BERLINALE – ein stanniolbäR für den kifI

Heute morgen landete ich bei einem Kirchensender mit saumäßiger AM-Qualität, auch sie thematisierten den „Silbernen Bären“, den Herr P. aus bekannten Gründen nicht persönlich einsacken konnte.
Die Umstände finde ich schon recht merkwürdig, warum und weshalb er nach so langer Zeit ausgerechnet in der Schweiz hopp genommen wurde, obwohl er auch dort Jahrzehnte permanent aus- und einreiste. Unabhängig davon, hielt er sich nach seinem Abtauchen im Amiland des öfteren in Demokraturen auf, die ihn hätten ausliefern können.
Egal wie man diese Heldentat betrachtet, wenn ein gestandener Typ von Anfang 40, eine 13-Jährige mit Champagner und Drogen gefügig machen muss, um sie zu stechen – dieser angehende Lustgreis hat es mit einem Kid getrieben. Leute! Er hat als Hetero seinerzeit das vollendet, was man in diesen Tagen Jesuitenpatern und vielen anderen katholischen Funktionären in der ganzen Welt vorwirft.
Deshalb finde ich sein witzig klingendes Statement nicht ganz passend: „Selbst wenn ich gekonnt hätte, wäre ich nicht gekommen. Denn als ich das letzte Mal zu einem Festival gekommen bin, um einen Preis entgegenzunehmen, bin ich im Gefängnis gelandet.“
Warum nun viele Kollegen, vornweg der kleine Schlöndorf, von „einem ungeheuren Kulturskandal“ reden und Petitionen für seine Freilassung verfassen, versteh ich auch nicht.
Nun entspannt Euch mal! Schließlich besitzt er doch nicht nur einen „Promibonus“…
Ihn wird man letztendlich laufen lassen, im Gegensatz zu den kleinen, konfessionellen Frischfleischgourmets – die werden hängen

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