Drei Medienschnipsel vom heutige Tag

Beginne mit dem Revolverblatt aus der Kochstraße, fand dort ein kurzes Interview mit Malergroßmeister Baselitz zu seinem 81sten Geburtstag.
Ein Mann großer Worte schien er nie zu sein, jene Geisteshaltung kommt mir sehr zupass, hege deshalb schon immer große Zuneigung den Zeitgenossen gegenüber, die man an ihren Taten messen kann, zumal sie sich auch noch individualistisch präsentieren.
Plebsen genügt ja ihr Unverständnis gegenüber der Überzeugung, dass Baselitz seine Werke nicht anständig aufbaumelt, sie stattdessen dauernd in Richtung der Schwerkraft platziert.
Da ewig mit Hilfe von blassen Metaphern politisch korrekt masturbiert wird, setze ich eine gegen, was die permanenten Kopflastigkeit seiner Bilder betrifft, zumal Schorsch massenhaft Porträts schuf.
Möglicherweise handelt es sich ja um einen im Unterbewusstsein geborenen Wink mit dem Zaunpfahl.
Leute!
Macht öfters mal einen Kopfstand, damit eure Gehirnmasse wieder an die eigentlich vorgesehene Stelle flutscht!!
Anschließend vielleicht mal darüber Nachzudenken – hierfür benötigen Mmann*Frau usw. nämlich einen recht gut funktionierender Verstand – dass es wichtigere Dinge im Leben gibt, als den täglich zu bewältigender Unbill nur mit nachhaltiger Schwanz- und Votzenfixierung anzugehen!
Um Himmels willen, es soll aber niemand glauben, es handelt sich bei mir um einen Moralisten in diese Richtung! Weit gefehlt, hatte doch vor einigen Wochen jemand aus meiner kalten Heimat richtig erkannt, dass ich auch kein Kind von Traurigkeit war…
BZ-Kohls Fragen laufen nach Schema F ab und das Geburtstagskind macht etwas daraus. Am besten gefiel mir der I-Punkt, nach seinem doch recht erfolgreichen Leben – Dass wir in einer Demokratie leben, muss man erstmal beweisen. Ich spüre davon nichts. Ich denke, wir leben in einer zunehmenden Autokratie. Die Regierenden sind die Autokraten.
Im TAGESSPITZEL, wenn ich mich richtig erinnere, ging es mehre Seiten um dieses erbärmliche GroKo-Gewurstel, wobei es eine schmale ganzseitige Kommentarleiste gab, auf der sich mehre Leute vergnügen durften. Alles Lala, außer den drei Sätzen von Tina Hassel: „Bei jeder Verhandlung behält man sich Asse im Ärmel, um nachzulegen. Wenn Merkel und Seehofer Profis sind, haben sie dafür vorgesorgt. Sie wollen ja regieren.“
Bin kein Freund des Begriffes: Lügenpresse! Selbige Formulierung wird zur Charakterisierung der vielfachen Mediengülle, die teilweise seit Jahrzehnten produziert wird, nämlich nicht gerecht! Weil sie lediglich auf populistischen Ebenen von Flachzangen angesiedelt ist.
Richtiggehend düster wird es erst, wenn Medienvertreter, die an Unitäten viele Silvester stupidiert haben, anschließend einschlägig verklausulierten Gefälligkeitsjournalismus unters Volk bringen, sehr zum Gefallen der gerade Herrschenden…
Entsprechend interpretiere ich Tante Hassels Aussage, weil sie vielleicht lange zurückliegenden Erlebnisse aus dem Elternhaus da mit einbindet.
Meine Erfahrungen mit solch hinterlistiger Geschäftemacherei laufen zweispurig.
Auf der einen Seite wurde mir von den Großeltern beigebracht, dass man einen fairen Handel per Handschlag besiegelt.
Anders beobachtete ich es bei dem Kommunisten- und Stasipack, welches ihre Tochter oft anschleppte, da wurde beschissen auf Deibel komm raus!
Ohne Frage, Politiker halte ich auch für Profis, was Unredlichkeit angeht, wenn sie regieren wollen, da sie ja irgendwann nichts anderes mehr können.
Moralische Vorbehalte scheinen Tina Hassel in keinster Weise zu belasten, dann wird auch alles mit einem fehlenden Unrechtsbewusstsein einhergehen, solche aussagekräftigen Journalisten*Innen uws. brauchen die Republik ganz dringend!

Ähnlich sind auch die Meinungsmacher von GMX drauf.
Weshalb musste bei jener Geschichte unbedingt eine Eilmeldung herhalten, sicher wegen der Werbequoten. Mittlerweile schleichen sich bei solchen Perforierungsattacken doch längst Gewöhnungseffekte ein. Außerdem spielt es bei solchen „Neuigkeiten“ auch immer weniger eine Rolle, ob der Täter vordergründig einen Migrationshintergrund hat…
Am Eilmeldungsaufmacher hingen sehr kurzfristig drei Kommentare dran, zwei gingen ungefähr so:
– Wieder kein Vorname genannte, dies ist in der heutigen Zeit sehr verdächtig…
– War sicher ein Ungläubiger…
Im selben Moment rackerte der digitale Zensurradiergummi
Eigentlich verdienen solcherart nichtssagende Panikmeldungen endlich einen Medienpreis, vielleicht den kleinen güldenen Scheißhaufen, mit Feigenblattlaub am Bande?

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