Niemand hat einen Plan gegen die Coronaflippies, aber allen geht der Arsch auf Grundeis

Bereits vor ca. 8 Jahren tauchte der SARS-(schweres akutes respiratorisches Syndrom)-Virus in den ostasiatischen Gefilden auf und seit einigen Wochen nun die etwas weiter entwickelte Variante.
Kann es sein, dass man sich in Wuhan der Sache damals annahm und die agilen Winzlinge möglicherweise in einem militärischen Forschungslabor etwas modifizierte, wobei einige sich aus dem Staub – Pardon – aus den Reagenzgläsern machten?
Wochen später vernahm ich dann, dass der Virus bereits lange richtige Fettlebe in Ratten und Schlangen tätigte.
OK, mag schon sein, schließlich verleiben sich viele Chinesen alles ein, was irgendwo herumkreucht und fleucht, deren vorherigen Sammelleidenschaft registrierten wir bei Ebbe an den matschigen Gestaden des Jangtse´s .
Da bin ich ja dem sympathischen Herrn mir der Sense so eben noch entwischt, Spätfolgen scheinen nicht aufgetreten zu sein, schließlich liegt alles bereits 35 Jahre Retour.
Weiß noch, wir waren zu einem 35Gängemenü in einer riesigen Landkommune geladen und ich war der einzige, der bis zum Schluss durchhielt und sich wirklich alle aufgetischten Häppchen einverleiben konnte. Hatte mich nämlich akkurat an den Essgewohnheiten unseres Gastgebers orientiert. Jener Schmierpiss, der Parteisekretär vonz Janze, besaß scheinbar nur deshalb so eine drahtige Figur, weil er mit seinen wirr gewachsenen 10 bis 15 cm langen Fingernägeln, nicht richtig zugreifen konnte…
Einzig, kandierte Heuschrecken wurden nicht kredenzt.
Abgesehen von den kalten Entenfüßen, deren Schwimmhäute an gummierte Schuhsohlen erinnerten und dazu salzfreien Reisklumpen zum Frühstück, war schon manchmal undefinierbares Getier dabei, sogar panierte Skorpione.
Eine Köstlichkeit, mit ganz unterschiedlichen Geschmacksrichtungen bis hin zu pikant, eröffneten sich mir am allerletzten Abend in Peking und da erfuhr ich, was es mit den panierten Kügelchen, alle in Normgröße von vielleicht einem Zentimeter Durchmesser, auf sich hatte.
Zu den öfteren vollkommen dekadente kalten Buffets standen aus tausenden dieser Murmeln hergestellte Halbkugeln (Runde 40 cm Durchmesser) zwischen den Köstlichkeiten. Jene absolut geometrischen Gebilde waren zudem noch streifenförmig in Spiralen aufgestapelt. Nach dem Zerquetschen dieser kleinen Gebilde, blieb nur Staub übrig, der aber phänomenal schmeckte…
Ohh fuck, aber wie kamen diese akkurat identischen Kügelchen zustande?
Wir waren an unserem letzten Abend zufällig wiedermal auf die japanische Drachendelegation gestoßen und zwischen den Gängen entwickelte sich abermals ein lustiger Sängerwettstreit. In unserer Truppe reiste ein Jurist aus Bremen mit, der öfters sehr gekonnt Arien schmetterte, bei den Japanern tat dies ihr uralter Schefff.
Während der Reise erlebten wir es vorher nur in Kanton, dass Unmassen an Personal ganz unauffällig anwesend war. An einem großen Vierertisch, allein für Bier, Wein und Schnaps je eine blutjunge Frau. Jener Service lief bei den Getränken wie folgt ab, kaum war das Glas ausgetrunken und abgestellt, schwebte die entsprechende Fee heran und ließ sofort die Luft aus dem Trinkgefäß. Wollte man erst mal pausieren, musste das Glas augenblicklich umgedreht platziert werden. Ging es weiter, da stand das kleine Behältnis gerade wieder korrekt auf seinem Platz, wurde dies gebrauchte Teil entfernt und es gab ein neues…
Ungefähr eine Stunde schafften sich die beiden Troubadoure. In dem großen Saal, mit gut und gerne 40 Tischen, entwickelte sich alles zu einer grandiosen Sangesvorstellung, eines Brückenschlages von Asien nach Europa und retour. Mittlerweile tauchten dezent im Hintergrund Massen vom dortigen Lohngesindel auf, die allerdings sehr dezent ihren Beifall bekundeten, dafür leuchteten deren Augen umso mehr. Unsere Abschiedszeremonie zog sich dann doch etwas in die Länge, neben den begeisterten Gästen tauchten nun auch noch höhere Chargen des Nobelrestaurants auf. Dann war es endlich soweit, von den Zurückbleibenden noch weiter beklatscht zückte ich in den Minuten meine Bluesharp und intonierte: Lustig ist das Zigeunerleben.
Was der ganzen Gaudi wiederholten Anstoß gab.
Als es an der großen Küchenpforte vorbeiging, gab es die kurze höfliche Geste zum Eintritt, wobei mir natürlich bekannt war, dass es sich lediglich um eine leere Gebärde handelte, was mir in dem Moment vollkommen egal war, wie eigentlich auf der ganzen Tour. Während Betriebsbesichtigungen oder in Chinas größter Klapper machte ich mich, wenn irgend möglich, auf Solotour.
Da gewahrte ich eine größere Arbeitsfläche, an denen Leute, auf edlem Porzellantellern akribisch jene Halbkugeln bastelten. Schon witzig, wenn in einem Land nur Esperanto mit den Extremitäten möglich ist, wobei man da auch noch Fehler machen kann! Trotzdem ist mit gutem Willen die entsprechende Kommunikation sofort möglich.
Hinzu kam in dem Moment, wie mit meinem Zimmerpartner, ganz frühmorgens in den Nestern oft erlebt, wenn irgendwo Langnasen auftauchten, dann hingen einem plötzlich größere Menschenmassen ganz neugierig an Hacken.
Ohne große Fisimatenten meinerseits, begriff der entsprechende Mann mein Ansinnen.
Mehrere zischend vorgebrachte Kehllaute, schafften für uns augenblicklich den gebührenden Platz, dabei reichten ihm irgendwelche Knechte die entsprechenden Gerätschaften.
Mit einem Sieb, von fast dem Durchmesser eines mitteleuropäischen 10 Liter-Eimer langte er in einen großen Plastikkübel, in dem es wimmelte – in dem Augenblick wusste ich was es war. Tätigte in einem anderen Kübel mit sehr flüssiger heller Pampe eine acht förmige Bewegung und schüttelte sofort die wenigen Reste von der Flüssigkeit ab, gab mit den Bewegungen Obacht, dass von dem Getier nichts abhaute, knallte dann das umgekehrte Sieb auf den Rand eines großen Topfes mit siedendem Öl. Gleich darauf fischte der nächststehende Kollege alles aus dem brodelnden Sud, nach dem Abtropfen wurde der Inhalt auf einen Brett vorsichtig ausgeschüttet und meine Augen sahen richtig genormte Kügelchen!
Jenes Getier lebt auch in unseren Breiten, sieht man es am Boden umherirren und stupst es vorsichtig an, entsteht sofort ein absolut rundes Teil! Die unscheinbaren Innereien sind vollkommen geschmacklos wobei der äußere Mantel lediglich als Auflage für alle verschiedenartigen frittierten Panaden dient…

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