alles was recht ist – Die Bewegung 2.Juni / Die vergessen Freiheit

Beim Einsortieren meiner tausenden von Büchern kam mir gestern so, was für eine Masse an Wäldern weltweit dran glauben mussten, seit Johannes Gensfleisch das gedruckte Wort für die Meute salonfähig machte. Es wurde ja mal als Fortschritt verkauft, dabei hat Lesen fast nichts mit Bildung zu tun. Jederzeit sitzen trotzdem viele diesem Trugschluss auf. Wenn ich mich reflektiere, hat mir dieses Lexikonwissen nicht das gebracht, was die Köppe (diese Jaköbbe) der Gesellschaft auf beiden Seiten des Zauns von mir erwartet haben. Zu einer Zeit, als meine Schulkameraden die „Mosaikhefte“ als außerschulische Literatur verstanden, begann ich mit neun Jahren „Tolstoi“ zu verschlingen. „Mosas“ durfte ich laut eines Ukas´ von „Mutti“ nicht lesen, für sie waren diese „Schmöker“ nur eine weich gespülte Variante der „Schmutz- und Schundliteratur“ aus dem Westen.
Schließlich sollte ich auf eine Kadettenanstalt und später als Pilot bei der Volksarmee mein Leben fristen.
Eigentlich hat diese kranke Funktionärstucke, mit ihren ewigen Stubenarrest, den wahren Grundstein für mein weiteres Leben gelegt. In Folge dessen begann ich sehr früh, die erworbene Theorie in die Praxis umzusetzen und wählte dadurch einen sehr eigenständigen Weg. Ohne eine permanente Gefallsucht auszuleben und während meiner weiteren Entwicklung war ich auch nicht bereit, sogenannten „Autoritäten“ verbal die Schwänze zu lutschen…

Was bleibt nun an Erkenntnis beim ausgiebigen Sortieren übrig? Abgesehen von den Klassikern aus allen Herren- und Damenländern, ist viel Schrott dabei, den ich demnächst verscherbeln werde. Dieses teilweise sinnlose Zeug, was Wrickler mit Diplomen und Titeln selbstverliebt aufs Papier ejakulierten, dass sie, wenn es dem Zeitgeist nicht mehr entsprach, einfach „auf den neusten Stand“ brachten – frei nach der Devise eines Chamäleons, besser gesagt, der eines Renegaten: „Nur wer sich ändert, bleibt sich treu“. Mir fällt momentan nicht ein, von welcher Flachzange diese hilfreichen Worte, für den Rest der Tage stammen. – Es fiel mir heute ein. Sie stammen von Wölfchen B., der als Halbstarker und glühender Jungkommunist, von Hamburg in die Zone „emigrierte“. Später als Schatten von Havemann (Der hat früher auch einen Scheiß zur Zementierung des Ulbrichtrregimes abgelassen. Ich erinnere mich noch an sein Vorwort für den Wälzer: „Weltall, Erde, Mensch“, zu meiner Jugendweihe) fungierte, schließlich zum Hofsänger der CSU mutierte. Hat seine Berechtigung, so kann man wenigstens durch alle Systeme schlittern, ohne auf die Fresse zufallen…

Nun zu den beiden Büchern
1. Die Bewegung 2. Juni

Nebenbei erinnert sie mich auf dem Bild immer an Kojak in jungen Jahren und Pipi Langstrumpf

ISBN:3-89408-052-3

Noch eine Fußnote zum Freund und Helfer, dem Genossen Kurras.
Wieso läuft dieser Schmierpiß eigentlich noch frei herum und gibt der Springerpresse freimütig Interviews? Er scheint ein Haufen Leute in der Hand zu haben, die ihn damals deckten, oder?
Gut, dass er an vorderster Front „Aufklärer“ spielte, geht mir eiskalt an meinen Sitzwangen vorbei. Da war die andere Seite nicht viel besser, allerdings nicht so perfekt.
Im Nachhinein stellte sich aber heraus, der Staatsdiener scheint ja dieses junge, unbedarfte Landei mit Lustgewinn regelrecht hingerichtet zu haben. Ob sein Drang, sich kleinen Mädchen hingezogen zu fühlen, wirklich nur einmal passierte?
Fragen, worauf scheinbar niemand geil auf eine Antwort ist. Mir ist sein heutiger Lebenswandel relativ Schnuppe, aber für diesen Mord gehört er in den Knast, auch wenn sie dabei Paragraphen verbiegen und letztendlich nur ein kleiner Totschlag bei herauskommt, weil jemand frühkindliche Traumata aufs Trapez bring.
Eigentlich müsste man ja die Geschichte umpfriemen, da die Schüsse scheinbar von einem Agent Provocateur der Stasi abgegeben wurden, der vielleicht zu diesem Einsatz, aus der Normannestrasse, mündlich ermutigt wurde. Das hieße, die gesamte „Bewgung 2. Juni“ hätte es unter anderen Umständen gar nicht gegeben. Nun aber aus neuer Sicht, doch ihre Berechtigung erfuhr. Worauf ich hinaus will, man müsste ja dann, den Bär, Ronnie und wie sie alle hießen – rehabilitieren und sie dürften für ihre 15 Totensonntage Haftentschädigung beantragen…

PS. Jeder weiß ja, das Leben ist ungerecht. Mitglieder von kriminellen Vereinigungen in Nadelstreifen, können es sich erlauben, ganze Besatzungen von Gerichten permanent wegen Befangenheit abzulehnen… dürfen allerdings später auch keine Haftentschädigung beantragen – weil sie nicht eingebuchtet werden

2. Die vergessen Freiheit

ISBN 3-8305-0355-5

Siehe Zitat
Nichts hat sich seit Weimar geändert.
Deshalb hat ´67, die rote Partei (Heute sind die kleinen Mehrheitsbeschaffer aller Couleur noch schlimmer!) der ewigen Kompromisse, auf der einen Seite diesen persischen Despoten hofiert, auf der anderen überreagiert. Ein Jahr später, haben sie in der ersten „Großen Koalition“, mit den Notstandsgesetzen noch eins drauf gegeben.

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