Weißwurschtwahl

Wieviel % des zänkischen Bergvolkes nördlich der Alpen, sich nach dem Kirchgang an den Urnen schafften, konnte ich nirgends vernehmen. Vom Virus der Demokratie befallen, kritzelten massenhaft Bevölkerungsteile ihre Markierungen, scheinbar an falscher Stelle. Gab ja auch genug Möglichkeiten die Kreuzchen irgendwo unterzubringen. Diese Wahl ist nun auch Geschichte, nicht aber das Aufpusten von Sprechblasen mit lauwarmer Luft, wer sich da alles versuchte. F.-W. Steineier, Sabine Leutseelig-Schmarrnberger, Fräulein Roth, der süße Guido und wie sie alle hießen, diese VerbalejakuliererInnen, was ihre zufälligen Triumphe angingen. Eine Ausnahme machten nur die christlichsozialen „Fy og Bi(manche können mit Pat & Patachon sicher mehr anfangen), mit essigsaurer Mine klopften sie sich gegenseitig den „Wahlkampfstaub“ aus ihren Epauletten.

Dr. Erwin Huber kam insgesamt besser rüber, allerdings gaben die glühenden Öhrchen von Herrn Beckstein auch etwas her. Tja, Jungs das war´s dann wohl, Stoibi wird sich kringeln… (Hans Söllner wird sicher auch einen inneren Reichsparteitag verspüren)
Ganz schön wild das Trappeln der Hufe von den Leuten, die euch ganz eilig beerben wollen. Dem Duo kann ich jetzt nur raten, falls Depressionen aufkommen sollten, bewohnt, wenn ihr in der Weltgeschichte rumdüsen müsst, in den kommenden Zeiten nur Appartements mit Duschkabinen…
Auf zwei Dinge möchte ich noch eingehen.
Guido trug bei seinem Appell an das zukünftige CSU-Scheffchen, bereits den entsprechend gestylten Kulturstrick um den Hals: schwarz-gelb. Da ja alle mit farbigen Metaphern rumhuren, was erdenkliches Anbandeln betrifft, muß ich auch etwas ablassen. Wie währe es mit meinem Begriff, bei einer csu/FDP-Notgemeinschaft, man könnte sie doch auch als getigerte Wespenarsch-Koalition bezeichnen. Honi soit qui mal y pense
Noch lustiger kommt mir Franz Maget (who the fuck, ist F.M.) daher. Letztes Wochenende in München, vernahm ich erstmalig diesen Namen, mehr aber auch nicht. Bei ihm handelt es sich scheinbar um einen verkappten, Maoisten, der scharf auf die Gründung einer Viererbande ist. Auch so eine Nase, da ist der Bär gerade mal angeschossen und er beginnt flugs mit der Verteilung des Fells, unser hellroter Polit-Patchworker. Brrr, was ergibt dies für ein ideologisches Gemansche, oder will er seiner Umgebung nur beweisen, dass die SPD, als Partei der zeitlosen Kompromisse es auch rafft, multivalent zu agieren?

Ein Gedanke zu „Weißwurschtwahl

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