Monsieur le Président und Frau Kanzler köchelten ein Menü für rechte Gourmands

Es hieß doch mal, dass viele Köche den Brei versauen, allerdings kommt es auf die entsprechende Sichtweise an!
Die einen können gar nicht so viel fressen, wie sie gerne kotzen würden und unsereins will von den angerichteten Fressalien noch nicht mal kosten.
Mit einem Aperitif begann ihr gemeinsamer Alleingang, den sie einen neuen Freundschaftsvertrag zwischen Deutschland und Frankreich nennen. Der ähnlich des Élysée-Vertrages von vor 56 Jahren, lediglich einem Füllhorn für´s Kapital gleicht.
Also gab es bis letzte Woche keine Freundschaft zwischen den beiden ehemaligen Erzfeinden. Scheinbar ging es den beiden damaligen Politmumien nur darum, sich ins rechte Licht zu rücken. De Gaulle, weil er den zweiten Weltkrieg immer auf sicherer Entfernung erleben durfte. Hinzu kam noch, dass die britisch-französische Garantieerklärung, welche die Unabhängigkeit Polens zum Gegenstand hatte, nach dem Einmarsch der Deutschen Wehrmacht, noch nicht mal das Papier Wert war, auf dem jene Bekundung besiegelt ward.
Gleichfalls wollte der Alte aus Röhndorf es auch noch mal wissen, da fehlte jenem Glückspilz nur noch die eigene Stimme zu seiner Kanzlerschaft…
Recht merkwürdig gestaltete sich auch die Konferenz von Jalta, in deren Folge Frankreichs durch die drei Alliierten den Status der zukünftigen vierten Besatzungsmacht in Deutschland erhielt. Parallel dazu, unterzeichnete de Gaulle einen auf 20 Jahre abgeschlossenen Hilfs- und Freundschaftsvertrag mit der Sowjetunion. In den 1960ern entfernte sich Frankreich immer mehr von den angloamerikanischen Maßgaben. Die sogar wir im Osten ausbaden mussten, (Frankreich schenkte den Russen ihre Farbfernsehnorm, das SECAM-System und WIR konnten deshalb Westfernsehen nur in schwarz/weiß genießen.)

DIE Franzosen scherten immer wieder aus dem Westverbund aus, auch zu unser aller Nachteil. Ich erinnere nur daran, dass es zu Zeiten der französischen Kernwaffentests in Algerien, kurzfristig mehr Fallout in Mitteleuropa gab, als nach Tschernobyl.
Witzig war eine der letzten großen Aktionen von Staatspräsident de Gaulle. Als er 1966 von den USA verlangte, die französischen Dollarreserven in Gold umzutauschen und das Gold nach Frankreich zu liefern, damit hatte sich die Währungsordnung von Bretton Woods vollständig erledigt, allerdings kränkelte diese bereits von Anfang an…
Zur Zeit muss Macron sich auch gegen ein Haufen selbstverschuldeten Unbill stemmen, was nicht nur die Aktionen der Gelbwesten betreffen. Bin mir aber sicher, sein Kuschelkurs mit Änschie wird hat nichts damit zu tun, weil er auf ältere Semester abfährt.
Witzig finde ich die Tatsache, dass die Medien ihre Zusammenkunft wieder ungemein hypen, dabei den Jahrtausend alten Staub von Karl dem Großen mit heranziehen, in dessen imaginären Schatten sie prompt auch noch ein Sonnenbad nahmen.
Als Vorspeise wurden anschließend ständig wiederholtes Salbadern der letzten Jahre, in Form von implodieren Sprechblasen kredenzt.
Die Hauptspeise kreierte Frau Kanzler wenige Stunden später in Davos. Dort gab es allerdings nicht den aufgewärmten deutsch/französische Alleingang auf den Tellern, sondern realitätsferne zähe Globalisierungkeulen mit neoliberal-versalzener undefinierbarer Soße…
Wieder gingen einige Stunden ins Land und die ehemals knallrote Socke präsentierte einen Nachtisch, angereichert mit vielen bunten Biokräutern aus den blühenden Landschaften Mitteldeutschlands. Dabei stellte sich heraus, wenn man dazu den Vergleich zu einem Berner Blitz heranziehen würde, jener mit der ersten kosmischen Geschwindigkeit umherschwirrte.
Fast dreißig (30) mussten vergehen, bis ihr endlich jemand steckte, „Das Land war nie so versöhnt, wie man dachte.“ Und sie urplötzlich die Frustrationen in Ostdeutschland verstehen kann!
Wowww!
Eine grandiose Leistung für sein Mädchen des dicken Oggersheimers, mit FDJ-Funktionärssozialisaton – d e r m ä c h t i g s t e n F r a u E u r o p a s!!!
In dem Zusammenhang finde ich es zum Piepen, weil die neue Scheffpräsidentenobervorsitzende der CDU, Annegret Krampf-Karrenbauer, j.w.d. Geboren. Weiter weg von der Zone konnte man fast nirgendwo aufwachsen in einer Gegend, wo man munkelt, dass erst nach der Reichsgründung von 1871 durch ein Dekret der aufrechte Gang eingeführt wurde, wann wird sie den raffen, was in den letzten Jahrzehnten in Mitteldeutschland abging?

Zum Rest setze ich zwei Links!
Einen Gruß aus dem hundeverschissenen Bundeshauptdorf in die „Hauptstadt“ der Arbeitslosen
Chemnitzer Allerlei

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.