Mogadischu ohne Ende

Wenn man folgende Seite aufruft: http://politisch-kulturelle-dokumentarfilme.suite101.de/article.cfm/film_und_dokumentation_mogadischu fällt der Blick sofort auf ein kleines grünes Feld. Nee, ist nicht im Ernstfallgrün gehalten, mehr in so einem zarten Chlorophyllgetränkten Raupendünnschissgrün. Da stechen verschiedene Wortschöpfungen ins Auge. „Landshut“, Entführung, Heldenmut, Krampf der wehrmächtigen wehrhaften Demokratie mit Terror, GSG, Einsatz, 009. Ich schaute nochmals nach. Im germanischen „Frühling“ des Winters 1977, gab es den Begriff „wehrhafte Demokratie“ noch nicht, macht nichts, wurde aber irgendwann klammheimlich eingeführt. War doch klar, dass die Jungs das rafften. Allerdings gab es so etwas Ähnliches, am 12. September 1943, auf dem Gran Sasso schon mal. Schon gut, damals befreite ein deutscher Spezialtrupp einen Staatsterroristen aus den Händen von Royalistischen Soldaten und Partisanen. Hat dem Duce aber nicht viel genützt, denn eineinhalb Jahre war es endgültig vorbei. Dieses Geschehen tangiert mich auch nicht weiter. Diese schleichende Art, wie mit bestimmten Vokabeln umgegangen wird, gefällt mir nicht! In der Zone waren sie „ehrlicher“, man hat das alte Vokabular einfach nur aufgepeppt… Es dräut schon am Horizont und bald kramt man die nostalgischen Sachen wieder hervor… Da haben viele Generationen jahrtausende versucht, diese attraktiven Luxusdirne Δημοκρατία zu besteigen, aber jeder der es mit ihr trieb, entledigte sich vorher seiner Waffen. Also, ich bin nicht so pervers und kann mir auch nicht vorstellen, mit einem Weib in voller Kriegsbemalung zu hoppeln. Logisch, die Geschmäcker sind verschieden, hinzu kommt etwas anderes. Als 15jähriger brachte man mir bei: trau niemanden über 30! Denke außerdem immer daran: wenn du meinst, dass jemand keinen mehr hoch bekommt, ist er in allen wichtigen Lebenslage unglaubwürdig und bist du am zweifeln, dann stell dir diese Flachzange nackt beim Ficken vor! (Das entspannte oft, besonders bei der Truppe und im Knast – Vor einigen Jahren hörte ich dann auf Uni-Radio diesen Hit!) Mittlerweile bin ich 60, aber der Spruch hat für mich seine Gültigkeit behalten, und es gibt ein Haufen Leute, die schon sein vielen Jahren untenherum sehr unlustig sind und sich immer mehr als Demagogen aufspielen. Wehret den Anfängen, hieß es mal. Ich bin fast sicher, es ist alles schon abgegessen! Amboss oder Hammer sein! Ha, ha, heute hat man nur noch die Wahl zwischen Pest und Cholera, dabei passt zwischen diese Alternativen noch nicht mal mehr ein Schamhaar. Nun zu Niederschriften eines Barden aus dem letzten Jahrtausend.

Kurt Eggers, Die Geburt des Jahrtausends, 1936, Schwarzhäupterverlag, Leipzig

KE, Vom mutigen Leben und tapferen Sterben, 1933, Stalling, Oldenburg

KE, Vater aller Dinge, 1942, FRZ. Eher Nachf, GmbH, Berlin

Abschließend der Kommentar von einem jungen Menschen, 2008

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