Mal etwas lustiges in den nicht ganz so witzigen Zeiten

Bekam den Auftrag mehrere Schutzmasken zunähen, deshalb musste mein Equipment her.
Beim händeln der Schere fiel mir die gesamte Geschichte zu ihr ein, vergaß sie aber abends…
Vor anderthalb Wochen lauschte ich auf einem Kinderspielplatz gezwungenermaßen ein Gespräch zwischen zwei Müttern. Sie schienen sich dort über den Weg gelaufen zu sein und plapperten dann unentwegt, wobei sie einander nicht zuhörten und unentwegt beide plapperten. Mann, waren die Weiber schräg drauf, hinzu kam ihre geäußerte Angst vor den weiteren Wochen. Eigentlich hätte ich deren Plauderei aufnehmen müssen…
Der Abklatsch vom Verhalten beider Gören, ließ tief blicken, schätzte sie so um die neun Jahre, beide kamen optimal nach ihren Muttertieren. Die plappernden Kommunikation zwischen beiden Fraktionen lief folgendermaßen ab. Die beiden Mütter schubsten ihre Kids die ganze Zeit auf ihren Schaukeln an, wobei sie sehr angeregt schnatterten, vielleicht keine knappe halbe Stunde und ich saß keine drei Meter entfernt. Die Kids machten ihnen gleich, zwischendurch immer mal der Ruf, Mami etwas mehr!
Beobachtet dabei die Oma mit Enkelkind und ihrer Schwiegertochter, die manchmal sich auch dort zeigte.
Versucht nebenbei Fotos von Schmetterlingen zumachen…
Mittlerweile kannte ich die fast identischen Lebensläufe. Beide hingen normalerweise in Büros herum, die Väter waren lange weg, von ihren Eltern konnten sie auch nichts verlangen und immer wieder, was wird demnächst?
Die beiden Erwachsenen werden sich schon irgendwie durchwursteln, wie sie es eigentlich die letzten Jahre bereits getan haben, ihre vorhandenen Macken sind bereits optimal kultiviert, da fällt es allemal nicht auf, dass sie in der kommenden Zeit noch mehr in der Scheiße waten müssen. Dachte ich mir dann so, allerdings werden die kommenden paar Wochen auch genügen, dass jene Töchter die Basis für den Rest ihres Lebens bekommen, wobei sie später ihre Mütter sogar noch gigantisch übertrumpfen werden! Hier auf dem Spielplatz waren sie nur zu zweit, in vollkommen identischen Situation leben aber viele hunderttausend Kinder und Jugendliche, was solche kaputten Verhältnissen angehen…
Bisher ist ja überhaupt noch nichts passiert und ewig höre ich ganz wichtige Deppen, die der Meinung sind, WIR schaffen das schon!
Natürlich entwickelt sich irgendetwas!
Solche Erkenntnis wird auch ein Menschenkind verinnerlicht haben, welches einen IQ besitzt, dessen Ziffer der Körpertemperatur bei hohem Fieber entspricht, während der letzten Phase einer Covid-19 Lungenmalaise.
Morgens äußerte sich ein Eksperte zum Umgang mit Kindern in heutiger Zeit, da kamen recht vernünftige Sachen rüber, die allerdings jetzt nur funktionieren, wenn die wichtigen Kindheitsphasen unter idealen Bedingungen abgelaufen sind und zwischen den unmittelbar Betroffenen ein Vertrauensverhältnis existiert.
Nebenher ließ der Typ, glaube ein Seelenklempner, etwas ganz gefährliches ab, was in erster Linie sehr vernünftig erschien. Um Zeitintervalle totzuschlagen, da braucht es mehr als nur den Hinweis, einem Kind mal etwas in die Hand zudrücken, um es auseinander zunehmen, z. B eine Uhr, weil man hinterher mit vielen Zahnrädchen spielen kann.
Als Kind durfte ich unter Anleitung vom Opa alles auseinandernehmen, was völlig hinüber galt.
Wenn ich daran denke, dass bei der absoluten Neugier, ohne Opas Beistand sonst etwas hätte passieren können. Denke dabei an die Demontage einer riesigen Standuhr und eines Grammophon´s. Beim Auspacken der Antriebsfedern aus den Federtrommeln hätte ich mir ohne Abdeckung mit einem Jutesack, sonst was für Verletzungen holen können, da die noch leicht aufgezone Federstahlteile, nach ihrer Befreiung wie wild durch den Raum gefetzt wären. Dies erlebte ich sogar beim Auseinandernehmen des Federteils von simplen Weckern, welches unter der Küchentischplatte geschah, wo mit dem Schraubendreher ungesehen hantiert wurde und auch dabei gab es manchmal leichte Schnittverlettzungen, wenn die Feder plötzlich aus ihrem Gehäuse flutschte…
Das wichtigste in meiner Kindheit war das blinde Vertrauen zu meinen Großeltern und deren Vertrauensvorschuss mir gegenüber! Davon war bei ihrer Tochter nichts zu spüren!
Als ich beizeiten mit Radiobastelei begann, interessierte mich natürlich der Inhalt einer Rundfunkröhre. Um daran zukommen, ohne die Innereien nach einem Schlag mit dem Hammer total zu deformieren, fragte ich Großvater, der zeigte mir die korrekte Vorgehensweise, auf die ich niemals gekommen wäre. Er umwickelte die AF7 (Weiß es deshalb noch, weil es sich bei ihr um eine HF-Pentode handelte, zum Bau eines Audion´s) mit Sackleinen und zerquetschte sie ganz vorsichtig in der rechten Backe von der Hobelbank…
…mit 12 Jahren wusste ich bereits, wie aus dem Haken eines Kleiderbügels ein Dietrich hergestellt werden kann und wie man damit Kastenschlösser öffnet.
Bin schon wieder abgedriftet, wollte nämlich auf etwas ganz anderes raus.
Es betrifft das Zeitverständnis von Kindern!
Fand bei WIKI* eine leicht verständliche Betrachtung: Im Alltag prallen die Zeitenwelten von Kindern und ihren Eltern unvermeidlich aufeinander…
Das Zeitverständnis entwickelt sich bei Kindern in Etappen. Es dauert meist bis zum Ende der Grundschulzeit, bis der Nachwuchs die abstrakten Zeitmaße wie Stunde oder Minute einigermaßen verinnerlicht hat.
Auf dieses lebenswichtige Ereignis stieß ich erst als 20jähriger, nach meiner Armeezeit, durch die Bekanntschaft mit Pastoren und Priestern. Witzigerweise gab es identische und sehr hochinteressant Berichte nebst Artikel über Parapsychologie in einer Illustrierten, die im Osten sonst niemand in die Hand nahm, sie hieß: SOWJETUNION
Mittlerweile sind über 50 Jahre ins Land gegangen, in denen ich unendlich oft über jenes Thema versuchte zu sprechen, vom unteren Lohngesindel interessierte es niemand, weshalb auch?
Mit solchem Wissen würde doch die Möchtegern-Autorität vom Familienoberhaupt total untergraben.
Mit viel Trickserei lässt sich diese natürlich Eigenart von Heranwachsenden etwas unterlaufen, aber nicht abstellen! Während endloser Autotouren ein sehr hilfreiches Mittel.
Es gibt leider ein mächtiges Problem! Mit dem Spruch: Versuch macht klug, ist es nicht getan, weil alles sehr komplex in das Verständnis und dem daraus resultierenden Miteinander eingreift.
Um es als Mumie nochmals zu erfahren, ist auf Anhieb nicht so einfach, empfehle in dem Zusammenhang ein interessantes Buch, welches sogar als PDF heruntergeladenen werden kann.
Man muss aber zum vorher geäußerten einen weiteren Sprung retour machen!

* Im Alltag prallen die Zeitenwelten von Kindern und ihren Eltern unvermeidlich aufeinander…
Diese nachhaltige Chosen werden die meisten Beteiligten niemals in den Griff bekommen und zu allem gehört eine fast grenzenlose Steigerung in Richtung ganz unglücklicher Verkettungen. Alleinerziehend, ein Winzloch zum Existieren, unlösbare finanzielle Miseren, scheiß Job oder keinen mehr, ekelhafte Nachbarn, diverse Krankheiten (meine damit noch nicht mal Psychokisten), Alkohol- oder Tablettenabhängigkeit, keine ausfüllenden Hobbys, Hang zur Opfermentalität, nun muss wahrscheinlich auch die lange anhaltende chronische Untervögelung bis in die Unendlichkeit ausgedehnt werden и т.д
Werde die nächste Zeit viel nähen, bin heute aber auch auf eine Idee gekommen, woraus sich noch Atemmasken herstellen lassen! Muss meine noch leicht abändern…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.