Und abermals durften WIR eine Sternstunde der „Demokratie“ erleben

Nun ist wiederholt ein Kind in den Brunnen gefallen und ALLE sind schockiert, außer dem Trumpeltier aus Amiland. Er hat mit seinem charakteristisch Demokratieverständnis prompt Sultan Recep Tayyip Erdoğan zu dessen triumphalen Erfolg beglückwünscht…
Will mal festhalten, jenes Nest, in das der neue Potentat vom Bosporus sein Kuckucksei legen durfte – aus dem noch viel Blut fließen wird – ist der jahrzehntelangen westeuropäischen Appeasement-Politik zu verdanken.
Von der unsäglichen Schacherei blieben mir lediglich die dafür verwendeten politisch korrekten Worthülsen haften. Denn niemals wurde ein ernsthafter Versuch gestartet, die Türkei in die Europäische Gemeinschaft aufzunehmen, da sie in Wirklichkeit niemand haben wollte. Es bestand lediglich ein militärpolitisches Interesse der NATO, besonders forciert von amerikanischen Kreisen, jenes Land weiterhin als Puffer und Speerspitze gegen die sich ausbreitende Islamisierung zu benutzen, ebenso ist die unmittelbare strategische Nähe zu Russland nicht von der Hand zuweisen…
Bezeichnend ist weiterhin die Tatsache, dass gerade in Deutschland lebende Osmanen*Innen Erdoğans fatalen Trip mit einer nachhaltigen Befürwortung guthießen und dies besonders im größten Sozi-Musterland NRW. Nun werden Myriaden von Eksperten und Verbalwixer exzessiv Ursachenforschung betreiben, sich vollkommen witzlos echauffieren und übereinander herfallen. Wobei viele dieser Komiker währenddessen wieder mehr Wert auf paranoide Selbstinszenierungen legen werden, statt endlich mal mit sich selbst ins Gericht zu gehen und ganz nebenbei ihre oftmals würdelosen Anteile an den vorherrschenden gesellschaftlichen Zuständen auszuleuchten.
Jetzt habe ich mich aber vergaloppeirt!
Denn solch in sich gehen setzt die Verinnerlichung von bürgerlichen Sekundärtugenden voraus, die dann zwangsläufig mit menschlicher Größe einhergeht. Allerdings sind gewisse Charakterzüge in der Politik nur hinderlich. Jene entscheidenden Defizite werden immer nur mit netten (nett ist nicht nur für mich die kleine Schwester von Scheiße!) end- und hemmungslosen Warmluftplaudereien kompensiert, die zwingend bis zum Kotzen politisch korrekt sein müssen!
Und der Pöbel ist begeistert!
Kurz schnappte ich noch auf, dass ausgerechnet die vielen fremdländischen Untertanen von Genossin Kraft massenhaft Erdoğan Effendi zu Kreuze gekrochen sind. Wird wohl die kommenden Tage noch zu mächtigen Irritation führen, für mich allerdings nicht. Dies liegt aber an meinen Kontakten zu dieser Bevölkerungsgruppe.
Ob die selbstgerechte Tante überhaupt verinnerlicht hat, dass mittlerweile noch nicht mal der dritte Jahrgang – darunter bereits zwei Generationen, geprägt von zweifelhafter westeuropäischer Gemischtwarensozialisation – deren gutmenschelndes Stigma bis heute der Migrationshintergrund ist – mehrheitlich hier nie angekommen sind? Was sich auch in den nächsten Jahrzehnten nicht ändern wird, wegen der schon total gefestigten Umstände. Das Gefühl, in UNSERER Gesellschaft nicht vollständig integriert zu sein, betrifft weniger das Verhältnis innerhalb der breiten Masse, da haben sich beide Seiten permanent irgendwie durchgewurstelt. Das eigentliche Problem ist doch, dass solche Gruppierungen lediglich als Lohngesindel fürs Kapital interessant sind oder als neuerliches Stimmvieh für die großen demokraturischen Parteien…
Eine Form von staatsbürgerlicher Zerrissenheit vieler Muselmanen*Innen kann jeder etwas aufgeschlossene und interessierte Zeitgenosse erleben. Vor vierzig Jahren kam oft während bestimmter Diskussionen der Einwurf: „Nix verstehen, muss kommt“, auch von Leuten die sehr gut Deutsch sprachen.
Bei jüngeren Türken verhält es sich nun etwas anders, „was soll es, ich bin schließlich auch Deutscher!“ Allerdings habe ich es schon öfters erleben können, nehmen normale Gespräche plötzlich eine Wendung, ist abrupt die Türkei Heimat! Darunter waren auch studierte und arrivierte Halbtürken mit über dreißig Jahren auf ihrem Buckel, seit Jahrzehnten bereits bundesdeutsche Passgermanen, die sich mit ihrem zweiten Reisepass oftmals am Bosporus nie wohlfühlten, weil sie dort als Deutschlinge durchgingen.
Alles praktisch auf der Ebene von Trotz-Ossis, die heute noch oftmals länger im Sozialismus leben durften und nun nach fast 30 Jahren das ehemalige Schlaraffenland immer wieder anhimmeln

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