Deutschlandradio „Kultur“ – Politisches Feuilleton | Beitrag vom 18.04.2017

Nicht nur ich registriere bereits länger, dass sich Deutschlandradio Kultur langsam zu einer x-beliebigen Dudelfunkstation entwickelt, nicht nur die teilweise hirnrissigen Jingles werden gefühlt unerträglich in die Länge gezogen, sondern auch viele Standartbeiträge immer seichter. Nur die nächtliche Tonart ist für meine Begriffe seinem Niveau treu geblieben. Gut, manchmal ist bei den Moderatoren auch mal ein Schnacker darunter der sich gerne reden hört, ansonsten ist schon alles OK. Nicht ganz, was zu den vollen Stunden unter der Rubrik Nachrichten angeboten wird, ist nur noch tauglich für zwischenzeitliche Rauch- oder Pinkelpausen.
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Patriotismus – Muss Nationalismus immer eine Gefahr sein?
Was mir gleich anfangs auffiel, weshalb darf ausgerechnet zu jenem brisanten Thema wieder ein Ami mit seinem erigierten Zeigefinger wedeln? Momentan könnte MPF doch wirklich mehr vor der eigenen Haustür kehren.
Irgendwann zitiert er: Und es waren Deutsche wie der Philosoph Jürgen Habermas, die uns das Ideal des Verfassungspatriotismus gegeben haben.
Als Rucksackbundesgermane mit Zonenmigrationshintergrund währen mir die Ausführungen von Habermas wesentlich lieber gewesen.
Trotzdem könnte man des Professors Feuilletons einiges abgewinnen, ungeachtet seiner gestelzten Wortwahl und dem fehlenden Wissen zwischen den Zeilen, was er von seinen Hörern und Lesern voraussetzt und viele von ihnen sicher abgeschreckt haben wird – eigentlich mehr als schade!
Frage mich deshalb, hat der Mann in seinem Elfenbeinturm, weit weg, auf der anderen Seite von großen Teich, halbherzig seinen Text verzapft, nur weil es ein hiesiger Redakteur es schick fand, mal wieder etwas von ihm über den Sender laufen zulassen? Er deshalb mit narzisstischem Touch dankend jenen Wunsch nachkam und vielleicht sogar den Text von jemand anderem verfassen ließ. In der heutigen Zeit solch elitäres Machwerk abzuliefern, finde ich mehr als verwerflich, weil die breiten Massen sich nachhaltig immer mehr von jeglicher Art noch so minimalem Politverständnis angewidert abwenden und deshalb global gesehen, die Nichtwähler dafür verantwortlich zeichnen, dass überall auf unserer Erdenscheibe sonderbar/gefährliche ProbierPolitKomiker – allesamt demokratisch legitimiert – sich auf ihren parlamentarischen Spielwiesen austoben dürfen.
So hatte jeder etwas von besagtem POLITISCHEN FEUILLETON, der Herr Professor konnte seiner Eitelkeit frönen, der Redakteur ist voll zufrieden, kann er doch auf seinen intellektuellen Pausenfüller verweisen; große Teile des sowieso desinteressiert zuhörenden Volkes nutzte die Gunst der wenigen Minuten und konnte auf einen anderen Sender umschalten und mir reichte es…
Nebenbei bemerkt, hier noch die Erklärung für: ius Soli oder ius Sanguinis

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