Archiv der Kategorie: ALLGEMEINES

Pille-Palle u.a.

Bonmot

Wir waren am vergangenen Freitag zu einem kleinen Geburtstagsbeißen eingeladen, es gab indische Kost – nix Curry 36!
Richtig gutes Essen im „Neu Delhi“ in Pankoff.
Alles geschah in einer kleinen Runde mit der EX, der schon längeren Neuen, Sohnemann nebst Frau und Bonsai, ein Freund und wir zwei beiden.
Zu den anschließenden Gerstenkaltschalen (Zum Essen hatte ich zwei köstliche salzige Lassi zwischen die Kiemen gekippt.) sprachen der Schefff und ich, öfters dem Rum zu.
Er irgendwann leicht angegangen, äußerte er sich zum entscheidenden Stichwort, es ging um die wohlgeratene kleine, sechsjährige Enkeltochter. Verwegen ließ der stolze Opa, ohne größere Wortfindungsschwierigkeiten, etwas ab: „Ist doch klar, das liegt an meiner guten Erziehung!“
Was mich ruckartig zu einem Kommentar animierte: „Also Schefff! Dies kann ich so nicht stehen lassen, schließlich hast du deine pädagogischen Defizite optimal weitergegeben!“
Daraufhin der Filius sofort an seinen Dad gerichtet: „Was die Erziehung angeht, da bin ich ein Autodidakt!!!“

Antikes Rom

Käuflicher Sex war das Boomgeschäft im Imperium
Nun wissen WIR endlich, weshalb die alten Römer damals auf die Straße gingen.
Denen ging es früher um die Nivellierung andere „Körperflüssigkeiten“ als in der heutigen Ukraine.
Gestern ließ der ehemalige Wirtschaftsminister Arseni Jazenjuk einen recht merkwürdigen Spruch ab: “Morgen ziehen wir vorwärts, und wenn wir eine Kugel in den Kopf bekommen, dann bekommen wir eben eine Kugel in den Kopf.”
Ob er wohl mit gutem Beispiel vorangehen will?
Und der Westen bejubelt solche prosaisch-dussligen Sprüche als revolutionäre Sternstunden…
Bei der Kälte ein Loch im Kopf, ich weiß nicht!
Spätestens in dem Moment hört aber aller Spaß auf, das zieht doch dann mächtig und bei Hohlköpfen kommt das Jaulen des Windes hinzu…

Wie kann die Zukunft des ADAC aussehen?

Muss mit einer Erläuterung beginnen, ich sorgte beim entsprechenden Stichwort ewig für leichte Verwirrung, da mir jene vier großen Buchstaben nie einzeln artikuliert über die Lippen kamen, für mich war es immer der „Adac“.
Wenn ich ehrlich bin, es interessiert mich einen feuchten Kehricht weshalb Herr M. Ramstetter das Bauernopfer spielen musste und deshalb als Adac-Kommunikationsengel abschmierte. Sein Absturz ging mir zu schnell und gekonnt vonstatten…
Allerdings fiel mir in dem Zusammenhang bereits etwas anderes ein.
Jeder kennt doch den Slogan: „Wer gut schmiert, der gut fährt!“ – allerdings verhält es sich bei Adac-Engeln etwas anders, die fliegen dann besser, auch im Sturzflug.
Um es kurz zu machen, auch die glibbrige Entschuldigungskomödie vom Adac-Geschwätzführer Karl Obermair geht mit kalt am verlängerten Rücken vorbei, ebenso sein Abgesang, wo er meinte: Es gelte „Schaden vom ADAC abzuwenden. Dies bedeutungslose Sätzchen, was Schaden usw. betrifft, hat überhaupt nichts zu sagen! Identische Ansichten vertreten bekanntlich auch Politiker, wenn ihre Felle beginnen wegzuschwimmen. Da erinnern sich plötzlich alle an jenen Spruch, den sie ursprünglich immer runter leiern, wenn sie auf UNSERE provisorische Verfassung gabeln müssen… Weiterlesen

Nix als Sprüche

Habe seit Tagen keine Lust etwas fertig zuschreiben, vielleicht hole ich den begonnen Scheiß mal wieder hervor und kritzele ihn dann fertig…
Zwei Sätze der obersten East-River-Schlafmütze habe ich rausgescmissen, die sollten wirklich keinem zugemutet werden, da schon beim Lesen die Gefahr bestand sich mit Krätze zu infizieren…
– Die Demokratie ist für Alain Badiou „die Pornografie unserer Zeit“
– „Wir machen Fortschritte, auch wenn der Sieg noch nicht in greifbarer Nähe liegt“, brüstet sich Assad
– Felicitas Schirow: Gewerblicher Sex sei ein „Grundbedürfnis des Mannes“ und ein „Menschenrecht“
– „Der Zugang zu freien Informationen ist in Russland so stark eingeschränkt wie seit dem Ende der Sowjetunion nicht mehr“, sagt Ulrike Gruska von Reporter ohne Grenzen
– Der Tübinger Soziologe Helmut Digel, deutsches Mitglied im Council des Weltleichtathletikverbandes, hält die Debatte bei der Weltmeisterschaft in Moskau für deplatziert. “Ich bin der Meinung, dass man die Sportarena nicht zur politischen Artikulation nutzen sollte”
– Der ukrainische Staatspräsident Viktor Janukowitsch rief die Ukrainer am Montagabend in einer Fernsehansprache dazu auf, Ruhe zu bewahren. „Ich bin dazu bereit, euch anzuhören und eine gütliche Lösung unsrer Gegensätze zu suchen“,
– Obama: Kiffen nicht gefährlicher als Alkohol
– „Lebenslange Partnerschaften sind passé, die Zukunft gehört den Lebensabschnittpartnern“, sagt Dr. Wibke Neberich, Diplompsychologin und wissenschaftliche Beraterin vom Dating-Portal eDarling

Darauf würde ich zehn Negerküsse fressen, gefüllt mit Bautz´ner. Wenn die fetten Zeiten dem Ende zugehen, wird man sich sehr schnell wieder auf wertkonservative bürgerliche Sekundärtugenden erinnern, dies kann sogar in mörderischem Tempo vonstatten gehen.
In dem Zusammenhang werden ganz nebenbei vielgepriesene Segnungen, resultierend aus heutiger verklärter Sicht, Duldsamkeit und Trägheit gegenüber den recht merkwürdig anmutenden Auswüchsen der momentan sachte verkümmernden Demokratie, zwangsläufig auf der Strecke bleiben. Weiterlesen

100 vollendete Lebensjahre von Arno Otto Schmidt

Wenn Arno Schmidt vor nun fast 35 Jahren sein irdisches Dasein nicht gegen die unendlichen Weiten der ewigen Jagdgründe getauscht hätte, könnte er vielleicht – out of order, sabbernd und mit leeren Augen in einem Rollstuhl kauernd – das Feuerwerk implodierender Sprechblasen von wichtigtuerischen Literatureksperten, anlässlich seines 100understen Wiegenfestes über sich ergehen lassen…
Dem ist aber nun aus hinreichend bekannten Gründen nicht so, Gott sie Dank!
Etwas von ARTE: “Mein Herz gehört dem Kopf
Bin sehr gespannt, was die heutige „Lange Nacht“ mit den „Geräuschen aus dem Zettelkasten“ bringt, im „Deutschlandfunk“ beginnt alles 23:05.
Die Sendung vom letzten Wochenende war affenscharf und ich Nabbel hatte vergessen sie aufzunehmen.
Neben der Persönlichkeit von Marie Bonaparte verblassen wirklich alle Pücholochen und Analütikerinnen, die mir in den letzten Jahren im Bekanntenkreis unter meine entzündeten Sehschlitze kamen, zu weniger als sehr weichgespülte Abziehbilder…

Theater-Zitadelle

Heute bekam ich den neuen Spielplan dieser witzigen Theatertruppe zugesandt, wobei auch wieder etwas für Erwachsene dabei ist.
Da kann ich den angehenden Mumien „Die Berliner Stadtmusikanten“ ans Herz legen, denn der eine oder andere von uns, wird irgendwann auch in einem Feierabendzuchthaus landen. Gut, die sind zwar nicht alle so, aber in unserem Kiez liegen viele „Seniorenresidenzen“ fast ausschließlich an stark frequentierten Hauptstraßen und oft an Ampelkreuzungen mit einem optimalen Verkehrsaufkommen. Da kann man nur hoffen, dass die vielen altersbedingten Wehwehchen auf jeden Fall mit einer Schwerhörigkeit einhergehen…

Von der Leyens Bundeswehr

Noch keinen Monat im Amt und schon gehört ihr der Y-Tours-Verein, so interpretiere ich jedenfalls die Überschrift.
Dann geht es ähnlich merkwürdig weiter: Überzeugen, nicht befehlen
Will Uschi das Heer jetzt etwa in eine politisch korrekte Anstandsschule umwandeln?
Irgendwann, vor vielen Jahren, schaffte die BVG bei ihren Durchsagen den echten Imperativ ab, den man ohne Personalpronomen verwendet, bis dato schnarrte der Knilch am Mikro lediglich: „Einsteigen!“ oder „Zurückbleiben!“ – morgens war man dann an der Endstation schon richtig wach, hatte doch etwas.
Damals fiel mir ein, wenn die Befehlsform in sämtlichen Lebensbereichen abgeschafft wird, kann es in manchen Situationen recht merkwürdig werden, das angefügte „Bitte“ wird schließlich nicht überall für etwas mehr Freundlichkeit sorgen, noch dazu, wenn der Hauptakteur anschließend ohnehin nichts mehr davon hat…*
Ab sofort soll die Überzeugung schon morgens beginnen, vielleicht so, wenn die Meute in voller Kriegsbemalung angetreten ist und der Vorgesetzte mit sonorer Stimme loslegt: „Hallöchen! Bitte mal freundlichst um Gehör liebe Kameraden! Ich würde es jetzt ganz nett finden, dass sie sich auf meine Bitte hin, wie versprochen aufstellen: Bitte Stillgestanden !“ – „Richt euch bitte…“
Zu meinen wehrhaften Tagen, damals herrschte in der Zoffjetzzone noch das kommunistische Ulbrichtregime, da ging die Post anders ab, nämlich vollkommen diktatorisch, ganz undemokratisch wurden auf dem Kasernenhof die Befehle heraus geblökt.
Gleiches Kommando ging dem kreischenden Kapo wie folgt über seine Lippen: „Mal herhören ihr schlaffen Säcke!
Stiiiiiill gestanden ihr verfluchten Weicheier!
Stiiiiiill gestanden habe ich befohlen, da bewegt sich kein Glied und wenn der ganze Himmel voller Fotzen hängt!
Veeerstanden?!?!“
Jene zeitlosen Worte hatten bereits Millionen Wehrdienstleistende in den letzten Jahrhunderten im deutschsprachigen Raum vernehmen dürfen, aber damit ist ist jetzt endlich Schluss!
Dank UNSERER neuen Defensivministerin! Weiterlesen

François Gérard Georges Nicolas Hollande

Es ist ja diesmal nicht die billige Boulevardmasche oder der Service für gelangweilte Spanner, auch nicht der Quoten-Run, ebenso wenig die dröge Sensationsmasche, nun puzzeln sämtliche Medien ein spiegelglattes Mosaik zusammen und die Mehrheit der Franzosen hofft dabei, dass ihr Präsident so auf die Fresse fällt, damit er sich dabei endlich sein politisches Genick bricht.
Wie drückt es die Hamburger Online-BILD für Intellektuelle aus: François Hollandes mutmaßliche Beziehung mit Schauspielerin Julie Gayet wird zum medialen Großereignis. Seine Lebenspartnerin Valérie Trierweiler musste ins Krankenhaus. Bei früheren Präsidenten-Affären hielt sich Frankreichs Presse dezent zurück, nun veröffentlicht sie pikante Details. Das will der Pöbel:mediale Großereignisse und pikante Detail und zum Vergleich nochmal sämtliche Geschichten von Lustmolch Billy und Schnatterinchen Monica
Bisher funktionierte die Globalisierung nur bei den steinzeitlichen Machenschaften des Kapitals und der ausgebufften digitalen Bespitzelung. Wenn man nun heute noch die sich ausbreitende Proletarisierung (Mal von einem Ex-General und späteren Probierpolitiker aufs Trapez gebracht, allerdings in einem anderen Zusammenhang und er war keineswegs Bestandteil einer althergebrachten Verelendungstheorie – dazu ein merkwürdiger Artikel aus der FAZ.) hinzuzählt, kann schon von einer unsäglichen Trinität sprechen…
Gerade DIE Franzmänner hielten sich doch immer an eine ungeschriebene Regel, die da lautet: Der Kavalier genießt und schweigt, schließlich kann es bei der südländischen Lebensfreude wesentlich schneller als bei uns mal den einen oder anderen treffen. Jenes Feeling spiegelt sogar die französische Sprache mit wunderschönen Begriffe wieder.
In dem Zusammenhang finde ich jene Tatsache lustig, falls es stimmen sollte, dass die Präsidenten ihr Liebesnest weitervererbten. Weiterlesen

HEUTE: “Polizeiruf 110: Liebeswahn” – Radikales aus Rostock(-Lichtenhagen August 1992?)

Geile Werbung, tolles Kinderprogramm!

Diese Quotengülle scheint etwas für Nachahmer zu sein…
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie das StGB und fragen Sie Ihren Anwalt erzählen sie aber ihrem Vernehmen nicht all zu viel!
PS. Hoffenlich sieht der Scheff diesen Streifen und schreibt etwas dazu!