Pistorius nennt Vorfälle “erschütternd”, zeigt sich „betroffen“ und fordert Aufklärung.

Recherchen zufolge sollen in der Bundeswehr-Eliteeinheit problematische Praktiken über Jahre toleriert worden sein – von rechtsextremen Parolen über sexuelle Übergriffe bis hin zu gefährlichen Ritualen. Die Fälle von Rechtsextremismus, sexuellem Fehlverhalten und Drogenkonsum im rhein­land-pfälzischen Zweibrücken seien erschütternd, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Sie stünden im krassen Widerspruch zu den elementaren Werten der Armee.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 19 Fallschirmjäger der Bundeswehr. Verteidigungsminister Pistorius zeigt sich betroffen und fordert Aufklärung.
Der Verteidigungsminister zeigt sich geschocktund übt Kritik an der Militärführung.
Es handelt sich nach Angaben der Behörde um Soldaten mit dem Dienstgrad eines Unteroffiziers.
Solche Sperenzchen hatte ich bereits ab Mai 1967 erleben dürfen, in der Zone, als Bereitschaftsbul­le in Halle/Saale.
Nebenher, ich war der jüngste Kämpe im ganzen Rudel, gerade mal ein halbes Jahr 18 Lenze auf dem Buckel. Jene wehrpflichtige Internierung verdankte ich damals der Mutter meiner Schwester. Als hohes Parteitier gingen ihr höhere Genossen mächtig auf den Zünder, weil sie nicht in der Lage schien, ihrem Ableger einen Gang zum Frisör aufzudrücken…
Jenes Miststück tauchte hilflos beim Scheffchen des Wehrkreiskommandos auf, zieht ihn einfach zur Truppe, er ist gerade mit einem anständigen Mädchen zusammen, da wird es dann keine weite­ren Probleme geben!
Ging aber mehrfach in den Annalen der Garnison ein, mit den meisten Tagen Bau, außerdem musste ich die letzten drei Tage auch bei Vater Philipp absitzen und wurde deshalb erst gegen 22 Uhr ent­lassen.
Es sind ja bei dem uniformierten Haufen nicht nur die vielen Tage, welche man unter Ulk verbu­chen muss. Wesentlich schlimmer sind dort nämliche sog. Vorgesetzte, für die gewisse Untergebene teil­weise als Freiwild gelten, wenn sie sich gegen solche Idioten und Sadisten nicht zur wehr setzen.
Damit hatte ich absolut keine Probleme, befanden sich doch in vielen Dienstvorschriften seltsame Lücken.
Der witzigste Umgang damit waren die Folgen einer nächtlichen Einbuchtung zur Ausnüchterung!
Für jenes Privileg genügte beim Ausgangseinrücken nachts, lediglich ein dummer Spruch am Wach­lokal.

Das eigentliche Dilemma kam erst am nächsten morgen, allerdings nicht für mich, schließlich hatte die nächtliche Einquartierung einen triftigen Grund!
Wenn z.B. zu Dienstbeginn ein längerer Marsch in voller Kriegsbemalung anstand, mit der gesam­ten Rödelei an leeren Munitionstrommeln, als LMG-Schütze und den dazugehörigen Ballast auf dem Rüc­ken, war für die nächsten Stunden nach der nächtlichen Unterkunft alles im sehr grünen Bereich! Dies hing damit zusammen, dass der Wachhabende auf den Kommandeur lauern musste. Die Nase trudelte immer so gegen 7:40 Uhr ein, erst nach diesem Akt wurde man aus dem Arrest rausgeschmissen, wobei man sich natürlich auch viel Zeit ließ.
Nun galt Dienstbeginn Punkt Uhr!
Vorher war der frühsportliche Drill bereits lange vorbei.
Nun hieß es sich umzuziehen und ab in den riesigen Speiseraum zu schlampern, um dort entspre­chend gemächlich das Frühstück einzupicken – schließlich galt Essenfassen als Befehl! Hinzu kam, dass man von den Köchen noch Sonderrationen bekam, wenn man die Nacht im Bunker verbracht hatte.
So verging meistens mehr als eine Stunde, oftmals tauchte dann der Helfer vom UvD auf, um einen an den weiteren Tagesablauf zu erinnern…
Spannen war dann immer erst, was sich die Deppen haben einfallen lassen, für die Zeit bis zum Mittagessen. Als ein Joker galt immer die Tatsache, dass sie keinen Fahrer für mich auftreiben konnten, der mich mit der Geländekarre irgendwohin kutschieren musste. Was hieß, irgendwelchen Schnick-Schnack zu erledigen, sei es nur stundenlang den ellenlangen Flur zu bohnern.
Obendrein gestaltete sich der Ausgang sowie meistens sehr dröge, da es nur vier Läden gab, wo man Schnecken angraben konnte. Der Anschiss lauerte dabei auch überall, wenn vorher bereits die Angehörigen der Asche den Laden bereits okkupiert hatten.
Wer nie solch uniformierten Haufen, mit allen seinen nicht kalkulierbaren idiotischen Phänomen erlebt hat, derjenigen wird auch keine Vorstellung haben können, wie bedeutsam sich ein erfolgrei­cher Ausflug in einen Frauenkörper auf die Psyche auswirkt…
Hinzu kam etwas nach Beendigung der Grundausbildung – endlich Urlaub und sich ohne Hektik auf bekannten Pfaden, mal wieder sexuell ausscheißen zu können.
Zuerst kamen dann aber die Ehekrüppel erst dran – als unsereins in den Startlöchern stand, begann der 6-Tage-Krieg!
Wer über ein bisschen Phantasie verfügt, kann sich billig ausrechnen, auf welchem Niveau nun wo­chenlange exzessive rechtslastige Verbalhurereien begannen. Dabei gab es immer schon nazistische Definitionen, wenn sie ganz bestimmte Situationen betrafen, nicht nur unter den Soldaten.
Mir fällt gerade etwas dazu ein, wenn es zu irgendwelchen Normenkontrollen in die CS-Gaskammer ging, war es für viele einfach nur das Auschwitz-Kasino und so ähnlich!
Verblüfft hat mich später, nach den Niederschriften in meiner Akte, da befanden sich im letzten Semester meiner Wehrpflicht auf meiner Bude, unter den acht Soldaten, vier IM´s, und trotzdem gab es in den 18 Monaten niemals irgendwelche dienstlichen Auseinandersetzung über selbige Nazi-Problematik seitens der Vorgesetzten!
Habe weiter keine Lust noch mehr darüber abzulassen, gebe aber noch zwei Hinweise, einen aus eigenen Erlebnissen, die andere betrifft historische Betrachtungen!

Till RAMMSTEIN weiter ohne Ende…
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