O Come All Ye Faithful

Im April 1985 prophezeiten Freunde, wenn ich nach Rotchina reisen sollte mit der Knete, die eigentlich für einen C64 vorgesehen war, würde ich den Anschluss an das Computerzeitalter verpassen.
Richtig!
Aus mir wurde ein PC-Blindfisch, deshalb kam zwei Wochen keine Verbindung mit dem Netz zustande und es war mir verhehlt, meinem Zynismus freien Lauf zu lassen.
Hier hänge ich mal einige Bilder aus der damaligen Zeit an.

Heute sind die Chinesen ganz anders drauf, setzen in der westeuropäischen „Vorweihnachtszeit“ sogar ein Fanal und fackeln in Schanghai den größten Christbaum aller Zeiten ab…
Nun schaue sich jeder dieses kleine, hässliche Monstrum in hundeverschissenen Charlottengrad an, (Die Russen könnten könnten doch mal den lokalpatriotischen Kleingeistern zeigen, wie man ein zünftiges „Jolka-Fest“ begeht!) scheinbar lässt sich dieses merkwürdige Teil demnächst in ein Osterei umfunktionieren, so als warnender Fingerzeig für hier lebende Muselmanen.
Ich wette um eine Flasche Gehacktes. Dieses kegelförmige Kuckucksei hat doch bestimmt „unser“ Stadtrat, der Genosse Marc Schulte gelegt. Oder handelt es sich bei dem gebleichten Jahresendgerümpel um eine Spende aus dem Hause des Herrn WALL, dem hiesigen „Stadtmöbelschnitzer“?

– Ehe es vergessen wird, letzten Sonntag feierten wir den 62-sten Geburtstag vom ewigen Thronhoffer aus UK.
Hussel hat den richtigen Riecher für solche Gelegenheiten…

PS. Etwa neun Stunden früher als „Scharlz“ zog man mich aus der warmen, aber recht engen Umgebung…

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Über ede

Vermutlich wurde ich anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Veröffentlichung vom „Kommunistischen Manifest“, am 21. Februar 1948, während einer sinnlos verbrachten Tanzpause angerührt. Deshalb stand mein weiterer Lebensweg auch unter einem sehr ungünstigen Sowjetstern, denn aus mir wurde noch nicht mal ansatzweise eine "sozialistische Persönlichkeit", sondern ein Pickel am Arsch jener klassenlosen Gesellschaft in der Zone. Später verweigerte man mir wegen politischer Unzuverlässigkeit sogar die Ausübung einer Tätigkeit als Diplomabschmeckers der Kläranlagen im südharzer Marktflecken Sangerhausen/Gonna. Nach über zweieinhalb Jahrzehnten (1975) ging mein langersehnter Traum endlich in Erfüllung, konnte schließlich hinter Mauer und Zaun den ersehnten westlich/dekadenten Lebenswandel führen. Machte irgendwann mein Neckermann-Abitur auf dem ZBW, stupidierte darauffolgend an der Freien Unität mehrere Silvester brotlose Politik und Historie. Ohne Magister, Diplom und Docktor-Titel schlug ich mich dann als Hausmann, nebenher jahrelang als pauschalierter Facility Manager durch den täglichen Unbill in Richtung Urne. Heute führe ich als politischer Beobachter, Staureporter, Kaffeesatzleser mit schrägen Eulenspiegeleien ein recht zufriedenes Leben und nach 24 Jahren Probezeit, lebe ich bereits fünf/sechs Jahren in einer staatlich sanktionierten Zweierbeziehung... (Wird nur so erwähnt, da ich öfters nach selbiger Konstellation ausgehorcht werde.) Seit mittlerweile 50 Jahren ist meine Lebensdevise folgende: „Lass dich nie aus der Ruhe bringen, denk an Götz von Berlichingen! Leck mich am* Arsch! Nur in seinem Zeichen, kannst du den Abend froh erreichen! Musste allerdings während meiner gesamten Karriere sehr oft feststellen, dass gerade dieser ureigenst verinnerlichte Leitspruch nicht überall die entsprechende Wertschätzung erfuhr... *Das ist politisch nicht ganz korrekt, denn bei Friedrich Johann von Göthe heißt es: „im“!

Ein Gedanke zu „O Come All Ye Faithful

  1. Micha

    Ich bezweifle, dass du mit dem C64 ins Netz gekommen wärst. Die zynischen Einwürfe waren wirklich recht spärlich gesät die letzte Zeit. Hoffe, dein Weib musste ersatzweise nicht zu fiel ertragen.
    Achso, herzlichen Glückwunsch nachträglich. Wegen Hussel – da fehlt das von Dieter verschriebene künstliches Kniegelenk aus Schoko. Könnte ich ganz gut gebrauchen inzwischen.

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