Mühsam ernährt sich die Eichkatze – der Traum vom kleinen Geld

Heute endlich mal wieder den kleinen, digital Müllcontainer geleert. Nun dazu einiges Geschreibsel.
…vor zweieinhalb Wochen verlieh ich einen Kuhfuß. Seit diesen Tagen ist eine kommunale Spardose mächtig deformiert. Mein Bekannter gabelte aber unter Zeugen, dass er sich solcher Schwerstarbeit nicht hingeben würde, was wir ihm abnahmen. Hinzu kommt, der Knabe besitzt wahrscheinlich auch zwei linke Hände mit zehn Daumen. Ob er früher auf dem Amt in der Lage war, unfallfrei den Bleistift anzuspitzen ist nicht überliefert…
Folglich musste jemand anders auf die Idee gekommen sein, der wollte bestimmt nächtens Pfandflaschen bei unserem „Feinkost-Reichelt“ verklickern, hatte aber vergessen, das der Laden  sonntags geschlossen ist. Schon mal hier, machte sich er sich forsch ans Werk…
Was muss solch Kleingeldeigentumsverlagerer geritten haben, um eine Karriere als Cent-Knacki zu beginnen. War scheinbar sein Gesellenstück – hat aber noch nie was von Kosten-Nutzen- Analyse gehört, oder wollte er für die nächsten Wochen nur einen warmen Arsch in der U-Haft? Dann bekommt alles einen höheren Sinn.
Die ganze Angelegenheit erinnerte mich wieder an den bewaffneten Überfall von Bummi und Det, in den Endsiebzigern, an der Dominicuststraße.
Letztendlich gingen beide auf das Angebot des Kassierers ein – besser einen Zentner Fünfmarkstücke – als gar nichts…
Wie kann man nur so bekloppt daherkommen? Der Traum von der Karibik – immer Sonne, geile Weiber und Gras bis zum Abwinken – platzte für Bummi bereits nach zwei Stunden. Det ging den Fahndern 14 Tage später ins Netz.
Es wäre es besser gewesen, auf den Zentner Knete ganz zu verzichten. Stattdessen hätte sie  nebenan im Reisebüro, noch ein paar Prospekte krallen sollen gegen die Langeweile in der U-Haft…



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