Geißler nennt Westerwelle wegen Hartz-IV-Spruch „Esel“

Buridans Esel
Vor einigen Jahren erlebte ich Heiner Geißler sehr souverän in einer illustren Runde, dies geschah rein zufällig. Mit dem Rad quer durch das Prenzelgebirge kam mir die Idee der Abkürzung durch die Kulturbrauerei und fand dort den Hinweis zu dieser merkwürdigen Veranstaltung, zwei Rote und ein Grüner gegen einen Schwarzen, eigentlich 3x Links gegen 1x Rechts.
Vor der Bühne kauerten bereits scheintote Reste der Hautevolee Westberliner SEWisten. Mittig drapiert: Mischka, seines Zeichens ehemaliger Facilitiemanager von FHW und Berlinkolleg.
Alle vier Macher hockten schon länger auf der kleinen Bühne. Alt-Maoist Gerd Koenen herzte und plauderte mit Ex-DKPisten Christian von Ditfurth, derweil rechts von ihnen, Heiner Geißler gelassen in irgendwelchen Unterlagen blätterte. Am anderen Ende hockte gequält nach allen Seiten lächelnd H.-C. Ströbele, neben mir, allerdings etwas erhöht.
Da es schon über der Zeit war, dachte ich, sie warten noch auf einen Moderator oder so etwas ähnliches. Schließlich ging es recht schnell los, es war mir zu verdanken. Da nirgends deutlich der Hinweis auf Rauchverbot hing, wurde natürlich ein Glimmer entzündet, für andere sofort das Signal, es auch zu tun. Auf seine softe Art versuchte nun Hans-C. von oben herab, gegen die beginnende Luftverpestung vorzugehen. Ich hasse nette Leute, noch dazu jene Sorte, die mit ihrem Lebenslauf beginnen ehe sie ein Bedürfnis anmelden.Unsere Aktion veranlasste Koenen und Ditfurth ihr Geplauder zu stoppen, wobei nun beide loslegten, dabei unentwegt in ihrem Partei-Chinesisch plapperten und nebenher versuchten einander vorzustellen. Sich aber nach wenigen Sätzen schon in einer beginnenden Grundsatzdiskussion verhakten, derweil Hans C. sich hippelig gebärdete und halbherzige Versuchte tätigte, um sich bemerkbar zu machen.
„Ach so, da ist ja noch jemand…“

„Ja, der stammt auch aus der linken Ecke!“
Bei dieser Bemerkung wurde Hansi leicht tückisch: „Nee, nee! Ich stamme von der Sponti-Seite!“ War für mich immer schwer vorstellbar, dass es in seinem Leben spontane Momente gab. Bei vielen verbalen Attacken habe ich auch heute noch das Gefühl – jetzt pennt der doch gleich ein.
Nun zwei gegen einen und umgekehrt, man einigte sich nach aufkommenden Protest der frontal hockenden Auch-Linken, dass Spontis zwar Spontis seien, aber trotzdem links wären.
Irgendjemand begann zu klatschen, Friede-Freude-Eierkuchen, trotz leichter, nicht ausgeräumter ideologischer Bedenken legte Ditfurth los.
Sofort stoppte ihn leichtes Klopfen von der rechten Seite.
Heiner begann sich dem Publikum vorzustellen, teilte gleichzeitig Finten an seine linken Nachbarn aus, die ihrerseits begannen, im Duo ihm das Wort abzuschneiden.
„Meiiiine Herren! Wenn sie es schon nicht für nötig erachten, mich vorzustellen, dann gestatten sie es mir wenigsten. Es handelt sich dabei nur um ein Gebot der Höflichkeit, dem Publikum gegenüber. Darauf scheinen sie ja nicht viel Wert zu legen. Kaum reden sie, prompt landen sie bei ihren ewigen Grundsatzdiskussionen, welche K-Gruppe nun die heiligen Lehren gepachtet hat…
Diese Frage stellt sich bei mir nicht!…“
Kurzes Auflachen aus den vorderen Reihen.
„Da können sie ruhig lachen meine Herren! Denn ich bin meiner K-Gruppe immer treu geblieben, a l s  K-atholik!“
An jenem Abend war Geisslein der einzige auf dem Podium, der Sachen mit Substanz abliess.
Von Heiners abendlichen Mitstreitern auf der Bühne, hätte mein alter Kumpel Charly () wieder behauptet: „Die Genossen sehen scheiße aus, richtig ficken können sie auch nicht, deshalb müssen sie so rumlabern!“
Ob Heiner sich Guida Schwesterwelle auch so vorstellte?
Bei H.G. war ich mir immer sicher, dass er wusste was er sagte.
Heiner schwelgte dieses mal etwas in künstlerischer Freiheit – Caligula ernannte seinen Zossen – Incitatus –  zum Konsul.
Ob nun Gaul oder Esel, es ist eine ganz schöne Beleidigung für hilflose Kreaturen, die sich ob solcher Beschimpfung (Guido W.!) noch nicht mal wehren können. Außerdem finde ich diese Gleichsetzung mit einem rechtschaffenden Grautier für G. Westerwave nicht besonders passend, denn dieser Begriff wertet ihn sogar noch auf.
Was wird man noch alles erwarten können?

 

 

Ein Gedanke zu „Geißler nennt Westerwelle wegen Hartz-IV-Spruch „Esel“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.