Telefongeschichten, aber dabei nicht vergessen: G-Punkt ist wesentlich reizvoller als T-Punkt!

Diese Erzählung handelt im weitesten Sinne von einem weit über hundertfünfzig Jahre altem Kommunikationsgerät, was in dieser Form auf unserer ERDENSCHEIBE im Aussterben begriffen ist, nämlich dem guten althergebrachten analogen Telefon, beginne allerdings beim tiefsten Urschleim.
Als Ostzonenableger wuchs ich in einem Haushalt auf, zu dem eine Anbindung an die große weite Welt gehörte!
Meine Großeltern nannten ein – noch aus Friedenszeiten stammendes – Telefon ihr Eigen. Was manchmal mehr Last als Freude darstellte, für unsere Familie oder den beiden bäuerlichen Nachbar­gehöften. Auf der anderen Seite in einer Mangelgesellschaft auch mit sehr vielen Vorteilen behaftet war, besonders für meine Schwester und mich, wenn wir den einen oder anderen Anwohner rasch benachrichtigen mussten.
Wir Kinder durften dieses kleine schwarze Wunderwerk nie selbstständig nutzen, auf der anderen Seite gab es in meiner Schulklasse sowieso fast niemand mit einem solchen Teil zu Hause.
Von Oma gab es immer mal wieder eine leichte Kopfnuss, wenn ich mich bloß mit „26 73“ mel­dete.
Dass mein Großeltern ein Telefon besaßen, ist dem Umstand zu verdanken, weil Opa ein hohes Tier in der Kupferhütte Artern war. Auch nach seiner Haftentlassung, dem vorherigen Kuraufenthalt in Bad Plötzensee, dann Zuchthaus Brandenburg, 1938, wegen Vorbereitung zum Hochverrat und an­schließendem Berufsverbot bis Kriegsende, wurden jene Drähte trotzdem nie gekappt. Dies wollten erst die Kommunisten in den 1950ern nachholen. Großvater, bereits VdN-Rentner, ließ damals einen Spruch ab, als der seiner Tochter zugetragen wurde – einem herben stalinistisches Rotkäppchen – sprang sie daraufhin im Karree.
Opa hatte die Stare vom Fernmeldeamt gefragt, weshalb ausgerechnet die Kommunisten auf die Idee kämen, ihm das Telefon wegzunehmen. Was noch nicht einmal die Nazis versucht hätten, ob­wohl es sich bei ihm doch um einen gefährlichen Volksschädling handelte!
Spannend wurde es immer, wenn die Familienmitglieder, manchmal tagelang auf einen Klingelton vom Amt harrten. Nach einem in die weite Welt angemeldeten Ferngespräches oder alle auf ein an­gekündigtes Gespräch lauerten und die Stunden dabei sehr träge zerflossen.
Dabei war die weite Welt immer der Westen!
Bei sehr wichtigen Angelegenheiten wurde ein Bereitschaftsdienst eingerichtet. Der Wachhabende schlief dann nachts auf der Chaiselongue in Großvaters Arbeitszimmer. War das stressig an solchen Tagen, es durfte das Radio nicht eingeschaltet werden, Oma die oft bei der Arbeit sang, war nervös und mit einem Ohr immer in Richtung Telefon. Machbare Arbeiten wurden dann in Opas kleinem Reich erledigt, z. B. gewisse Vorbereitungen für das Mittagessen oder angesagte Putz und Flickar­beiten am großen Schreibtisch erledigt. Jedenfalls musste sich dann allezeit jemand in der Nähe die­ses kleinen schwarzen Gerätes aufhalten. Einzig Opa ertrug alles mit stoischer Ruhe. Der stand dann stundenlang an seinem Stehpult neben dem Fenster und las, klingelte es, dann erfolgte der Griff zum Schreibtisch rüber. Niemals rastete er während seines Telefondienstes aus, schrie auch nie in den Hörer. Verließ allerdings immer kopfschüttelnd den Raum, falls die Verbindung unterbrochen wurde und die Frauen unter hysterischen Hallo-Hallo-Rufen, dabei wie von Sinnen, rhythmisch auf die Telefongabel droschen.
Als Kind waren für mich Telefonate mit Opas Freund aus Haifa immer das spannendste und unver­ständlichste, was diese Technik betraf. An solchen Tagen durfte ich mich in einem der Sessel ver­graben und am Rauchtisch meine Schulaufgaben erledigen, ohne diese dezent aufdringlichen Kon­trollen von Großmutter. Die folgenden Stunden verbrachte ich dann meistens mit Abpausen auf Per­gamentpapier, aus Napoleons Werken. Stiche mit Schlachtenszenen, berittene Mamelucken, grim­mig dreinschauende Osmanen die martialisch mit ihren Krummsäbeln hantierten oder irgendwas aus dem Brockhaus. Klingelte es, stand ich sofort am Schreibtisch vor dem Globus. Denn unbe­greiflich, kamen fremdländischen Laute aus dem Hörer sonst wo her, aber nie direkt aus Israel. Manchmal hielt Opa die Muschel in meine Richtung und gab bekannt um welche Sprache es sich gerade handelte. In der Regel war nach wenigen Sätzen immer alles unterbrochen, wenn dann nur noch minutenlanges Rauschen oder Knacken erfolgte, wurde aufgelegt. Hinterher sofort auf dem Globus das Anschleichen jener exotischen Stimmen erörtert. Manchmal ging es wieder retour oder sie näherten sich im Zickzack. Die weiteste Verbindung, aber nicht immer die schlechteste, kam über London, Moskau, Warschau, Ost-Berlin, Halle und schließlich Sangerhausen…
Opa erzählte manchmal – nach Aussage seiner Tochter, großen Blödsinn – wenn er bemerkte, dass die Verbindungen nur deshalb immer so schlecht sind, weil sämtlich Geheimdienste der Welt sein kurzes Gespräch belauschen wollten. Daraus folgerten für mich merkwürdige Rückschlüsse, denn bei einem Anruf aus dem 50 km entfernten Halle oder einem Ort in der Umgebung war die Qualität teilweise noch mieser. Ganz zu schweigen bei dem Hin und Her der Verbindungen nach Hamburg und den ewigen Unterbrechungen dabei. Um ein Gespräch zu beenden, konnten schon viele Stun­den ins Land gehen. Nicht zu vergessen, die dabei parallel auftretenden Geräusche, dauerndes Knacken, Kratzten, Rauschen, das 50 Herzt Brummen, sowie unerwünschte Konferenzschaltungen mit Babylonischen Stimmengewirr. Um es kurz zu machen, ein Telefongespräch war schon ein rich­tiges Abenteuer, unter bestimmten Umständen sehr spannend und facettenreich…
Irgendwann, Anfang 1961, zapfte ich unser Telefon an, jener unerlaubte Informationsvorsprung ward nie zu unterschätzen…
Dafür wurden lediglich zwei ganz dünne Drähte, von einem Trafo, an die Freileitung am Haus gerö­delt. Unter den Dachziegeln verlegt, endeten sie vom Boden aus in meinem Zimmer, der entstehen­de Sound kam dann aus dem 2000 Ohm-Kopfhörer. Die ganze Kabelage am Fenster war für Laien sowieso nicht durchschaubar, da endeten zwei verschiedenartig ausgerichtete Langdrahtantennen und jeweils zwei Pärchen aus Sprenglitze vom Schacht, an denen unten im Hof zwei Lautsprecher hingen. Der eine befand sich im ehemaligen Scharraum der Hühner, wo nun meine Karnickelställe standen, die andere Leitung ging in den Garten, zu meiner Bude unterhalb der Hofmauer…
Nach dem anschließenden Umzug in das südlich Gipsviertel, zwei Jahre später, folgte eine tele­fonlose Zeit. Im Wohnbezirk stand zwar eine Telefonzelle für kapp 1200 Einwohner, allerdings fehlte innen permanent das entsprechende Equipment. Im nach hinein kann ich mich überhaupt nicht erinnern, jemals dieses technische Wunderwerk intakt erlebt zu haben.
Egal wo ich zu Zonenzeiten jobbte, jeder hielt sich die Leute mit Telefonanschluss nach draußen warm. Außerdem waren alle angeschissen, die sich während der Arbeitszeit nicht trauten die Ar­beitsstätte zu verlassen, wenn nach fernmündlichem Zuruf, für mehrere Stunden irgendwo Bück­ware harrte, Bücher, Platten oder Klamotten. Ganz wichtig schien mir immer der Draht zum Pferde­schlächter, bei dem musste man in kürzester Zeit auf der Matte stehen. Zossen kamen ihm fast nur im Monatsabstand unters Messer, bei der unstillbaren Nachfrage, schon ein leichtes Problem, außer­dem kostete alles verwertbare Zeug lediglich eine Mark das Kilogramm. (Für meine Pferdefleisch­köchelei besorgte meine Großmutter extra Töpfe und lagerte sie auch separat. Benutztes Werkzeug reinigte sie mit Todesverachtung und Abscheu sofort nach jedem Einsatz.)
Im altmärkischen Pfarrhaus (Ich zog dort mit zwei Kumpels im Herbst 1971 ein.) besaßen wir auch einen Anschluss, gedoppelt mit dem Förster. Wir kamen uns aber so gut wie nie in die Quere, da un­sere Konversationen meistens in der Nacht stattfanden, wenn unsere Gesprächspartner im weiten Land, auf Spät- oder Nachtschicht relativ ungestört telefonieren konnten. Eine Bekannte arbeitete in einer Magdeburger Klinik und veranstaltete nächtens, stundenlange Konferenzschaltungen, sei es nur, dass sie zwei Hörer entsprechend aneinander hielt. (Nach dem Mauerfall stellten sich ganz ne­benbei, ihre ausgezeichneten Kontakte zu „Horch und Greif” heraus.)
Dann begann 1975 mein Aufenthalt in W-Berlin, das Teflon wurde obligatorisch und alles bis Anfang der 1980er, 20 Pfennige die Einheit – aber 24 Stunden. Da war es preiswerter, dass zwei Dauertelefonierer ihren Hörer nicht auflegten, nur eine Uhrzeit festlegten, wann es weiter gehen sollte. (Meggi war so jemand!) Allerdings konnte man in der Zeit nicht angerufen werden.
Da solche Wartezeiten nie automatisch unterbrochen wurden, es ging nur manuell vom Amt aus, nach aufwendiger Fehlersuche, ließen sich so Leitungen blockieren. (Damals eine beliebte Methode unter mittelständiger Konkurrenz, den anderen mehr als nur zu ärgern. In Stadtrand-Telefonzellen wurde die Gabel mit Holz richtig blockiert und der Zahlschlitz mit Alufolie verstopft.)
Diese Spielchen ließen sich nur umgehen mit einer neuen oder Geheimnummer. Das anschließende Freischalten mit neuen Ziffern kostete 24 Mark, nahm außerdem fast zwei Wochen in Anspruch. Fangschaltungen bei Telefonterror waren damals, bei gewöhnlich Sterblichen, überhaupt nicht denkbar.
Allerdings bestand die Möglichkeit sich mit der Störungsstelle in Verbindung zu setzen. Bei abso­luter Stille an den Enden, jagte sie irgendwann mal etwas mehr Saft in die Leitung und es klingelte trotzdem. Da es auch geschah, dass der Hörer nicht richtig auflag. Später in der WG kam in die Zu­leitung vor der TAE ein Schalter und der wurde nach erfolgreichen Suchanzeigen für Mitbewohner einfach betätigt.
Auf Feten ließ sich meine Kenntnis über die gerade gültige Prüfnummer der Fernmeldemonteure lustig einsetzen, besonders in Wohnungen mit über 150 Quadratmetern und ellenlangen Fluren, wo sich das Telefon mit einem Reichsdeutschen Anschluss, natürlich an der Eingangstür befand. Ich wählte die entsprechenden Zahlen, legte auf, entfernte mich und nach 20 Sekunden begann es, bei einer intakten Leitung zu klingeln. Hob nun jemand ab, brach die Verbindung sofort zusammen und es folgte das Freizeichen. Jene Nerverei ließ sich noch erweitern bei reell erfolgenden Anrufen, in­dem man aus der Sprechmuschel das Mikro entfernte. Während sehr lauten Feten vernahm der An­rufer immerhin ganz leise Geräusche durch das Hörteil. Beide Teilnehmer fingen nun an zu brüllen, bis einer aufgab…
Einen Joker gab es für jemanden, der die ausgelaufene Nummer von einem viel benutzten An­schluss irgendwann mal erhielt. (Bis in die 90er war es für Normalsterbliche unmöglich, nach ei­nem Umzug im Stadtbereich, seine alte Nummer mitzunehmen. Deshalb ließen sich anhand der Zif­fernfolge, Rückschlüsse auf den entsprechenden Berliner Wohnsitz des Teilnehmers schließen.) Dies ging, 1990, einem Mädel mit meiner alten Schöneberger WG-Nummer so. Da sie das Geld für einen Neuanschluss sparen wollte und herausbekam, wer sich ehemals hinter ihren Zahlen verbarg, gelang es ihr schließlich, mich zu erreichen. Die Dame schien mit einem Sockenschuss behaftet zu sein, verlangte sie doch allen Ernstes, dass ich jeden Bekannten mitteilen sollte, wo ich neuerlich abge­blieben war. Monate später, nach einem Testruf meinerseits: Kein Anschluss unter dieser Nummer, sie hatte endlich investiert!
Aus Ostberlin klang das so: Berlin, Hauptstadt der DDR, kein Anschluss unter dieser Nummer…
Weiß aber nicht, ob es sich dabei nur um einen Spezialservice für Anrufer aus den Coca-Cola-Sek­toren handelte.
Ab den 80ern, als in den Zellen erste, elektronisch nachgerüstete Telefone mit Displays aufkamen, bestand die Möglichkeit, Gebühren für Ferngespräche halbieren zu lassen. Da lungerten vor solchen Telefonzellen im Innenstadtbereich und +Berg manchmal Leute herum, die besaßen Innereien von piezoelektrischen Feuerzeugen, versehen mit zwei dünnen Kabeln. (Für jene Lighters legte man in jenen Tagen sehr viel Schotter hin, außerdem bewahrte der Fachhandel sie in verschließbaren Schränken auf.) Der Service dieser Jungs bestand darin, nach kurzer Rücksprache nebst kleinem Obolus, entsprechende Summen einzugeben, was sich absolut fair auf dem Display begutachten ließ.
Eine andere Möglichkeit, die Telefonkosten sogar zu vierteln, bestand darin, dass man die Münzer mit 5-Pencestücken fütterte. Absolut Identisch mit einer Deutschmark, stand der Wert bei 25 Pfenni­gen. Noch bis in die 90er hinein fraßen Parkuhren, BVG- und Dattel-Automaten und sehr lange noch Pool-Billardtische gierig diese Währung.
(8. Juni, 1982, gegen 14:30, U-Bahnhof Blissestrasse – stoned wie ein Weltmeister – wollte mit mei­ner Freundin zu den Rolling Stones. Meine Barschaft bestand aus ungefähr 20 losen 5-Pencestüc­ken in der Hosentasche, damit versuchte ich einen Viererfahrschein, für 4,50 DM?, zu erstehen. Eine Münze nach der anderen rutschte anfänglich durch. Mit etwas Spucke drauf, blieben beim anschlie­ßenden Durchgang, die verbleibenden zwei, endlich auch hängen. Rasseln spie der Automat die Karte in das vorgesehene Fach, dann klimperte ein Geldstück hinterher, die 50 Pfennige Restgeld! Neeee, nee – auch etwas in einer leichteren Währung, es handelte sich um ein 50 Centime-Stück…)
Der Legende nach holte sich Birne, ob dieser 5-Pencestücke bei UK-Maggie eine mächtige Abfuhr, als er an sie appellierte, endlich diesen Münzen die Deutschmark-Identität zu nehmen. Sie soll ihm daraufhin geantwortet haben, wenn er mit diesen Münzen Probleme hätte, dann sollte er gefälligst etwas unternehme!
In den End70ern und den Beginnenden 80ern war ich oft in London, mit zwei Übernachtungen am Wochenenden, für 99 D-Mark. In jeder Bank konnte man, gleich abgepackt, jeweils zu 100 Stück, 5-Pence erstehen. Durchgehend grinsten die dortigen Angestellten immer ganz dreckig…
War in der Zeit auch oft in Amsterdam, als man noch im Wondelpark pennen konnte, auch in den den niederländischen Banken gab es den entsprechenden Pence-Service. Wurden bei Stichproben­kontrollen im rollenden Korridor-Transit oder auf Flughäfen solche Mengen an UK-Münzen ent­deckt, musste man sie, mit leichtem Verlust sofort zurücktauschen. Allerdings gab es auch die Mög­lichkeit einer Beschlagnahmebescheinigung und das Geld holte man sich dann auf einer hiesigen Bank retour…
Zum Folgenden, kurz einige technische Anmerkungen.
Um bei alten Telefonen extern mitzulauschen, gab es mehrere Möglichkeiten. Die einfachste, an fast allen Geräten konnte man eine zusätzliche Hörmuschel anschließen. In der Regel musste neben dem Anschlusskabel eine winzige Plastikabdeckung entfernt werden und schon ließ sich das zusätz­liche Hörteil einstöpseln.
Als nächstes, auch ganz einfach, es setzte aber den Betrieb eines externen Gebührenzählers vor­aus. Das kleine Kästchen stellte man in die Nähe eines Transistorempfängers, suchte kurz auf UKW die entsprechende Frequenz und schon ließ sich alles mithören.
Ich lötete mir allerdings einen Adapter mit DIN-Buchse und stöpselte das Kabel in die Stereoan­lage, optimal zur Verstärkung und Aufnahme.

1)    90er Jahre Marke: „Frankfurt“ ?, kostete damals fast 1000 DM
2)    Buchse für Ohrhörer, obwohl das Teil schon einen Lautsprecher besaß
3)    DIN-Buchse
4)    Ohrhörer
5)        ’’
6)    Externer Gebührenzähler, mtl. Gebühr 5 DM

Gott noch mal, auf was für einen Unsinn kamen wir, wenn die Meute bekifft bei mir herumhing.
Besonders in der Zeit, als ich mir, in der Sonnenschein GmbH, einen Pfeifenkopf für den Schlauch einer Gasmaske gedreht hatte, mit einem entsprechenden Deckel dazu, an ihn kam das Schläuchlein einer Aquariumluftpumpe und zogen unter der Maske damit den Mix aus Harz und Gras ein…
Alles begann irgendwann damit, dass ich Steven bat, während es noch klingelte, sich mit total zer­knautschtem New Yorker Slang und einer dortiger Nummer zu melden. Beim ersten Mal ging es leicht in die Hose, aber er fand sofort Gefallen daran. Zur Übung suchten wir anschließend Num­mern aus dem Telefonbuch, bevorzugt Namen mit Berufsbezeichnungen oder von irgendwelchen Arschkeksen aus unserem Bekanntenkreis. Versuchten dann herauszubekommen ob dort jemand anwesend war, der mit einem blödsinnigen Salm um dringenden Rückruf gebeten wurde, dann erfolgte Stevens Einsatz. (Von diesem Scheiß besaß ich mal fast vier Stunden Tonbandaufnahmen.) Meistens kam jeder mal dran. Was da gruppendynamisch so ablief, die Leute überboten sich mit Phantasie. Angefangen vom R-Gespräch des unbekannten Cousin, der mittellos in Hawaii herum hing und nach Hause wollte oder gerade aus dem Knast kam. Oder der Telefonnummer die hinter dem Scheibenwischer hing, wegen einer Schramme an einem nagelneuen Daimler. Die Erinnerung an eine unbezahlte Zeche, deren Termin gestern abgelaufen war…
Dabei einen Blick in die Runde zu werfen, wenn alle mit letzter Kraftanstrengung ihr Lachen unter­drückten, gab auch etwas her, genauso anschließend das befreiende, hemmungslose Gelächter.
Hier fange ich mal mit etwas an, von solchem Abend in der Fechnerstraße ungefähr so abging.
„Guten Abend, mein Name ist Meiersteyn, mit „Y” hinten, Fernmeldeamt Winterfeldstraße, spreche ich mit Herrn…?”
„Nein, dass ist aber schade. Darf ich mein Problem schildern?”
“Ach so, sie sind die Nichte von Herrn…”
„Wie sie sicher schon aus der Presse entnommen haben, beginnen wir in Schöneberg gerade mit den Vorbereitungen für ein Pilotprojekt des Kabelfernsehens. Sind deshalb rund um die Uhr damit be­schäftigt Telefonleitungen zu checken.“
„Richtig! Sie müssen keinen großartigen Einsatz zeigen, außerdem möchte ihr werte Onkel, sicher auch bald störungsfreie Fernsehbilder?”
„Wo ist denn ihr Telefon angeschlossen?”
„Würden sie so nett sein und sich zu dieser TAE-Dose begeben! Entschuldigen sie, dabei handelt es sich um dieses ganz kleine Kästchen an der Wand, wo ihre Telefonschnur rauskommt”
„Bitte fassen sie das Kabel ganz fest, vielleicht 50 cm vor der Dose an und spannen sie es!”
Die Runde glotze mich saublöd an, was da wohl noch kommen wird. Nebenbei kratzte ich vorsich­tig mit dem Fingernagel über die winzigen Löcher der Sprechmuschel.
„Ohhh! Auf meinem Monitor gibt es irgendwelche Veränderungen an der Amplitude, sie dürfen sich nicht bewegen!
“Machen sie auch nicht, sehr gut!”
„Hören sie die Geräusche?”
“Da fließt ja ganz schön Strom, ich hoffe, dass ihre Hand noch nicht kribbelt”
Nun erfolgte meinerseits ein Aufschrei: „Scheiße! Reißen sie sofort das Kabel aus der Dose!”
Kurzes Knacken in der Leitung und dann Ruhe, allerdings nicht in meiner Bude.
– Die nächste Episode passierte in Uerdingen, zum Party-Ausklang gegen 2 Uhr morgens. Über uns eine Einweihungsfete von einem Typen des dortige Eishockeyvereins. Mit mehreren Leuten zogen wir, stoned eine entsprechende Mucke ein. Da wurde oben die Anlage aufgerissen, ewig lief da so ein Scheiß, wie der Ententanz im Wechsel mit Metal. Da bei Nachbars Tanz in allen Sälen angesagt war, mit einer sauguten Stimmung, konnte man sich unten nirgends wo zurückziehen. Det begab sich rauf, ich machte den nächsten Versuch – wir sollten doch rauf kommen und alle mitfeiern – in einer halben Stunde schon, aber nicht jetzt.
Da kam mir die Eingebung und ich ließ mir das Telefonbuch geben, suchte zwei Nummern raus, die vom renommiertesten Benz-Händler und vom oberen Nachbar. Natürlich hob irgendjemand in der Nähe des Telefons ab, eine Frau. Ich stellte mich vor, verbunden mit der Erkundigung, ob noch et­was los sei, da Herr (…) letzte Woche bei mir einen Daimler bestellt hatte, cash zahlte und ich zu seinem Einweihungsfest eingeladen war. Jetzt sorgte die Frau an der anderen Seite erstmal dafür, dass die Musi leiser gestellt wurde und ich musste neuerlich von Anbeginn loslegen. Dabei gab sie alles simultan der Runde preis, wobei die Massen ewig aufjohlten. Als der Scheff dann am Rohr hing, angesoffen und überhaupt nichts verstand, sich nebenbei der dummen Sprüchen seiner Kum­pels erwehren musste, entschuldigte ich mich, da es sich um ein Versehen handeln musste…
Die Fete war damit gekippt und oben kehrte Ruhe ein.
– Ein Freund steckte mir, dass bei ihm eine neue Sekretärin arbeitete, die bestimmt sofort den Hörer auflegen würde, wenn ich mit einem meiner üblichen Sprüchen käme.
„Einen wunderschönen guten Morgen! Katholische Pferdebadeanstalt Großberlin, mein Name ist von Meiersteyn, mit „Y” hinten, ich möchte geschäftlich Herrn Dr. Kalb spreche.”
„Guten Morgen ebenfalls, Herr von Meiersteyn, toll dass sie sich endlich melden. Sagen sie, wann kann ich mit ihnen einen Termin vereinbaren? Schon zwei Wochen, liegen die von ihnen bestellten Schwimmflügel für ihre Einjährigen bei uns zum Ausliefern bereit.”
“Ist es ihnen recht, wenn ich in 10 Minuten persönlich erscheine?”
„Das wäre mir am liebsten, ich werde Herrn Dr. Kalb ihren Besuch ankündigen, auf Wiedersehen, bis gleich.”
Da war ich platt und Norbert, ihr Chef begeistert, als ich anschließend den Verlauf unseres ersten Gespräches kundtat. Madame stellte sich als ganz junge Bürokraft heraus, gerade ein Jahr nach der Lehrzeit.
An dieser Stelle muss ich abermals eine kleine technische Erläuterung einschieben. In Berlin gab es und existieren noch zig verschiedene Telefonnetze, von den Alliierten, deren Geheimdiensten, Polizei, Feuerwehr, Banken, Sparkassen, Radio, Fernsehen, hinzu kommen uralte Rohrpostnetz, in W-Berlin, glaube 1967 aufgegeben, ein Torso wurde im Osten bis in die 1980er betrieben.
Nun weiß ich nicht mehr wen es betraf. Ein alter Zonen-Bekannter bezog in Neukölln eine kleine Wohnung. Stellte nach Monaten fest, dass er nie Telefongebühren abdrücken brauchte. Vorsichtig wurden Ferngespräche probiert, nichts tat sich, nun begannen alle Freunde diesen kostenlosen Dienst in Anspruch zu nehmen. Bis eines Tages, während mehrerer Rundrufe plötzlich die MP der Amis, jene Bude stürmte. Alles klärte sich sehr schnell auf, sein Vormieter, ein GI, hatte die Kap­pung der Dienstleitung verpennt. Da irgendwann laufend Gespräche in den gesamten Ostblock hin­zukamen, war jemand sehr misstrauisch geworden und observierte. Etwaige Nachzahlungen muss­ten nicht getätigt werden!
Eine weitere lustige Sache war folgende. Man schraubte den Deckel der Sprechmuschel ab, ent­fernt kurz den Mikrofoneinsatz und wischte vorsichtig den gesamten Innenraum, sowie die Rück­seite des Mikros, mit dem Papier von einem Stinker der Marke „Esrom” aus. Bei jedem nicht zu aufgeheizten Büro konnte man mindestens drei/vier Tage seine Studien betreiben.
Heute ist es nicht mehr so einfach, es lässt sich aber bei fast allen Telefonen noch bewerkstelligen. Man braucht dazu nur einen kleinen Schraubendreher für den Hörer.
Im Herbst 1980 tauchte Alek, (Gemeinsam mit ihm begann ich im September 1974, südlich von Zakopane einen Wandertag, der bei mir zwei Wochen später am Draht nach Jugoslawien endete. Er landete anschließend länger in der Psychiatrie, bei ihm kam noch Fahnenflucht hinzu. Nach meiner Entlassung in den Westen leierte ich sofort über Amnestie International etwas für ihn an.) ein alter Kumpel aus Polen bei mir auf, im Tross Agnieszka, eine Ingenieurin für Verkehrswesen. Ihr „Freund” wiederum (Er hielt sich damals drei Bordsteinschwalben, mit einem 20 000 DM Daimler düste er zurück nach Polen, verkaufte dort dieses Gefährt für knapp 100 000 DM und verschwand den Rest des Winters in Südamerika.) brachte sie auf Provisionsbasis in einer „Peepshow” am Zoo unter.
A. nisteten sich bis kurz vor Weihnachten bei mir ein, ihr Aufenthalt bereitete mir recht wenig Malaise. An den verlängerten Wochenenden hing ich sowieso in +Berg herum, ansonsten mal da, mal dort oder kam nur mal kurz zum Pennen in meiner Wohnung vorbei.
Trotzdem kam leichte Freude auf, als ich beide mit Vorbereitungen zur Abreise antraf. Alek half ihr die letzten zwei Tage mehrere 20er Filzschreiber-Sets von den Innereien zu befreien. Für ihr rest­liches Geld hatte die sparsame Agnieszka 500 Micky Mäuse zu Sonderkonditionen erstanden. Wäre doch schade gewesen mit ihnen nicht sorgfältig umzugehen, immerhin kostete in Polen ein Mäus­chen soviel, wie ein Schichtarbeiter in der Woche verdiente.
Großzügigerweise hatten Alek und ich auch etwas davon, Madame spendierte heimlich eins der Tierchen. War schon was, Musik zusehen und Farben zuhören, aber 8 Stunden ungewollt einen an der Klatsche zu haben, ich weiß nicht! Zum Schluss kam es auch nicht mehr so lustig rüber.
Dann die Überraschung bei der nächsten Telefonrechnung im Dezember, sie hatte 752 DM verbra­ten. Zu jener Zeit kam ich mit Bafög und 300 Mark von der O. Bennecke-Stiftung auf monatlich runde 900 M-chen. Meine Wohnung 78 m im Quadrat, zwei Zimmer, Küche, Bad kam 107,- DM, kalt. Manchmal noch kleine Nebenjobs, das bezog sich damals fast nur auf Schweißarbeiten an Au­tos in Bastelwerkstätten und mal etwas Wohnungsmalerei. Da konnte ich richtig fett leben und ewig in Europa herumreisen – dann dies. Nach einem Anruf bei der Abrechnungsstelle lud mich eine sympathische Stimme in die Stresemann Straße ein. Die junge Frau belegte die Herkunft der ent­standenen Summe, in den letzten beiden Nächten – Anrufe nach Australien, Kanada und immer wie­der in die USA.
Mit einer Tilgungsvereinbarung, monatlich 100 Mark extra, zog ich mich aus der Affäre. Alek ant­wortete nie auf einen Brief von mir. Jahre später lief er mir bei Dylan in der Waldbühne über den Weg, mittlerweile war er hier verheiratet…
Im Sommer drauf, stand Agnieszka das Aas, wieder bei mir auf der Matte. Kein Wort verlor sie über die Telefonrechnung, wollte mich aber für 10 000 DM Cash sofort heiraten. Nach einer kurzen Be­denkzeit lehnte ich ab, wegen der anschließenden Zeit an der FU.
Natürlich beratschlagte ich sofort mit meinem Kumpel Achim (der gerade bei mir politisches Asyl genas) was zu tun sei. Mit THC in der Rübe fliegen einem die Gedanken wie aus einem Bienen­schwarm zu. Wie wäre es, ihren Pass wegzufinden, eine anonyme Kopie an die polnische Militär­mission senden, versehen mit dem Hinweis, das Teil hätte sie verkauft…
Ein Anwalt aus dem Bekanntenkreis riet flehentlich von dieser Aktion ab, da ich sicherlich keinen gesteigerten Wert darauf legen würde, dass mir irgendwann durch äußere Einflüsse, unkontrolliert die wichtigste Körperflüssigkeit abhanden käme.
– Aus dem letzten Jahrtausend hätte ich fast ein Wunderwerk der Telefontechnik vergessen, ebenso die entsprechende Geschichte dazu.
Bei diesem Gerät handelte es sich um einen Schuhkartongroßen und schweren Münzapparat, tief schwarz natürlich. Er sah fast wie ein altes Wählscheibentelefon aus, mit dieser unförmigen Gabel und dem entsprechenden Hörer, allerdings mit diesem riesigen Unterbau, vielleicht 8 cm hoch. Vorn befand sich eine Vorrichtung, in deren Vertiefung immer zwei Zehnpfennigstücke übereinander plat­ziert wurden. Man wählte, kam die Verbindung zustande, wurden zwei Schniepel neben dem Gro­schengrab kurz zusammengedrückt, dadurch das Geld im Inneren versenkt. Als später die Zeitdauer der Telefoneinheiten mächtig schrumpften, kamen diese Teile aus der Mode, denn sie ließen sich nicht nachladen.
Auf die 20 Pfennige konnte man auch verzichten, meldete sich der Partner, musste man lediglich in die Hörmuschel laut schnacken, nach kurzer Durchsage konnte man sich auf diesen dauerhaften Wechsel einspielen. Da wurden beide zur Telefonkultur gezwungen, denn man musste den anderen ausreden lassen, von der anderen Seite außerdem die Zeit eingeplant werden, wenn der Hörer wie­der als Mikrofon benutzt wurde. Demzufolge ließen sich auf Kosten des Besitzers sogar Fernge­spräche abwickeln, aus diesem Grunde stand in Kneipen das Teil oft am Tresen, damit es beobachtet werden konnte.
1979 machte um die Ecke mit neuer Bewirtschaftung eine Pinte auf. In Richtung Toiletten in einem breiteren, aber verwinkelten Stück Flur befand sich der Flipper und auf einem bequemen Bord stand dieses Münzmonster, daneben lagen die Telefonbücher.
Ich erinnere mich deshalb auch an jenen Abend, da ich mit Mike gerade von einem Wanderurlaub aus Lappland kam. Mein Kumpel war die gesamte Strecke von Fehmarn mit der Bahn gefahren, ich ritt per Anhalter von Lauenbug 1½ Stunden später ein. Recht verwundert traf ich ihn (Er wohnte ei­gentlich im Stephankiez von Moabit) in der Kneipe an, natürlich mit riesigem Vorsprung an Promil­le. Da kommt er doch auf die Idee noch Skat spielen zu wollen und ich sollte dazu unseren Liebligs-Co-Alki zum Herkommen bewegen. Dazu verspürte ich keinen Trieb, denn Winnie M. lebte mit einem schrecklichen Weib zusammen, auch fernmündlich verspürte ich keinen Trieb mit dieser Tussi, nur ein Wort zu wechseln.
Irgendwann macht ich mich doch in Richtung Teflon auf, hob ab und wollte gerade die Münzen reinlegen – was war das denn? Nach drei Wochen finnischen Dschungel machte ich in der Folge einen auf Spanner, da trieben in der Leitung zwei Telefonsex, aber Holla die Waldfee. Schließlich tauchte Mike auf, der musste beidrehen und mir einen Stuhl und Zigaretten mitbringen, dann hielt ich ihm den Hörer an die Lauscher.
Alsbald standen mehrere Männchen und Weibchen um uns herum, in deren Folge auch der Kneiper erschien, da ihm seit geraumer Zeit aufgefallen war, dass niemand von den Toiletten zurückkehrte. Nun wollte er auch mal ganz kurz, knallte wie elektrisiert den Hören auf die Gabel, flitzte mit viel Brasst in seinen Wohnung obendrüber.
Alles verkrümelte sich…
Er selbst hatte den Münzer mit dem Telefon am Tresen und dem in seiner Wohnung parallel angeklemmt…
– Für mich persönlich ließ sich ein Telefon zu einem sehr schönen Gesellschaftsspiel benutzen. Erstmalig kam mir nach einem Hörnchen diese Idee bei Meggie, dass muss nun fast 40 Jahre her sein. Zu einer Zeit, wo mir Multikulti noch etwas gab! In jenem Haus lebten nur unter dem Dach, in zwei Mini-WGs noch vier Gelbfüßler, ansonsten Muselmanen. Wenn man von dem kleinen um­ständlichen Vorteil absah, dass es manchmal tagelang vorkam und nur der Lokus in der anderen Wohnung benutzbar war, (Dies ging ohne weiteres, weil es zwischen den beiden Balkonen keine Trennwand mehr gab.) da er an einem anderen Strang hing. Wenn mal wieder jemand versucht hatte das Gekröse nach einer Schlachtung in der Toilette zu versenken. Oder tagelang Klageweiber auf den Treppen zu erleben, dies gab auch etwas her. Wer sich für lernfähig hielt, konnte schon damals sehr schnell registrieren, dass jeder Versuch des Gebrauchs, mitteleuropäischer, gutbürgerliche Um­gangsform, von unseren ausländischen Freunden, sehr schnell als Schwäche ausgelegt wurden. Jemand der sich schon besser in Deutschland auskannte, der toppte alles noch: „Du haben etwas gegen Ausländer?”
Also passte sich die Minderheit an, was auch seine guten Seiten aufwies. Im beschaulichen Wil­mersdorf war es zu jener Zeit nicht möglich, nachts um 2 Uhr, bei geöffneten Fernstern – drinnen lief voll power Full House – laut lachend auf dem Balkon ein Dreiblatt einzuziehen, ohne dass es Proteste gab. (Schleichend setzt sich diese schöne Sitte nun auch bei uns im bürgerlichen Wilmer­sdorf durch.) In jenen Zeiten wurde Krach noch mit Krach bekämpft, man muss halt nur den multi­kulturellen Einflüssen die positiven Seiten abgewinnen! So nahm sogar der fast taube anatolische Urgroßvater, der sich nie ein Hörgerät leisten konnte, noch aktiv am Leben teil…
War unsere Gastgeberin schräg drauf und sie bei geschlossenen Fenstern nur die Floyds oder Jean Michel Jarre in Zimmerlautstärke genehmigte, lag bald das Büchlein mit den internationalen Vor­wahlnummern auf dem Teppich.
In jenen Tagen war es noch auf der ganzen Welt Usus, dass sämtliche verbalen Dienstleistungen der Telefonbranchen, wie Auskunft, Uhrzeit, Wetter usw., nichts kosteten. Zu unserem Spiel gehörte, dass sich jemand irgendeine Vorwahlnummer aussuchte, sie gemeinsam mit den Ziffern 0 bis 9 wählte, wobei dann anschließend in irgendeiner Sprache tönte: „Kein Anschluss unter dieser Nummer” ! Die Anwesenden rieten nacheinander, in welcher Sprache die Antwort erfolgte. Verschärft war die Variante, auch noch das angewählte Land rauszubekommen, wer endlich darauf kam, der durfte als nächster wählen…
Abschließend der Spruch von unserer digitalen Kommunikationsprostituierten.

Nachtrag: Belasse es aber nur bei zwei Gegebenheiten!
– Mit rhythmischen hämmern auf der Gabel war es möglich, mit viel Übung, vollständige Nummern zu klopfen.
– Bekannte brieten, 1986, ihrem Latein-Leermeister einen Storch, in dem sie im TIP annoncierten: Schwarzes Klavier, Baujahr ´61, technisch O K, wegen Umzug nach Amerika…
Ich tätigte damals auch einige Anrufe und nahm sie auf…
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Muss aber noch hinzufügen, bei den Leutchen handelt es sich wirklich um Pädagochen! Seine Feindbilder dazu, muss sich wieder jeder selbst basteln!

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