ARTE spürt den Friedensbewegungen und Friedensbewegten mit Spielfilmen, Dokumentationen und viel Musik nach.

Die ARTANER kündigen jene „Antikriegschmonzette“ wie folgt an:
1965, die USA führen Krieg gegen Vietnam. Zu diesem Zeitpunkt wird immer mehr Soldaten klar, dass sie den Krieg nicht gewinnen können, und die Stimmung sinkt auf den Tiefpunkt. Der Discjockey Adrian Cronauer will der schlechten Laune mit einer Radio-Show entgegensteuern…
Bereits der erste Satz ist eine unverzeihliche Klitterung, niemandem war wenige Monate nach der Provokation im Golf von Tonkin klar, dass die Amis den Krieg letztlich verwinnen würden. Soll das etwa heißen, nur weil ein etwas durchgeknallter DJ, sich etwas auf seine Art echauffieren durfte, der Krieg letztendlich noch die folgenden 10 Jahre andauerte?
(Erinnert mich ganz entfernt an die Aussage eines Lehrers, in fast identischer Zeit, der da meinte, nur weil er so ein guter Soldat war, kam es nicht schon am 7. Mai 1945 zur bedingungslosen Kapitulation, sondern erst am folgenden Tag. Jener Pädagoche hatte damals sehr viel Glück, dieser Spruch führte lediglich zu einer mehrjährigen Bewährungszeit in der Produktion…)

Weiter geht es im Klappentext von ARTE: …Er unterrichtet einen Englischkurs und schließt Freundschaft mit dem Bruder des Mädchens, Tuan, da es die vietnamesische Sitte Frauen untersagt, mit fremden Männern in Kontakt zu treten.
Was heißt hier Sitte und deshalb Kontaktverbot? In der Regel sind auch heute noch sehr viele Eingeborenen im fernen Osten eingefleischte Rassisten, nicht nur den Langnasen gegenüber. Dies kann jeder selbst ausprobieren, er muss dazu lediglich einen Chinesen als Vietnamesen bezeichnen…

Mir fiel noch etwas ein, als vor fast 40 Jahren, in den Endsiebzigern/Mittachtzigern, fast zeitgleich mehrere Ami-Filme aus dem Genre „Bewältigen der Vietnam-Traumata“ – oder wie sage ich es heute meinen Kindern – heraus kamen, wurden viele mit den damaligen Highlights der amerikanischen Hitparaden überfrachtet. In dem Zusammenhang sprach irgendein Eksperte sofort vom ersten Rock´n Roll-Krieg Indochinas – Oh Yeah!
Und dazu preiswerter Dope, alles was Herz und graue Zellen begehrten…
Man munkelt ja, in jenen schönen Zeiten erfanden die uniformierten Haschdeppen: The best smoke tricks: How to blow a good Shotgun

 – Hawe wejen det Janze mal etwas bei WIKI jestöbat – icke weeß nich so recht…
Beginne mal mit Vietnam und der viele Jahrzehnte grausam unterdrückten Bevölkerung, fortlaufend geschehen mit Hilfe von ganz unterschiedlichen demokratischen Militärmaschinerien, die allesamt ihre Freiheit an den Ufern des Mekong´ verteidigen mussten…
Eigentlich waren DIE Franzosen ja Kameradenschweine, weil sie DEN kriegsgeilen Strategen aus Amiland nicht steckten, weshalb sich Điện Biên Phủ doch etwas anders gestaltete, als der länger zurückliegende Spaziergang zur Bastille und die US Navy deshalb auf das getürkte Geplänkel in der Bucht von Tonkin hätten verzichten sollen. Infolgedessen, bis 1975, über 2 Millionen Einheimische, aber gerade mal rund 60 000 GI´s mehr oder weniger fremdbestimmt, ihr Leben zurückgaben, jene Statistik betrifft aber lediglich die Zeit von 1965-75!

Abschließend noch etwas über Adrian Cronauer
A.C. konnte ich niemals irgendwo lauschen, außerdem fand ich den Film nicht ganz so berauschend. Wer meint, der Typ war eine Ausnahmeerscheinung, stimmt nicht, muss hier unbedingt an Wolfman Jack erinnern! In dem Artikel steht, dass seine Show erst in den 1970ern auf AFN lief, stimmt nicht. Wesentlich früher ging es beim Frankfurter Sender los, mit allen seinen atmosphärischen Störungen – wenn ich mich richtig erinnere kurz nach 23 Uhr MEZ…
Seine Art wurde dann von Radio Caroline noch komplettiert, allerdings war anfangs in der kalten Heimat, östlich des Kyffhäusergebirges, nur kurz vor Mitternacht herum bis gegen 3 Uhr morgens einigermaßen Empfang möglich. Ab September 1964 wurde der Empfang etwas besser, denn da befand ich mich in Warnemünde.

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