Antisemitismus heute – wie judenfeindlich ist Deutschland?

Gestern Abend nach Hause gekommen, hatte ich mich leicht mit der Zeit vertan, denn bei den „Tagesthemen“ lief gerade der Abgesang. Außerdem lagen mir die sonntäglichen „heute“news noch schwer im Magen, weil sie mit der Meldung des erneuten Sieges von Kreisfahrer Vettel begannen. Für manchen Kleingeist wird es die einzige weltbewegende Meldung gewesen sein.
Weiterhin nervte mich jene Übernahme aus dem privaten Sendebetrieb, dass neben dem eigentlichen Moderator immer noch jemand mit Dackelblick in die Kamera blinzelt. Selbiger „Mitarbeiter“ ist für „Sportmeldungen“ zuständig und muss nach der Begrüßung immer brav :  „Guten Abend sagen“, was mich jedes mal Mainzelmännchen Det erinnert oder jene Aufforderung an eine Teppichratte, wenn Frauchen sagt: “Süsserchen, gib Pfötchen!
Dieser zweite Kollege könnte nun wirklich eingespart werden, hockt der doch eine geschlagen viertel Stunde herum, nur um anschließend zwei/drei Minuten zu plappern.
Prolls am Band könnten sich so etwas nicht erlauben, wenn sie im Teamwork schubbern müssen…
Jedenfalls reichte meine leicht alkbedingte Beeinträchtigung dann doch noch für Die Story im Ersten“ – Antisemitismus heute – wie judenfeindlich ist Deutschland?
Ein Film von Kirsten Esch, Jo Goll und Ahmad Mansour

Typisch, eine Sendung über diese Thematik wird nachts ins Programm gequetscht! Hinterher war ich sogar froh, dass dieser Termin gewählt wurde, denn mit der abschließenden Aussage konnten die Macher absolut kein Blumentopf gewinnen! Handelte es sich um ein missglücktes philosemitisches Elaborat von Gutmenschen oder war eine bewusst heimliche Manipulation eingeplant?
In beiden Fällen wurde der Streifen dem Auftrag der ARD nicht gerecht!
Erstens wurde ewig von DEN Deutschen, DEN Juden, DEN Palästinensern usw. gesprochen, ganz widerlich waren die ewig eingespielten Prozentzahlen von irgendwelchen „Befragungen“! Wie wurden jene Statistiken überhaupt erstellt?
Gerade mit solchen Zahlenwerken werden dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet. Wie heißt es so schön – es gibt die Lüge, die gemeine Lüge und die Statistik! Winston Churchill brachte es noch besser auf den Punkt, als er meinte: “Ich traue keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe.”
Zweitens wurden keine wirklich fundamentalen kritischen Stimmen eingespielt. Mag ja daran liegen, dass scheinbar keine wahrhaft intellektuellen Geister mehr existieren, die ohne erigierte Zeigefinger auf permanentes Fehlverhalten aller Seiten hinweisen könnten…
Hier enden meine Betrachtungen fast, da sich schließlich jeder seine Feindbilder selbst basteln muss – hier noch der Link zum Filmchen.
Hinterher schaute ich im Netz mal nach, um wen es sich bei Ahmad Mansour handelt, dort wir er als palästinensischer Israeli bezeichnet – wie ist das zu verstehen?
Jedenfalls ist Herr M. in sehr vielen Gremien zugange, wobei mir wieder der Verdacht aufkeimt, bei ihm handelt es sich um eine Art Renommier-Palästinenser, allerdings israelischer (?!) Prägung…

Was ich frappierend immer schon zur Kenntnis nehme, sei es nur, dass man ganz schräge verbale Aktionen (Da muss man nicht notgedrungen, inhumane Schweinereien einbeziehen.) aus gewissen israelischen Kreisen kritisiert, dann liegt augenblicklich der antisemitische Schatten über einem, was mir immer schnurzegal war.
Muss gar nicht so weit gehen, sehe mir dabei nur Aussagen und Handlungsweisen von Leuten hier in Deutschland an. Ziehe lediglich in meine Betrachtungen z. B. den Historiker Wolffson, Öllocke (Meine damit den Moderator, Publizisten, großen Moralisten und ehemaligen Kokser. Mir schon klar, der verwendete Begriff ist bereits blanker Rassismus gepaart mit Antisemitismus.) oder Herrn Brauner mit ein. Alle drei genannten Persönlichkeiten werden immer wieder von den Medien instrumentalisiert und vorgeführt, aber nur mit den entsprechenden Schokoladenseiten, die dann ins gerade vorgesehene Schema passen.
Bei der zweiten, echten Nachkriegsgeneration haben diese Leute an sich überhaupt keinen Stellenwert, weder positiv noch negativ. Gut, Friedmann ist manchem Fernsehkonsumenten beim Zappen bereits untergekommen. Atze B. ist vielen durch anderweitige Aktionen im Munde, die betreffen allerdings weniger seine Sammelleidenschaft von Mietshäusern, sondern was er mit ihnen anstellt, seine Vorgehensweisen in den Zusammenhängen oft nicht als gentlemanlike bezeichnet werden kann.
Dabei sieht er sich sonst gern als nette Familienmensch und wird von den Medien auch immer so dargestellt. Kein Wunder, besitzt er doch seit Jahrzehnten bereits, darüber hinaus einen philosemitischen Betroffenheitsbonus, der vordergründig dem Zeitgeist entsprechend zu ihm gehört…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.