Der Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes und Flüchtlingskoordinator der Bundeskanzlerin und…

Nebenbei scheint er in den Augen von Massen hiesiger Eingeborenen auch noch den Posten eines gehandikapten Komikers übernommen zuhaben.
Dabei fällt mir ein, weshalb wurde in heutigen Staatsformen eigentlich schon lange auf den Posten eines Hofnarren verzichtet? Ich meine, es gäbe sicher einige Aspiranten auch auf UNSERER Regierungsebene – stimmt nicht! Denn selbige Entertainer waren bekanntlich mit einer Schläue und einem tiefgründigen Durchblick behaftet, da konnte es den Zuhörern schwindelig werden. Hinzu kam, ihre Ansichten und Pointen waren gradlinig, auch reihten sich die seitlichen Hiebe darin korrekt ein. Deshalb waren sogar deren langanhaltenden Verbalattacken immer nachvollziehbar. Jene Fabulierkunst beherrscht kein heutiger Politiker mehr, zumal sie mit Hilfe ihrer effektheischenden Geltungssucht und dem dazugehörigen krankhaften Harmoniebedürfnis, sich ewig verzetteln. Die geschieht zwar mit einer ausgebufften politischen Korrektheit, geht in der Regel aber trotzdem voll in die Hose, weil sie ohne Visionen, plappernd ausgelatschte Pfade entlang stolzieren, dabei allerdings permanent ihre anfangs vorgegebenen Richtungen ändern. Schon mal registriert, dass sich Politstare und Starinnen in einem Schachtelsatz intellektueller Prägung, gleich mehrfach widersprechen. Gegenwärtig kann doch z.B. ein Hardcorestotterer überhaupt keine Verständnisfrage mehr stellen.Wenn er unter vielen Schwierigkeiten sein Anliegen endlich formuliert hat, muss solch armes Schwein doch plötzlich feststellen, dass sich das Fähnchen bereits wieder gedreht hat und dann schon wieder ganz andere Probleme anstehen. Dem Volk geht es aber ähnlich – früher war alles besser und wesentlich einfacher, da kreischten irgendwann die dröge Masse: „Führer befiehl, wir folgen!“ und schon gings rein ins Vergnügen, meine natürlich ins Verderben!
Es ist doch auch für den dümmsten Prekariataner legitim, zu wissen weshalb er täglich auf der Matte stehen soll und wie die demokratisch gewählten Volksvertreter seine sauer verdienten Steuergroschen verbraten wollen…
Nun fand ich im gestrigen TAGESSPITZEL nach langer Zeit mal wieder einen recht brauchbaren Artikel. Allerdings gehört da mein Senf zu.
Prof. Dr. (Bin seit Jahren sehr misstrauisch! Ist das Kürzel denn mit rechten Dingen verliehen worden?) Werner J. Patzelt war also zwei Monate lang Perugia gucken gegangen und hat noch einige andere Sachen in dem Zusammenhang angestellt. Was mir nicht in die Birne gehen will, ist sein letzter Satz und die darin enthaltende Feststellung mit dem politischen Anstand usw. – wo, wie und wann hat es denn, auch nur annähernd, etwas ähnliches in Bundesgermanien mal gegeben? Liegt sicher alles im Sinne des Betrachters…
Außer Spesen nüscht gewesen! Stimmt wieder nicht! Statt der Umsetzung von Junckers 16-Punkteplanes, wurde die Geburt eines neuen Punktes überall medienträchtig gefeiert. Was er, ähnlich der 16 Geschwister beinhalte, wurde üblicherweise nirgends abgehandelt. Der zusätzliche Top ist bestimmt so geheim, dass auch in Brüssel niemand dahinter stieg, um was es da eigentlich ging. War mir schon klar, wenn es bereits 16 Totgeburten gab, kann man den Nachkömmling getrost als Statistik oder allesamt auch unter Ulk verbuchen…
Aber welch herrlicher Stern ging gestern noch über dem hundeverschissenen Bundeshauptdorf auf?
Die FAZ bemerkte es und titelte prompt, allerdings sehr banal: Altmaier: Brüsseler Flüchtlingstreffen «wichtiger Schritt»
Hatten denn die Boten aus dem Hause des Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes und Flüchtlingskoordinator der Bundeskanzlerin usw., nicht die Gesamtheit der holden Worte ihres Scheffchens im Universum verkündet?
Wie ich gut unterrichteten Kreisen erfuhr, lautete der bedeutsame Satz von Peter „Neil“ Altmaier: That’s one small step for a man, one giant leap for refugees!

Als ich vorhin den Artikel suchte und Bilder vom Fluchhafen Tempelhof, fand ich bei SIEGELonline den folgenden Artikel: Umweltminister Altmaier: „Ich gehe seit 54 Jahren allein durchs Leben“ Wie soll ein Einzelgänger soviel Phantasie für tausende von Flüchtlingen aufbringen? Jemand, für den eigentlich als Unterkunft eine etwas größere Besenkammer genügt…
(Das man darin auch noch lustvolle Erlebnisse haben kann, belegte vor Jahren das BOBBELE. Der anschließend mit der Legende hausieren ging, das ihm Angela E.! dort lediglich einen geschnattert hatte – da ward jenes Produkt einer sinnlos verbrachten Tanzpause bereits geboren und dieses arme Kind sieht ihm wie aus dem Gesicht geschnitten aus…)

Irgendwo existiert im TAGESSPIEGEL eine Rubrik: Aktuelle Berlin-Videos…Top Videos, dort tritt sogar eine total veränderte Uschi v. d. Leyen auf. Respektlos ist diese Zeitung auf die Reklame-Knete geil, vorher laufen hippe Werbeclips, dann folgt die traurige Flüchtlingsproblematik.
Beim Vijo fiel mir eine Begebenheit ein, die mehrere Jahre zurückliegt. Ich besuchte damals das KZ Dachau, dort hatten sie einen Barackenteil entsprechend wieder hergerichtet u.a. einen Trakt, wo Häftlinge zum Pennen eingepfercht wurden, mit mehretagischen Liegeebenen neu möbliert.
O-Ton einer sehr lustigen Schülergruppe ohne Leerkörper, zur neugestalteten Inneneinrichtung – „So schlecht haben die es doch gar nicht gehabt“, „oh, das sieht ja aus wie von IKEA…“

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