vielen Jahren seinen Löffel – pardon, sein Bierglas – abgab.

Herr S., seines Zeichens ehemalige ZDF-Intendant a.D., nach tiefschürfenden Beobachtungen beantwortet er in Thesenform Fragen, die ein vernünftiger Mensch mal wieder nicht stellen würde. Eine weltbewegende lautet: „Gibt es eine besondere, bisher unbeachtete Verbindungslinie zwischen Showbiz und Messdienst?“

Aber selbstverfreilich! Darauf würde sogar ein Blinder mit Krückstock kommen, auch wenn er zeitlebens keinen dieser Figuren, je visuell verarbeiten konnte. Allerdings fände selbst er die entscheidende Verbindung zwischen: Messdiener = Moderator? In der Tat müsste ein Nichtsehender der Brailleschrift mächtig sein und sofort käme ihm beim Tasten die dunkle Erleuchtung! Ist doch ganz einfach! Der springende Punkt ist die Tatsache, dass beide Begriffe, vorausgesetzt sie wurden korrekt niedergeschrieben, mit dem gleichen Buchstaben beginnen!

Die Draufblicke auf die Messdienerei sind in der Regel positiv…

Wenn ich mir vorstelle, wie muss man überhaupt drauf sein, um sich freiwillig unter die Knechtschaft irgendeines anderen Individuums zu begeben, viel Jahre lang die gleichen langweiligen Tätigkeiten auszuführen und Sonntags nie auspennen dürfen. (So gestraft wurde unsereins noch nicht mal unter einer Knute der Kommunisten!)

Jahre retour, da hätte man der Tätigkeit noch etwas positives abgewinnen können, ab nur hinter dem Popen und eingenebelt von den Rauchschwaden aus seinem brennenden Handtäschchen, als darin noch zusätzlich Halluzinogene verglühten…

Bei 14 Probanden, die ja einem repräsentativem Querschnitt von Messknechten entsprechen und eine Vielzahl von Popen erlebten, ist es doch recht unwahrscheinlich, dass lediglich Willi W. den sexuellen Eskapaden eines katholischen Himmelskomikers ausgesetzt war.

Sind möglicherweise nicht Alf Biolek und Hape Kerkeling in jungen Jahren durch ihren christlichen Job auf den Geschmack gekommen, was ihre spätere sexuelle Orientierung angeht?

Vor vielen Jahren erzählte mir ein älterer Typ (ein ehemaliger Jesuitenschüler) von den Erfahrungen aus seinen Kindheitstagen, was ihm damals sehr viel Freude bereitete. Später aber in große Schwulitäten kam, als er feststellen musste, dass es sein Beschäler nur auf Frischfleisch abgesehen hatte. Viele Jahre verkümmerten daraufhin seine sexuellen Bedürfnisse, bis er im etwas fortgeschrittenen Alter sehr junge Knaben im „GEO“ sah, nach jener Inspiration ging es zweimal im Jahr nach Sri Lanka

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.