Klaus E. H. Zapf geht nicht mehr einkaufen

…und das ist auch gut so.

Leicht möglich, so mancher der ihm näher stand, wird es bestimmt anders sehen. Allerdings sollte man dazu keinen seiner Knechte befragen, besonders die der ersten Stunde.

De mortuis nil nisi bene – mit jener lateinischen Phrase habe ich mich nie angefreundet, allerdings habe ich Arschkeksen schon zu ihren Lebzeiten die entsprechende Meinung gegeigt, denn letztlich werden dem seligen Verschiedenen hinterher noch Sachen angehangen, die oft Lichtjahre von den eigentliche Tatsachen entfernt sind und nachträglich einem Heiligenschein entsprechen, allerdings den vom Wühltisch eines Schnäppchenmarktes…

Gott noch mal, wurde im Zusammenhang mit dem Scheffchen vom „Umzugskombinat“ geklittert, die BILD für Intellektuelle machte es besonders gut…

Für mich existieren Momente im Leben, da genügen wenige Augenblicke {Dies geschah zu Mauerzeiten, als mich Taxi-Yves in seine Dokorunde einführen wollte. Da hatte Ha-Hu gerade seinen „Badenschen Hof“ eröffnet und anfangs verkehrte in dem Laden ein recht merkwürdiges Klientel. Zwei Häuser weiter hockte nämlich die AL und die gaben sich in vielen Lebenslagen sehr busy. Als schärfste Kunden galten zu vorgerückter Stunde irgendwelche Softies, die in deren Räumlichkeiten Männergruppeen-Pow-wows abhielten – das war herb, wenn sie im Rudel anschließend noch auftauchten und ihre ganz wichtigen Problemchen an den Nachbartischen weiter „ausdiskutierten“. Ich hätte bannige Lust endlich mal Namen zu nennen, wer da alles versuchte mit seinen eingebrannten Macken im Kollektiv zu kokettieren. Bei genauer Betrachtung in ihrer Ganzheit (Was ihre Beziehungen und die späterer Entwicklung ihrer Bälger angeht.), sind aus den wenigsten damaligen Nervtöter tragenden Säulen der Gesellschaft geworden, allerdings mutierten viele zu Schwanzlutschern des Kapitals, haben sich aber trotzdem einen krankhaften Touch Linkslastigkeit bewahrt und nerven heute genauso weiter. Wenn es den Laden noch geben sollte, Fossilien jener Sorte könnte man heutzutage nur noch in größeren Ansammlungen im „Felsenkeller“ der Akazienstrasse bestaunen.} um jemanden dauerhaft in einer Schublade zu versenken, die eigentlich mehr einem Sarg entspricht. Denn wer so weit verschissen hat, der ist für mich dann nicht mehr unter den Lebenden und ich gehöre zu denen, die sich mit solcherart Toten absolut nicht mehr abgeben.

Will nun nichts weiter zu dem Typen ablassen, da ich ihn nicht auch noch aufwerten möchte.

Hoffentlich ist es jetzt endlich vorbei, dass mich irgendwelche Flachzangen ewig mit jenem unangenehmen Zeitgenossen verwechselten, waren sogar einheimische Erdlinge darunter, die mich auch noch mit Genosse anquatschten.

Beim Stöbern im WIKI-Reich gab es noch den Hinweis zu einem Dokfilm, wo sie darüber hinaus ähnlich gelagerte Emporkömmlinge ableuchteten, wie Ludwig Maximilian Stoffel, Rolf Eden, Hans Wall, Hasso Plattner. Wer zieht sich solchen Scheiß überhaupt ein?

Mir fällt noch eine Fußnote ein – sie betrifft einen anderen Doppelgänger von mir.

Eine Verwechselung irgendwelcher Dummdödel mit Klaus E. H. Zapf war immer nur möglich, wenn ich meine Larvenbehaarung als ungepflegte Gesichtsfotze trug oder anders ausgedrückt, den Bart offen trug, ansonsten sind es ja Zöpfe oder eingerollte Quasten…

Vor vielen Jahren meinte ein Kumpel, „Alter, du musst mal in die Kantgaragen, da flitzt dein Spiegelbild herum!“. Taxi-Dieter gab auch noch etwas Erläuterndes zu jenem Rasmus Boatus, dem er später sogar sein Leben zu verdanken hatte. (Er konnte eines Nachts mit seinem Gefährt nicht raus fahren, da ein leicht querstehender größer Karosse die Ausfahrt blockierte. Auf mehrfaches Hupen reagierte der Fahrer nicht, am geöffneten Fahrerfenster stützte sich ein anderer orientalisch aussehender Typ ab, der quatschte und amüsierte sich grinsend wegen der Huperei. Mein Spezi leierte sein Fenster runter und brüllte: „Sagt mal ihr Scheißkanaken, wollt ihr euch nicht endlich verpissen?“ Lachend kam der Mann zum Taxi, stach einmal zu und beide rasten nun aus der Tanke.

Herr D. aus S., lag anschließend tagelang im Koma, wurde wieder einigermaßen zusammengeflickt, besaß aber keine Krankenversicherung…)

Irgendwann machte ich mich mal dorthin auf, Meister Boatus reagierte feixend auf mich, gaben uns die Hand, schnackten ´ne Runde und er lud mich zu einer seiner nächsten Vorstellungen ein. Habe sie leider nie angenommen, zumal er bei einer Betriebsfeier der LBS zauberte und dies fand ganz in unserer Nähe statt. Witzigerweise fing es danach an, dass mich fremde Leute häufiger mit Rasmus Boatus anredeten, besonders wenn ich in Charlottenburger Kantstrasse herumgeistert.

Zwischen beiden Charakteren meiner Doppelgänger klafften Lichtjahre, der eine hatte in seinem irdisches Dasein etwas erlebt und verkörperte den Weltmenschen mit viel Durchblick.

K.E.H.Z. blieb mir immer als Denunziant und Dummschwätzer haften, wenn ich daran denke, dass er zu Bonner Umzugstagen mit einer riesigen Anzeige im TAGESSPITZEL zur Denunziation aufrief, damit niemand auf die Idee kommen sollte und innerhalb der Schattenwirtschaft ein paar Brösel vom ganz großen Kuchen aufzuklauben. Er selber ist ja auch übergangen worden und sah schließlich in die große Röhre.

In ihrer fetten Schwarte lassen Olaf Leitner u.a. ein Stück „West- Berlin. Westberlin. Berlin (West)“ mal wieder aufleben, nebst „Die Kultur – die Szene – die Politik“.

So mancher Nase, die dort zu Wort kamen, hätten weitere Erklärungen sehr gut zu Gesicht gestanden. Auf der anderen Seite waren manche der erwähnte Kotzpillen, (Die total vergessen haben wo sie herkamen und wie sie plötzlich nur hier, wie Phönixe aus der Gosse aufsteigen konnten.) das Salz im täglichen kranken Einerlei jener untergegangenen Coca-Cola-Sektoren

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