Reparaturauftrag an die Firma „Leatherman“

Mein lüttes Tool hatte sich eine fast irreparable Verletzung zugezogen und verschickte es deshalb zur entsprechenden Behandlung.
Die Empfangs-Emil der Firma war bestimmt im Spam-Ordner gelandet und hatte sie garantiert unerkannt in die Tonne getreten, wie in ähnlichen Fällen bereits vorgekommen.
Fand letztens den Auftragsschrieb wieder, wobei über ein halbes Jahr ins Land gegangen war.
Also, rufst mal dort an, alles verbunden mit der Befürchtung, auf einer Warteschleife zu landen, dann ewig irgendwelche Ziffern betätigen müssen, wobei alles noch mit einer musischen Folter einhergeht. Oftmals mit Klängen untermalt, bei denen ruckartig Befürchtungen auftreten, dass einem irgendwann das Sperma flockig wird, wenn nicht bald etwas entscheidendes passiert.

In solchen Momenten habe ich schon öfters nachgefragt, ob der angesprochene Gegenseite eigentlich bekannt ist, was für einer klingenden Scheiße man ausgesetzt ist in der Lauerstellung.
Ebenso wenig ist keinem bekannt, dass im alten China mit Musik erfolgreich gefoltert wurde!
Nichts der Gleichen geschah, auch nicht solch beginnendes Bla-Bla, welches schließlich mit der Frage endet: …was kann ich für Sie tun?
Gut, in einem Puff kann man jene Erkundigung der entsprechenden Therapeutin unkommentiert durchgehen lassen!

Landete gleichwohl auf einer musikalischen Warteschleife mit schnörkellosen Rockklängen, dann ging alles rasch und professionell über die Bühne. Bekam die Zusage für eine neue Gerätschaft, verbunden mit der schriftlichen Ansage, es wird alles zu meiner vollsten Zufriedenheit in Gang kommen.
Von der Leatherman-Seite stimmte dies auch!
Vielleicht war deren Verpackung etwas zu groß geraten, denn zwei jener Tools hätten in eine DIN-Norm-Streichholzschachtel gepasst…
Nun begann aber ein Terror von DHL-Seite.
Mir schon klar, Pücholochen und IT-Knechte müssen permanent ihre Wichtigkeit unter Beweis stellen. Vielleicht sollten sie mal darüber nachdenken, wie man die Kultur des europäischen Postwesens, welches das Adelsgeschlecht, dero von Thurn und Taxis, in Jahrhunderten kultiviert hatten, endlich wieder auf ein kundenorientiertes Niveau bringt!
Dann könnte ich nämlich auf die ewigen Mitteilungen verzichten, wo sich mein Paketchen gerade befindet, denn mich interessiert lediglich, wann ich es vernünftig empfangen kann!
Dabei haben jene irrwitzigen Serviceleistungen überhaupt nichts mit entscheidenden Vorgehensweisen zu tun, um das Utensil schneller zu tranportieren. DHL verdient lediglich Kohle nebenbei, wenn sie in die Elektrobriefkästen ewig Reklame-Scheiße versenken!
Ist schon merkwürdig, welcher Art Lohngesindel*INNEN usw. (m, w, und d) die Postsendungen verteilen muss und wie sie es handhaben. Auf Klingelei wird auch ewig verzichtet, hat wahrscheinlich etwas damit zu tun, dass man vielfach mehrsprachige Analphabeten rekrutiert. Allerdings werden überall Papierchen angepappt, deren Schriftsätze aus irgendwelchen Handautomaten stammen.
Wie letztes Jahr erlebt, da wollte zweimal ein rabenschwarzer DHL-Knecht, Pakete bei uns loswerden, der Typ sprach weder Deutsch, noch Englisch…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.