Die erste Biographie die mich als Kind unwahrscheinlich fesselte, stammte aus der Feder des Schreibers von Goethe. Es handelte sich um die Übersetzung der Autobiographie Benvenuto Cellinis, die der Geheimrat seinem Knecht diktierte. Jener italienische Bildhauer war ein ähnlich verrückter Hund, wie der 300 Jahre später in San Francisco geborene John Griffith Chaney.
Unter seinem Pseudonym, Jack London, wurde er weltweit als Schriftsteller, Journalist und Sozialist bekannt.
Vor 70 Jahren gab Irving Stone in „Sailor on Horseback”, einen sehr spannenden Einblick in das Leben dieses ungewöhnlichen Mannes, von den Höhen und Tiefen seines Lebens.
– Wobei ich finde, dass die meisten Verfilmungen von Londons short stories recht gut gelangen, die größerer Werke aber am Thema vorbei schrammten.
Für meine Begriffe richtete Wolfgang Staudte seinen „Seewolf” (Fernsehvierteiler, 1971) zu sehr auf Raimund Harmstorf aus. Fragt man heute jemand nach dem Film, können sich alle nur noch an die Szene mit der zerquetschten Kartoffel erinnern. Dabei lebt das Buch von den gigantischen Dialogen zwischen Kapitän Larsen und dem Anschwemmling van Weyden…
Mal sehen, was die ZDF-Neuverfilmung mit Sebastian Koch zu bieten hat – sicher politische Korrektheit, Gutmenschelei und Bilder aus einem TUI-Katalog…
Archiv der Kategorie: BÜCHER
Das Recht auf Faulheit
Es existieren bestimmt viele Arbeitslose, die sich höchstens von Menschen beleidigen lassen würden.
Den Spruch vom FDP-Scheffchen finde ich nicht viel schlimmer, als die entflammte Diskussion und das sinnlose Gelaber aus einer anderen Ecke. Sicher benötigen Erwerbslose unbedingt den wahltaktischen Beistand vom Mehrheitsbeschafferdreigestirn: SPD-Vizechefin Andrea Nahles, der Schefffin sämtlicher Chlorophyllmarxisten Claudia Roth und dem Linkspartei-Vize Klaus Ernst...
Ist es möglich, dass sich Ananas zu viel in dunklen Räumen aufhält, statt mal seine Nase in ein Buch zustecken.
Ich kann ihm lauwärmst diese kleine Schrift von Herrn Lafargue empfehlen. Der war bereits vor 120 Jahren seiner Zeit weit voraus. Mit den damals geäußerten Ansichten, könnte er heute noch, den gelben Funfuzzi mit mehrfacher Schallgeschwindigkeit überholen.
Vorhin schaute ich mal bei Wiki nach. Dem Bundestagsnachrücker Guida Schwesterwelle, geht es wie den meisten Politkern, sie tauchen irgendwann aus dem Nichts auf, so ähnlich wie Lattenjupp! Sind einfach so da, nach dem Abitur, dem Diplom oder der Promotion. Viele scheinen Probleme mit ihrer Herkunft zu haben. Besonders jene ungebildeten Fachidioten, die sich nur über Knete definieren, ewig politisch korrekt, aber dumm, schwätzen , wie Stulle… Weiterlesen
Der Deutschland Clan, Jürgen Roth
Eine Empfehlung ohne Kommentar!
Allerdings würde mich schon interessieren, was mit Hilfe von Paragraphenkomikern in dieser zensierten Neuauflage alles entfernt wurde.
In nicht allzu ferner Zukunft ist die Bananenrepublik Deutschland auch soweit, dass Roth Anna Politkowskaja treffen wird, bei den Beziehungen die Jerharden und der ganze Klüngel haben…
1964, Plädoyer für eine mutige Politik, Freiherr v.u.z. Guttenberg
Bei dem Schreiber, Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg, einem früheren Parlamentarischen Staatssekretär, handelt es sich um den Großvater des heutigen Bundeswirtschaftsministers, Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg.
Richtig klar wurde mir nicht, warum der Alte seinerzeit heftig gegen die Ostpolitik der Regierung Brandt opponiert. 1972 dann, als einer der wenigen CDU/CSU-Abgeordneten, sogar den Grundlagenvertrag ablehnte, im Gegensatz zur Mehrheit seiner Fraktion. Denn es ging ja nicht darum, den Kommunisten in den Arsch zu kriechen. (Ich bin mir sicher, ohne diese witzlose Blockadepolitik der USA gegen Kuba, gäbe es diesen Staat schon lange nicht mehr. Die Insel währe längst wieder ein Billigpuff der Amis – so sind momentan besonders EuropäerInnen die Nutznießer, wie zu Hemmingways Zeiten. – Als eine vergleichbare Wirtschaftsprothese für die Zone, sehe ich die Hallstein-Doktrin, in den 50-er/60-ern.)
Dieses Freiherrliche Machwerk, in der Blütezeit des kalten Krieges entstanden, ist als Zeitdokument lesenswert. Dem senilen Bocciafan aus Röhndorf, haben die Ansichten aus der Feder dieses Blaublütigen, bestimmt nicht in den Kram gepasst haben. Weiterlesen
Uwe Tellkamp – Der Turm
“Laß dich verwöhnen”
Frisco’s ‘gay’ penguins go straight
Ob es dem Negierenden Dorfschulzen von Spree-Athen so ähnlich geht, wie Pinguin „Harry” aus San Franzisko? Scheinbar bekommt Wowi deshalb seit Monaten nichts auf die Reihe, weil er auf verschlungenen Heteropfaden umher irrt. Sollte sich denn wirklich nicht etwas, wie „Linda” in Berlin auftreiben lassen?
Für den Anfang kann ich ihm ein Sachbuch empfehlen, von Tamara Domentat (Nicht Domina!). Vielleicht doch, denn solch gestrenge Therapeutin könnte sicher mit einigen, gut gezielten Rutenstreichen auf sein Popöchen, ihn wieder an gewisse Sätze erinnern, die er vor seiner Amtseinführung gabeln musste. Wenn ich mich richtig erinnere kommt doch so etwas ähnliches drin vor, wie: Bei seinem gesamten Trachten sollte er doch das Wohlergehen aller Untertanen im Auge haben. Weiterhin dafür eintreten, uns vor Schaden an Leib und Seele zu bewahren…
Ich glaube, bei diesem Schmus muss man sogar den Herrgott als Berufszeuge mit heranziehen, oder? Weiterlesen
alles was recht ist – Die Bewegung 2.Juni / Die vergessen Freiheit
Beim Einsortieren meiner tausenden von Büchern kam mir gestern so, was für eine Masse an Wäldern weltweit dran glauben mussten, seit Johannes Gensfleisch das gedruckte Wort für die Meute salonfähig machte. Es wurde ja mal als Fortschritt verkauft, dabei hat Lesen fast nichts mit Bildung zu tun. Jederzeit sitzen trotzdem viele diesem Trugschluss auf. Wenn ich mich reflektiere, hat mir dieses Lexikonwissen nicht das gebracht, was die Köppe (diese Jaköbbe) der Gesellschaft auf beiden Seiten des Zauns von mir erwartet haben. Zu einer Zeit, als meine Schulkameraden die „Mosaikhefte” als außerschulische Literatur verstanden, begann ich mit neun Jahren „Tolstoi” zu verschlingen. „Mosas” durfte ich laut eines Ukas´ von „Mutti” nicht lesen, für sie waren diese „Schmöker” nur eine weich gespülte Variante der „Schmutz- und Schundliteratur” aus dem Westen.
Schließlich sollte ich auf eine Kadettenanstalt und später als Pilot bei der Volksarmee mein Leben fristen.
Eigentlich hat diese kranke Funktionärstucke, mit ihren ewigen Stubenarrest, den wahren Grundstein für mein weiteres Leben gelegt. In Folge dessen begann ich sehr früh, die erworbene Theorie in die Praxis umzusetzen und wählte dadurch einen sehr eigenständigen Weg. Ohne eine permanente Gefallsucht auszuleben und während meiner weiteren Entwicklung war ich auch nicht bereit, sogenannten “Autoritäten” verbal die Schwänze zu lutschen… Weiterlesen
André Gorz – Nachtrag zum 27. Juno 2009
Es war gar nicht so einfach, sein letztes Büchlein („Auswege aus dem Kapitalismus”) zu erstehen, welches er kurz vor seinem Freitod noch verzapfte.
Bis auf zwei Kapitel, wo sich G. über den Marxismus aus lässt, ist alles lesenswert.
Freilich wird, was die Umsetzung seiner Thesen angeht nichts weiter bei herauskommen, als dass sich bezechte Linxwixer am Tresen verbale Luftkämpfe liefern werden und Neoliberale vielleicht etwas Sodbrennen kriegen…
TARANTEL – SATIRISCHE MONATSZEITSCHRIFT DER SOWJETZONE
Sprachlehrbuch für den Slang in der reichsten Gegend unserer Republik
In der Zone wurde ich ewig mit Sprüchen drangsaliert, wo jemand meinte, diese sind alle auf dem Mist vom großen Владимир Ильич Ульянов gewachsen. Kак говорил дедушка Ленин? – „Учиться, учиться и учиться!“
Was man uns nicht vermittelte, er ließ diesen Spruch ab, nach der Einsicht in Ulbrichts Schulzeugnisse.
Ein Erdenwurm muß das Schwäbisch in der Schorndorfer Ecke mit der Muttermilch eingesogen haben, später kann man es sich fast nicht mehr eintrichtern, dieses Gemisch aus Sächsisch und Mandarin.
Trotzdem ist dieses Büchlein köstlich.












