Arte, 09. 06. 21 – Ein vergessenes Stück Kunstgeschichte

Verfügbar vom 09/06/2021 bis 07/12/2021
Nächste Ausstrahlung am Mittwoch, 23. Juni um 01:55
Seit jeher schreiben Frauen Kunstgeschichte und arbeiten auf Augenhöhe mit ihren männlichen Kollegen. Trotzdem spielen sie in der Kunstgeschichte bis heute eine Nebenrolle. Teil 2/2 befasst sich mit Künstlerinnen vom Neuen Sehen bis zur Feministischen Avantgarde.
Frauen stehen Männern in nichts nach, auch nicht in der Kunst. Und doch ist die Kunst, so wie viele andere Branchen, heute wie damals ein von Männern dominiertes Feld. Vergessen von der Kunstgeschichtsschreibung, bekommen viele weibliche Schaffende nicht die Anerkennung, die ihnen zusteht…
Für meinen Kommentar genügen die letzten drei kursiven Sätze aus der Einleitung zu der Sendung.
Bereits den ersten Satz kann ich so nicht gelten lassen, weil er nicht den Tatsachen entspricht. Viele Frauen sind zwar der Meinung, dass sie den Männern in nichts nachstehen, dem ist aber nicht so. Weil evolutionsbedingt ganz andere genetische Voraussetzungen unter den Geschlechtern herr­schen, beginnend bei unterschiedlichen physischen Konstitutionen und dem ganzen seelischen Kram, der darüber hinaus, zwangsläufig zu voneinander abweichenden Verhaltensmustern unterein­ander und besonders im Miteinander mit dem anderen Geschlechtern führen…
Zweiter Satz: Dem ist erstmal nichts hinzuzufügen!
Tja, meine Damen, da müssen sie halt endlich mal einen Kampf beginnen, deren Ziele für andere Geschlechtsgenossinnen auch nachvollziehbar erscheinen, es sich schließlich von Anbeginn lohnt, nachhaltig etwas zu tun. Bei allem gebührenden Respekt, aber für die Gesamtheit!
Denn seit langer Zeit sieht es ja nun so aus, dass ganz bestimmte abgehobene Weibsbilder, mit selt­sam ausgeprägten elitären Gehabe, plötzlich in speziell bereitgehaltene Nischen testosteronschwan­gerer Seilschaften schlüpfen können. Es sich unverdrossen bequem machen dürfen, dort geduldig ausharren, bis man ihnen endlich im männlich dominierten Rund, ein gefahrloses Plätzchen als Quotentante offeriert. Hinterher feiert man solch stolze Pyrrhussiegerin dann auch noch euphorisch mit viel Ringelpiez und Anfassen in sämtlichen Medien.
Heute wie damals im Männern dominierten Feld, gibt doch ein weibliches Pflänzchen unbedingt etwas her…
– Dritter Satz: Was soll mir mit jener Erkenntnis vermittelt werden?
Weshalb eigentlich die Vermutung, dass sie vergessen wurden? Auf der anderen Seite, wer nicht mehr existent erscheint, kann überdies keine Anerkennung erheischen! Von wegen Kunstgeschichts­schreibung, der man die Schuld in die Schuhe schieben will, diese Klitterung ist mehr als primitiv!
Das Interesse für Kunst und die vielen zu erwartenden sehr wichtigen Nebensächlichkeiten für das spätere Leben, hat letztlich etwas mit Bildung zu tun und selbige Vorbereitung muss im Elternhaus beginnen! Jene Defizite mit absoluter Langzeitwirkung können auch Schulen nicht beseitigen. Denn dort wird Lexikonwissen vermittelt, wofür man jahrelang von vermeintlich leerenden Idioten, Dummköpfen und Sadisten mit Noten gequält wird.
Innerhalb dieser prägenden Zeit entwickeln sich aber permanent kulturlose Leutchen, die es geschickt fertig bekommen, immer angepasst den weiteren Lebensweg zu bestreiten. Nebenher auf dieser Tour, über kurz oder lang, auch noch irgendwelche Diplomen abgreifen und oftmals das angeknackste Selbstbewusstsein zusätzlich mit beliebigen Titeln kaschieren können…
Um dann dem Rest der Welt endlich den Beweis erbringen müssen, welch standhaft aussehende tragenden Säulen der Gesellschaft sie schließlich geworden sind. Oftmals sehe ich zwar äußerlich entzückend gestylte Figuren, die mit ihrer ewigen Dummheit aber belegen, dass sie innen vollkommen hohl daherkommen!
Jenen entstandene Bildungshorror, kann man im Nachhinein, als eins der großen Verdienste im 68er-Rausch bezeichnen…
Mich dressierten meine Großeltern, folglich gehörten weltweite Kunst und Literatur dazu, ohne irgendwelche Klassifizierungen hinsichtlich Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand…
Anders verhielt es sich bei ihrer Tochter! Da sollte ich immer mehr Wert auf jene Scheiße legen, die sie mir permanent autoritär einbläuen wollte, für sie war nur immer der sozialistische Realismus erwähnenswert, besonders der Frohsinn aus sowjetischen Gefilden! Dem ich mich sehr früh entzog, was natürlich mit laufenden Reglementierungen einher ging…
Muss dazu bemerken, dass ich in meinem Leben, Gott sei Dank, wesentlich mehr Zeit in Ausstel­lungen, Kirchen, Museen, Schlössern, Burgen, Friedhöfen u. a. Sehenswürdigkeiten verbrachte, als in Kneipen.
Was allein Gesamt-Berlin zu bieten hat, davon will ich gar nicht anfangen.
Fast alle der erwähnten Frauen sagten mir etwas, mir gingen allerdings oftmals die Interpretationen der zusätzlichen Erklärungen mächtig auf den Sack und es waren wieder Frauen, deren Körperspra­che unendlich nervten…
Setze hier noch einige Links, zu damaligen Ausstellungen und den Hinweis zu einer DVD von Gabi Kontor
Charlotte Salomon: Leben? oder Theater?
Elfriede Lohse-Wächtler “Ich allein weiß, wer ich bin”
Der Tag, an dem die Künstlerin Elfriede Lohse-Wächtler qualvoll starb

Fußnote:
Habe mir schon lange abgewöhnt, zu Eröffnungen von Ausstellungen, jene selbstdarstellerischen Pirouetten von irgendwelche Kulturfuzzis einzuziehen. Es ist einfach widerlich wie sie auf der Pisse von Kuratoren Kahn fahren.
In ihren wichtigen staatlichen Funktionen strei­chen sie ewig Gelder für Künstler jeglicher Art, wenn sie sich aber unter die kulturbeflissenen Un­tertanen mischen, fungieren sie als ekelhafte Verbalwixer und versuchen das Blaue vom Himmel über den Leuten auszuschütten und nebenher biegen sich die Balken, wenn sie darauf hinweisen, wie toll sie für kulturelle Belange eintreten. Letztes Jahr konnte ich, im verborgenen Museum, dem Gequatsche von Dr? Lederer (Berliner Oberkulturfuzzi, sein Parteispezi, Dr? Flierl ist kein Deut besser!) entfleuchen. Gehe nämlich immer lange vorher hin und schaue mir bereits alles an.
Lang ist es her, da besuchte ich während solcher Reden dann Helga Goetze, die im Hinterhaus wohnte und traf mich anschließend wieder mit meinen Bekannten…

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