Schnitt im Schritt: Schönheits-OP im Intimbereich

GMX – Starseite, 29.10.´08

Berlin (dpa) – Der Busen sitzt perfekt, die Nase stupst dezent, doch im Intimbereich könnte noch das ein oder andere zu richten sein. Ein Trend aus den USA und Großbritannien, wie er etwa in der neuen sexlastigen TV-Serie „Californication“ präsent ist, wird nun auch in Deutschland zum Thema.
Schönheitsoperationen im Intimbereich – von der „Vaginalverjüngung“ über Schamlippenkorrekturen bis zur „Rückjungferung“ – werden zunehmend nachgefragt. Seriöse Experten schätzen die Zahl auf einige hundert bis tausend in diesem Jahr – und warnen vor unabsehbaren Folgen der Eingriffe.
Doch wer im Internet beispielsweise den Begriff „vaginal rejuvenation“ googelt, landet prompt mehr als 200.000 Treffer. Neues Selbstbewusstsein und ein erfülltes Sexualleben wird da denjenigen versprochen, die sich die inneren Schamlippen verkleinern, die Klitoris aufpolstern oder die Vagina mit Eigenfett straffen lassen. Schließlich lässt sich mit dem neuen Betätigungsfeld gutes Geld machen – knapp 1.000 Euro kostet eine Schamlippenkorrektur, im Durchschnitt.
„Die Bestrebung nach äußerlicher Makellosigkeit und körperlicher Perfektion hat längst alle anatomischen Stellen unseres Körpers eingenommen, so auch die Genitalregion“, heißt es dazu lapidar auf der Website eines Münchner Arztes.
So werden beispielsweise Frauen nach Geburten statt der sonst üblichen – wenngleich etwas Eigeninitiative erfordernden – Beckenbodenübungen verschiedene Verfahren der Scheidenstraffung oder auch eine Aufpolsterung des – medizinisch noch gar nicht lokalisierten – G-Punkts empfohlen, um neue Lust am Sex zu haben.

Anschließend legt Frau sich dann ein preiswertes Hündchen aus dem Tierheim zu.

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