Martenstein zum Streit über Straßennamen: Warum „Mohr“ ein positiver Begriff ist

 

Tätigte zwangsläufig einen großen Fehler, als ich jene heutige Kolumne gleich anfangs einzog, denn danach kam nicht mehr viel lesenswertes. Las allerdings die Zeitung nicht vollständig.
Wieder typisch, mit wirklich bedeutsame Kommentaren wollen sie lediglich neue Leserschaften ködern, was natürlich eine gewisse Berechtigung hat!
Habe deshalb den Beitrag der heutigen Zeitschrift gescannt.

 

In dem Artikel: Unser nächster Nachbar – innerlich so fern, fand ich ihm Netz eine sehr merkwürdige Ergänzung zwischendurch, auch noch fettgedruckt: Vor dem Krieg fuhren Berliner in Massen über Stettin an die Ostsee. Für die verblödende iPhone-Generation erfolgte keine nachhaltige Begründung, weshalb dies einmal möglich ward!
Was Polen betrifft, muss ich mir jenen Jacke nicht anziehen. Ähnlich verhält es sich an UNSERER westlichen Grenze, von keinem Bekannten ist mir bekannt, dass er sich mal in Belgien aufhielt…
Was DEN Polen allerdings in ihrer Geschichte vollends abgeht, sie haben keine solch schweinische Kolonialpolitik betrieben, wie unser westlicher Nachbar. Allein durch ihre Dreiteilung haben sie zeitweise immer am Strick entlang geschissen, nicht zu vergessen, das abgrundtiefe Leid, welches ihnen besonders im letzten Jahrhundert, von östlicher und westlicher Seite zugeführt wurde! Will allerdings keine Aufrechnung hier tätigen, was deutsche Bürokraten, Militärs und anderweitige Handlanger dem Volk angetan haben, sollte heutzutage allerdings etwas bekannt sein…
Erinnere hier unbedingt an die unvergessenen Verdienste von Jan Sobieski mit seinen Mannen für Gesamteuropa!
Insgesamt hielt ich mich ein dreiviertel Jahr in Polen auf, wobei die Sommerzeit von 1974, mein damaliger illegaler Aufenthalt, als der eigentlich prägende hängen blieb.
Ein Landstrich mit sehr vielschichtiger Kultur und weitreichende Erlebnissen für Leib und Seele, was nicht nur dortige Mädels und die oftmals ausufernden Saufereien betrafen…
Hier muss ich noch etwas anderes ablassen.
Denn eigentlich wollte ich nach meiner Neckermann-Abiturzeit Polnisch und Russisch an der Unität stupidieren, da mir beide Sprachen recht geläufig waren. Mann, schiss mich die Tante von der Benecke-Stiftung zusammen, als ich meinen frommen Wunsch kund tat: Junger Mann, was denken sie sich eigentlich? Wir kaufen sie erst frei und dann wollen sie die Sprachen dieser Regime auch noch studieren!“ Auf meine Frage nach künstlerischen Persönlichkeiten, beider Völker, entblößte sie anschließend lediglich ihr geistig unterernährtes Dasein…
Allerdings sind mir die zweieinhalb fetten Jahre, nicht entsprechend des sozialen Aufstieges so gelungen, was mich in Richtung einer tragenden Säule der hiesigen Gesellschaftsordnung treiben sollte. Dies hatte etwas mit der Kohle zu tun, die mir während der Zeit zur Verfügung stand. Es gab nämlich etwas über 600 M-chen, elternunabhängiges Bafög und noch 300 Eier, als Opfer des Stalinismus von besagter Stiftung. (Muss dazu bemerken, ich hatte mich in der Zone nie als Opfer gefühlt! Zog lediglich meinen Lebensstil durch, der mich allerdings zwangsläufig ins Zuchthaus bringen musste. Wobei mir jene Zeit nun wiederum vergütet wird, als Stasi-Knastprämie. Die vom Amt nenen sie irgendwie Opfersold  oder so ähnlich)
Da es für unsereins keinen Numerus clausus gab, hätte ich mit der, nachher geradeso bestandene Hochschulreife, sogar Zahnmedizin studieren können. Was haben mich anschließend bundesgermanische Sozialneider angemacht, weil ich mich für eine total brotlose Sache einschrieb. Diese Figuren fassten sich zusätzlich auch noch an ihre Köpfe, wenn von mir dann kam, weshalb soll ich Fressleistenrestaurator werden, wenn mir für mein bisheriges Leben die Zeit immer wichtiger erschien, als die wichtigste Nebensächlichkeit im Leben – das schnöde Mammon…
Besaß nämlich eine 60 Quadratmeter große Bude für 109 DM. Hinzu kam, dass ich kurz von den schriftlichen Prüfungen eines Abiturabschlusses, im Osten, die Abendschule schmiss. Wobei das dortige Niveau wesentlich höher angesiedelt war! Was mir, da es keine Anwesenheitspflicht am BK gab, ein Jahr ersparte, nebenbei noch jobbte und mich gewissen hedonistischen Gepflogenheiten hingeben konnte. Neben Kiff, Zech, massenhaften Platten- und Bücherkäufen, permanenten Theater/Kabarett und Konzertbesuchen (Es gab Bands, die ich mir bei Deutschlandtourneen, zwei oder dreimal irgendwo einzog.), ging meine Kohle nebenher bei ewigen Reisen drauf…

Dann gab es noch den merkwürdigen Artikel über Jane Fonda.
Scheint wohl als Aufmacher in Richtung der kommenden Frauenquoten gedacht zu sein, deshalb eigentlich recht daneben, wäre alles viel besser in der Yellow Press aufgehoben gewesen!
Als Frauen anfingen, sich fit zu machen, von Melanie Woitas , 31, arbeitet im Wissenschaftsmanagement an der FOM Hochschule in Nürnberg. Sie schrieb ihre Dissertation über die Geschichte des Aerobics in den USA.
In den Videos gibt’s immer wieder Close-ups auf die Hüften. Wie viel Porno steckt in Aerobic?
Viele Sequenzen wirken softpornografisch. Was durch die Close-ups bestärkt wird. Man fragt sich,
warum da die Hüfte eingeblendet wird, hat es nicht mehr Sinn, den ganzen Körper zu zeigen, damit man sieht, wie die Übung richtig ausgeführt wird?

Epilog
Als frühreifes Bürschchen gab es im Haushalt noch nicht mal eine Glotze und als Wixvorlage besaß ich zwei Postkarten mit der aufreizend kauernden Jane Fonda. Andere Kameraden verstanden mich da auch nicht, denn sie hatten Bildnisse von Schauspielerinnen mit riesigen Bindegewebewucherungen am Brustbein, wie Sophia Loren oder Claudia Cardinale.
Den absoluten Korken schoss mein Spezi Datsch ab. Er besaß ein Foto von Jayne Mansfield, wo sehr viel Phntasie gefragt war, denn sie trug als BH zwei US-Army-Stahlhelme…

PS. Musste heute mal wieder etwas in den Blog pinnen.
Obwohl ich in heutiger faschistoiden Corona-Krisen-Zeit, ewig in die Tasten hackte und nichts veröffentlichte…

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