Mietenwahnsinn-Demo in Berlin

Zehntausende haben in Berlin gegen hohe Mieten protestiert. Unter den Demonstranten war Linken-Politikerin Lompscher genauso wie FDP-Generalsekretär Czaja
Dachte mir am Samstag, warst ja eine Woche vorher bei einem Spekulantenevent und bringst ohne einen Anflug von schlechtem Gewissen, alles wieder in die Waage.
Nun herrschte ja ein Wetter zum Heldenzeugen, also den Finger aus der Perforierung der Sitzwange gezogen und ab zum Protestspaziergang. Latschte allerdings nicht sehr weit mit, da alles über dem U-Bahntunnel ablief. Stand ein Weilchen auf einem Straßenbaufahrzeug, beobachtete von oben herab die farbigen Missfallensbekundungen. Waren teilweise sehr phantasievolle Darstellungen darunter.
Spätabends hätte ich dann kotzen können, denn TAGESSPITZEL online meldete, dass die Neobolschewistin Lompscher sich unter ihre Untertanen gemischt hatte, genauso wie der Neoliberaldemokrat der Quittenpartei, Herr Czaja.
Da tätigten solche Marionetten des Kapitals vorgezogenen Wahlkrampf und ich Idiot befinde mich im Rudel als ihr Mitläufer…
Im Moment fällt mir zum Thema die Kolumne von Andreas Thiel ein, er ließ sich darin über Mitläufer in allen Lebenslagen aus. Allerdings muss ich einfließen lassen, wir haben unterschiedliche Ansichten zu der Gesellschaftsform, in der wir zufälligerweise herumkrebsen. Dies belegt doch jene momentane Situation auf dem Berliner Wohnungsmarkt, da verscheuern die Sozen das Tafelsilber welches eigentlich dem gemeinen Volke zustand, u.a. tausende Wohnungen für ein Appel und ein Ei. Obwohl alle einen Eid gabeln müssen, den Laut Berliner Senatorengesetz (§ 4) der regierende Oberdorfschulze und das von ihm ernannte Lohngesindel des Senats, medienträchtig im Abgeordnetenhaus immer wieder herplappern dürfen.
Zur Erinnerung, jene Worthülse lautete: Ich schwöre, mein Amt gerecht und unparteiisch, getreu der Verfassung und den Gesetzen zu führen und meine ganze Kraft dem Wohle des Volkes zu widmen.
Wen wundert es eigentlich noch, wenn massenhaft bei den hinters Licht geführten Untertanen sich jenes Gefühl breitmacht, man bei dem einen oder anderen Volksvertreter schlicht die sittliche Reife für sein Handeln vermisst. Er, sie, es, möglicherweise mit solch simplen Gemüt daherkommen und man ihnen noch nicht mal annäherungsweise, irgendwelche unverfrorenen Machenschaften unterstellen kann, da sie offenkundig gar nicht in der Lage sind, den Wortlaut intellektuell irgendwie zu verinnerlichen…

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