Archiv für den Tag: 29. November 2010

Advent, Advent das Kränzchen brennt…

Am vergangenen Sonntag begingen viele „Kristen“ der „demokratischen“ Industrienationen den ersten verkaufsoffenen Sonntag dieser Saison. Wobei man „Hartzer“ eigentlich nicht als Konsumterroristen bezeichnen kann, für sie gibt es lediglich den kostenlosen Nebeneffekt des Durchwärmens in überheizten Kaufhäusern.
Etwas anders begingen Milliarden „Kristen-Menschen“ diesen Tag, wobei z.B. Afrikaner und Afrikanerinnen keine Konsumtempel aufsuchen müssen, um ihre leeren Bäuche zu wärmen. Diesen Vorteil verdanken sie aber lediglich den dort herrschenden Klimaverhältnissen…
Nebenbei folgt hier eine Agenturmeldung: „Am 1. Advent (28. November) eröffnet „(Trocknes)Brot für die Welt“(aber die Wurst bleibt hier!) – die Spendenaktion der evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland – seine 52. Aktion. Eine traditions- und erfahrungsreiche Aktion wird ein weiteres Jahr fortgesetzt und will unter dem Motto „Es ist genug für alle da“ zu neuem Denken anregen.
Was sich diese Scheinheiligen Löbauer Sachsen sich da wieder ausgedacht haben, wollen „zu neuem Denken anregen“! Dazu bedarf es aber nicht nur Verstand…
Auch mehr als jener Tipp, der fälschlich immer wieder Antonia Josepha Johanna Erzherzogin von Österreich in den Mund gelegt wird: “…wenn sie kein Brot mehr haben, sollen sie doch Kuchen essen!“ Dass Madame letztendlich, noch nicht mal mehr Backwaren verzehren konnte, verdankte sie später dem sauberen Schnitt eines Fallbeils…
Außerdem tragen Brotkrumen von gutmenschelnden Kirchgängern in keinster Weise zur Steigerung des hiesigen Bruttosozialproduktes bei. Dies wiederum schnellt in die Höhe, wenn statt Fresserein Waffen exportiert werden und da ist ein gewisser Nutzen nicht von der Hand zuweisen. Denn so manch braver Neger verträgt anschließend die bleihaltige Luft nicht.
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„Vicky“Leaks

Eigentlich wollte ich ja noch etwas fertig schreiben, als es gestern Abend wegen eines technischen Problems zur Unterbrechung kam. Befand mich gerade in der Genesungsphase von einer heftigen Pilsvergiftung – sagte deshalb sogar ein kleinbürgerliches Vorweihnachtshappening für den späten Nachmittag ab – als mich der Telefonanruf ereilte und versackte anschließend prompt, allerdings nicht wieder bis gegen halb sechs in der Frühe.
In den heutigen Morgennachrichten – Ohjehhhhhhhh – diese Schocks! Jede Menge Betroffenheit und alles nur wegen Veröffentlichungen von „Dokumenten“ bei Wikileak.
Frage mich, was diese gespielte Aufregung eigentlich soll?
Jeder Staat hält sich doch einen aufwendigen Spitzelbetrieb und die dortigen Schlapphüte müssen für ihre Knete schließlich auch etwas tun.
Gott noch mal, alles belanglose Sachen, allerdings korrekte Betrachtungsweisen, welche allerdings den riesigen Aufwand nicht rechtfertigen. Für diese „Erkenntnisse“ hätte letztlich der Einsatz eines „Spatzenflüsterer“ vollkommen genügt, denn seit Jahren tschilpen diese gefiederten Freunde es bereits von den Dächern.
Anders ist doch jener Aufwand der betrieben wird, wenn z. B. für abhörsichere Hochsicherheitstrakte in Luxusherbergen separate Abflussleitungen installiert werden, in denen man die dünnen und dicken Geschäften der Gäste auffängt und anschließend mit sehr teuren chemischen Analysen herauszufinden will, welche Medikamente sie einpicken, um dann entsprechende Krankheitsbilder zu erstellen.
Was ist beim Folgendem noch hinzuzufügen?
„Angela „Teflon“ Merkel“ genannt, weil viel an ihr abgleite. „Sie meidet das Risiko und ist selten kreativ“
Guida Schwesterwelle (FDP), er wird von den Amerikanern negativ beurteilt, als inkompetent, unbekannte Größe („Wild Card”) mit Geltungsdrang und „überschäumender Persönlichkeit”. (Ich halte ihn außerdem für respekt- und distanzlos.)
CSU-Chef Horst Seehofer halten die Amerikaner sogar für „unberechenbar – mit begrenztem Horizont, außenpolitisch weitgehend ahnungslos“. (Dies konnte man doch nicht besser auf den Punkt bringen!)
Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel wird in den Botschaftsberichten als „schräge Wahl“ bezeichnet. (Das finde ich sogar beschönigend.)
Über Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wird unter Berufung auf einen Informanten aus der FDP berichtet, er sei „neurotisch“ und ein „zorniger alter Mann“. (Der endlich gehen – oder besser gesagt – weg rollen sollte. Welchen griechischen Buchstaben sollte man denn für Herrn Schäuble verwenden, falls man ihn mit einer männlichen Teppichratte vergleichen würde, wie bei Putin geschehen…) Er sei aber ein enger Verbündeter im Kampf gegen den Terror.
– Über den früheren baden-württembergischen Ministerpräsidenten und jetzigen EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU): Bei dessen Berufung nach Brüssel sei es darum gegangen, „eine ungeliebte lahme Ente aus einer wichtigen CDU-Bastion zu entfernen.“ (Einfach Klasse!)
Gut weg kommt in den US-Dokumenten offenbar nur ein deutscher Politiker: Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU).