Bin immer noch nicht fertig, weil ich noch weiter auf 3sat, Kulturzeit: Ich bin kein Kostüm! – eingehen muss.

Schon deshalb, da lediglich W. Thierse vernünftig mit dem Thema umging, was ich ihm nie zugetraut hätte!
Jedoch Alexander Klaws, sich abschließend als leicht Hirn deformierter Winnetou, sowohl – als auch, präsentierte…
Zum imaginären Häuptling aus Sachsen fällt mir noch etwas ganz anderes ein, gebe nur den Wink zu Arno Schmidt´s: Sitara und der Weg dorthin.
In der nächsten Zeit werden die Knaben vom anderen Stern, Karl May garantiert aus der Versenkung der Trivialliteratur holen, von Old Shatterhand und Winnetou ganz zu schweigen. Der nun in Deutschland nicht mehr rötlich gefärbt auf den Bühnen präsentiert werden soll.
Meister Klaws will sich deshalb seinen Körper karzinogen schmoren lassen. Zuschauende Kinder werden ihm dann schon eine gewisse Hirnrissigkeit unterstellen, wenn er mit Sonnenbrand in Bad Segeberg auf seinem Zossen angeritten kommt…
Die aufgekommene Covid-19-Langeweile, scheint auch andere Symptome mit sich zubringen, denn bei manchen Leuten scheinen zusätzlich massenhaft Laufmaschen an den Synapsen einzureißen.
Oftmals entstehen gewisse unverständliche, sehr lebensfremde Ansichten wahrscheinlich auch dadurch, dass man gewisses hormonelles Durcheinander oder damit verbundene Defizite der besonderen Art, mit einbeziehen müsste, weil dauerhafte Unzufriedenheiten am Körper nagen…

Dass Thierse auch Humor hat, erlebte ich von vielen Jahren im Willy-Brandt-Haus. War mit einer Bekannten dort aufgeschlagen, glaube anlässlich einer Buchpräsentation von ihm. Während des beginnenden Heimweges kam, warte mal ganz kurz, habe gerade jemand erblickt und weg war sie.
Nach der ersten Zigarette gings in einen Raum, weiß gar nicht mehr, ob es da auch irgendetwas aus einem Automaten gab. An einem Stehtisch warteten zwei rabenschwarze Menschen auf den Genossen, weil sie ein Autogramm haben wollten. Wir begrüßten uns freundlich und ich landete schließlich an deren Tisch. Die Herren waren irgendwo Botschaftsangehörige. Zwangsläufig unterhielten wir uns köstlich etwas länger, da weder Thierse noch meine Bekannte endlich eintrudelten. Sich entschuldigend tauchte er plötzlich auf, nun wurde noch etwas über sein Vortrag geplaudert. Ach so, sie wollten ja auch noch eine Widmung nebst Autogramm…
Anschließen kam noch die Frage, ob ich deshalb warten würde.
Nee, eigentlich nicht! Dann doch, ich möchte auch eins!
Wohin denn?
Da hielt ich ihm schon meinen Edding entgegen, hier Wolle, auf meinen Handrücken!
Nee, doch nicht darauf!
Entweder auf die Hand oder gar nicht!
…na, dann legen sie sie mal auf den Tisch, denn des Menschen Wille ist sein Himmelreich!
Die beiden Afrikaner lachten dazu herzerfrischend, musste aber für den etwas größeren Kalligraph sogar noch den Ärmel meiner Feldjacke hochziehen.
Anschließend in der Kneipe meinte der Scheff, die nächsten Wochen will ich aber den Schriftzug ewig sehen…
Aus etwas ähnlichem entwickelte sich eine Wette, dies geschah Anfang 1966. Nach dem Händeschütteln mit Onkel WU, kam großkotzig, eine Woche werde ich mir die Pfote nicht mehr waschen. Es ging dann schließlich um 50 Mark und ich hielt durch.
Aber dies ist eine ganz andere Geschichte.

Am Schlimmsten fand ich die Tatsache, dass in 3sat, Kulturzeit – Ich bin kein Kostümfür meine Begriffe, vielfach selbstdarstellerischen Stuss geschwafelt wurde und die Moderatorin ließ fast alle agieren, ohne Widerworte ihrerseits.
Dusseligkeiten bleiben Dusseligkeiten, auch dann, wenn man sie intellektuell verbrämt und kleingeistig kaschiert. Möchte nicht wissen, aus was für Ställen manche dieser Eksperten entsprungen sind. Habe dabei immer das Abziehbild der Mutter meiner Schwester vor Augen. Die sich ewig für andere einsetzte, dabei mit weltfremden ideologisch gewürzten Dünnschiss kokettierte. Wobei sie auf ihre dummrote Art permanent versuchte, dieses Konglomerat allen Leuten, wie Honig ums Maul zuschmieren.
Immer wieder sah die Genossin in anderen Leuten lediglich irgendwelche Lebewesen, die zwanghaft von ihr bekehrt werden mussten, damit sie endlich auf den Pfaden der Partei lustwandelten.
Der Gedanke schien ihr vollkommen fremd, dass es sich um Menschen handelte, mit denen sie so umsprang. Genau dieses Gefühl kam mir bei den Auguren im Vijo und jene Ignoranz ist schlichtweg zum Kotzen!

  – Als Krönung ihrer Lebensleistung versagte sie allerdings auf ganzer Linie bei ihren eigenen Ablegern. Nach der ersten Anzeige kam ein Versuch es ihr klarzumachen, was mir nicht gelang. Den eigenen Sohn in den Knast stecken zu wollen, damit war das Ende der zwischenmenschlichen Fahnenstange erreicht. Nach der darauffolgenden Bemerkung gab die Frau einige Woche Ruhe. Weil sie von da an nicht mehr als meine Mutter galt, in ihr nur noch ein reaktionäres Stückchen roter Scheiße sah…

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