Guillermo Mordillo geht seit vergangenen Samstag nicht mehr einkaufen

Letzte Woche lieh mir ein Nachbar Henry Büttners: Bravo, Da Capo! – Karikaturen rund um die Musik. Als gelernter Wessi hatte V., während eines entsprechenden Stichwortes, jenen ostdeutschen Zeichner-Philosophen, den Meister des kargen Strichs, der leisen Satire und des melancholischen Humors kennen gelernt, dann sofort dieses Büchlein geordert und ist von ihm schwer begeistert.
Zu meinen Zonenzeiten fiel H.B. mir nebenher im Eulenspiegel auf. Eigentlich interessierte mich an der Eulen-Postille, die Zeitweise auch als Bückware firmierte, lediglich das Rätsel…
Mordillo war als Humorzeichner (so sah sich auch Büttner) noch einen Zacken schärfer, weil er seinen Fans eine gestrichelt/kolorierten Kunstform offerierte, im sehr verständliche Esperanto ohne jegliche Worte!
Mordillo´s Werk kann als DER Beleg gelten, dass es keiner Worte bedarf, wenn man seine Beobachtungen, auch vom alltäglichen Unbill, entsprechend darstellt!
Danke großer Maestro!
Muss allerdings abschließend noch zwei Gedanke in den Ring werfen.
Soviel mir bekannt ist, war es Loriot, welcher die Knollennasen salonfähig machte. Auch bei ihm handelte sich bekanntlich um einen Weltbürger, deshalb hatte er sicher auch nie einen Prozess angestrebt, wegen irgendwelcher kleinkarierten Copyright-Ehrenhändeleien.
Noch urkomischer erschienen Mordillo´s Geschichten immer nach dem Genuss von bewusstseinserweiternden Leckerlis…

Bin abschließend noch in der Realität gelandet, muss hierfür das heute journal vom 01.07.2019 heranziehen! Manfred Weber, EVP-Fraktionsvorsitzender versucht sich da in der Rolle eines rührig dampfplaudernden Antipoden von Mordillo, allerdings Lichtjahre von dessen Mentalität entfernt – dabei unentwegt eckige Sprechblasen implodieren lassen.
Fragte mich vorher bereits, und dies nicht erst seit heute, was soll eigentlich diese verbale Dünnschißquirlerei? Noch dazu krampfhaft versehen mit einer verquasten demokraturischen Makulatur auf Wühltischniveau und ohne einen erkennbaren geistigen Nährwert?
Da ist jener bayerische Christsozialist von einer ungeahnten Höhe abgeschmiert, hat sich dabei irreparable Blessuren für den Rest seines Abgeordnetendaseins zugezogen, trotzdem macht er frisch frei und fröhlich weiter, als ob nichts geschehen ist. Egal welches Trostquotenplätzchen man ihm nun noch anbietet, der Mann ist verbrannt und durchweg unglaubwürdig, wobei man seinen aussichtslosen K r ampf absolut nichts positives abgewinnen kann. Will zu seiner Wertauffassung keine weiteren Betrachtungen ablassen. Wes Geistes Kind dabei zum Vorscheinen kommt, kann sich jeder selbst zusammenbasteln.
Stelle mir gerade vor, wie diese Nacht der langen Messer in Brüssel ablaufen wird – dazu gehören der nachhaltige Einsatz von Zuckerbrot und Peitsche, wie Füllhörner mit viel Bakschisch entleeren, Erpressungen, intrigantem Ringelpiez mit Anfassen, um dann morgen den vielen Untertanen ein konstruktives Eiapopeia vorzuspielen, wobei sich dann alle als Sieger präsentieren dürfen.
Wird dies anschließend wieder ein fröhliches Friede Freude Eierkuchen, vornweg darf dann die Zitteraalin* mit ihrer schrulligen Fingerfotze den fulminant Triumph verkünden.
Nebenher kann sich jeder vom rechten Rand ein zweites Loch in seinen Arsch freuen, denn ohne eigenes Zutun wurde eine weitere Steilvorlage getätigt, weitere werden gleich anschließend folgen…

*(Ein Bekannter meinte, ich solle in dem Fall mal wieder etwas politisch korrekte Verbalhurerei betreiben!)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.