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Über ede

Vermutlich wurde ich anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Veröffentlichung vom „Kommunistischen Manifest“, am 21. Februar 1948, während einer sinnlos verbrachten Tanzpause angerührt. Deshalb stand mein weiterer Lebensweg auch unter einem sehr ungünstigen Sowjetstern, denn aus mir wurde noch nicht mal ansatzweise eine "sozialistische Persönlichkeit", sondern ein Pickel am Arsch jener klassenlosen Gesellschaft in der Zone. Später verweigerte man mir wegen politischer Unzuverlässigkeit sogar die Ausübung einer Tätigkeit als Diplomabschmeckers der Kläranlagen im südharzer Marktflecken Sangerhausen/Gonna. Nach über zweieinhalb Jahrzehnten (1975) ging mein langersehnter Traum endlich in Erfüllung, konnte schließlich hinter Mauer und Zaun den ersehnten westlich/dekadenten Lebenswandel führen. Machte irgendwann mein Neckermann-Abitur auf dem ZBW, stupidierte darauffolgend an der Freien Unität mehrere Silvester brotlose Politik und Historie. Ohne Magister, Diplom und Docktor-Titel schlug ich mich dann als Hausmann, nebenher jahrelang als pauschalierter Facility Manager durch den täglichen Unbill in Richtung Urne. Heute führe ich als politischer Beobachter, Staureporter, Kaffeesatzleser mit schrägen Eulenspiegeleien ein recht zufriedenes Leben und nach 24 Jahren Probezeit, lebe ich bereits fünf/sechs Jahren in einer staatlich sanktionierten Zweierbeziehung... (Wird nur so erwähnt, da ich öfters nach selbiger Konstellation ausgehorcht werde.) Seit mittlerweile 50 Jahren ist meine Lebensdevise folgende: „Lass dich nie aus der Ruhe bringen, denk an Götz von Berlichingen! Leck mich am* Arsch! Nur in seinem Zeichen, kannst du den Abend froh erreichen! Musste allerdings während meiner gesamten Karriere sehr oft feststellen, dass gerade dieser ureigenst verinnerlichte Leitspruch nicht überall die entsprechende Wertschätzung erfuhr... *Das ist politisch nicht ganz korrekt, denn bei Friedrich Johann von Göthe heißt es: „im“!

Verführung nach Maß – IDEAL UND TYRANNEI DES PERFEKTEN KÖRPERS

Muss wiedermal etwas über Literatur ablassen…
Schon erstaunlich was George L. Hersey (Fast auf den Tag genau, geht GLH außerdem nicht mehr einkaufen.) alles über den menschlichen Körper zusammentrug.
Ließ bei seinen Recherchen mehrere Jahrtausenden Revue passieren, wo er tiefgründig und -sinnig herumstöberte und scheinbar nüscht ausließ, als Sachbuch kommt der Inhalt auch noch amüsant rüber.
Eine geile Schwarte, jedoch täuschen die 240 Seiten!
Alles in höchstens 8-Punktchrift verzapft, entsprechend winzig kommen auch die vielen Darstellungen rüber.
Bereits vor 15 Jahren haderte ich mit der Schriftgröße

Überall nur Drogen!

Nach einem Umweg von 40 Kilometern landeten wir in der Fischerhütte Linum und verzehrten dort eine fast hedonistische Fressdroge – Welsfilet, Rohkostsalat, Mischbrot mit Bärlauchkräuterbutter und Tomatensalat.
Jenes Mittagsmahl hätte auch einen Nobelpreis verdient!
Heim ging es dann im Sturm durch gigantische Alleen, während unserer Durchfahrt blieben hinter uns die Bäume sogar stehen…
Hier noch etwas aus der heutigen ZEIT – Betrifft eine Reflexion des weltgrößten Säufer-Events in München.
Landete vor einigen Jahren auch mal dort. Bis auf manch krasses Tittenbukett, des dort werkelnden Lohngesindels, fand ich alles nur dröge, denn riesige Mengen von Gerstenkaltschale in die Rübe kippen und dabei nicht rauchen dürfen, geht bei mir gar nicht…

Hier noch etwas von Herrn Lavalampe: Magic Mushrooms
Muss aber zu seinen Sätzen noch etwas ablassen, wg. Hallimasch und Maronen!
Den H. sammle ich seit Jahrzehnten nicht mehr, denn er steht auf besonders saure, gammelige Baumstümpfe. Deshalb findet man ihn besonders oft in der Winddrift von Stahlwerken, Kohleheizkraftwerken und anderen CO2 produzierenden Stinkern, außerdem lieben H´s auch ungemein Schwermetalle! Auf welche Aktion man zurückgreifen muss, um nach dem Genuss dieser lütten Schwammerln, hinterher fliegen zu können, verrate ich aber nicht.
Maronen waren vor einigen Jahren immer noch die Pilze, die aus unerklärlichen Gründen ewig höher mit Radioaktivität belastet waren als ihre Artgenossen.
Etwas aus der FAZ zur Wandlung von Fliegenpilzen zu Magic Mushrooms

Deutschland, SPD-Fraktionschefin zur Union „Ab morgen kriegen sie in die Fresse“, sagt Nahles-Chulz

und lacht laut – (von WELT N24)
Ach ja, den netten, langatmig politisch korrekten, rückwärtsgewandten Kompromissprotest der scheintoten Tante SPD kennen wir doch hinreichend.
Allerdings entwickeln ihre Kinderchen in solch wutentbrannten Momenten immer erstaunlich viel Power, wobei jeder Außenstehende ihnen prompt und bedenkenlos zutraut, dass sie während jener fragwürdigen Ausnahmesituationen sogar die feuchte Titelseite ihres sporadisch erscheinenden Zentralorgans zerreißen könnten…
Nehme an, im vorausgaloppierenden Gehorsam trainiert St.100proMartin (*)
diesen enormen Kraftakt bereits mit einer vollständigen Zeitschrift, um für den Ausgang der Niedersachsenwahl gewappnet zu sein.
Seine Adlatusa – oder ist die feminine Form Adlatussi? – wird es ihm bestimmt nachhaltig und ganz heimlich gleichtun…

(*)Ob Niedersachsens Ministerpräsident Stephan seinem abschmierenden Vortänzer für die beiden Auftritte in der heiße Wahlkampfphase elektronische Fußfesseln anlegen lässt, damit er ihn sich per GPS vom Halse halten kann?

Tom Petty geht nicht mehr einkaufen u.a.

Was meldete die NZZ? Der bekannte amerikanische Sänger soll einen Herzstillstand erlitten haben.
Wenn die Pumpe ihren Geist aufgegeben hat, dann ist doch wohl klar, dass ein Mensch wohl oder übel in einen anderen Aggregatzustand wechselt.
Allerdings sind 66 Jahre kein Alter, in dem man zwangsläufig den Löffel abgeben muss.
Andreas Schmidt hatte es bekanntlich noch eiliger, als er sich vor wenigen Tagen vom Acker machte.
Schade um beide Jungs.
Sämtliche Götter*INNEN UNSERES Universums sind halt gnadenlos, ihre Toto-Partien werden immer ein Rätsel bleiben. Gedankengänge in jene Richtung, setzen allerdings einen gewissen Glaubenstrend und die zwangsläufig damit gekoppelten, von irgendwelchen Himmelskomikern gottgegeben Marschrichtungszahlen voraus. Solche tiefschürfenden Überlegungen waren mir bisher fremd. Deshalb mäanderte ich bisher ganz gut durch mitunter täglich anfallenden Unbill, den hauptsächlich selbstherrliche Führungseliten*INNEN der Krone aller Schöpfungen, zwanghaft in vielfältigster Form arrangieren.
NZZ drückt es unter Rubrik: Was heute wichtig ist, folgendermaßen aus: Die Polizei rätselt über das Motiv des Attentäters von Las Vegas…
Schon mal registriert, dass Allerweltseksperten, einschließlich Politiker, mit tiefer Hingabe immer wieder sofort Betroffenheit heucheln und anschließend wird über Motive gerätselt! Spätere Erklärungsversuche von Verhaltensmuster solcher pathologischen Täter sind ewig identisch, dass es sich dabei aber um Ausgeburten einer kranken Gesellschaft handelt, wird auch von den quotengeilen Medien anschließend sofort lustvoll kaschiert. Weiterlesen

Martin Schulz: „Die Leute finden mich peinlich“

Leute, Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung, nix da! Doch nicht bei dem Knaben! Wer will, kann selbigen populistischen Dünnschiss auch saufen.
Wahlkampf-Enthüllungen in der Springerpresse
Scheinbar beginnt sich das Blatt aus der Berliner Kochstraße auf den abgeschmierten Möchtegernkanzler einzuschießen.
Eigentlich hat er ja keine korrekte Bauchlandung hingelegt. Dafür war Mister 100% ja noch nicht mal hoch genug aufgestiegen, um meilenweit vor seinem größenwahnsinnigen Ziel, so richtig auf seiner, von verbalen Bedeutungslosigkeiten zerfranste große Klappe, aufzuschlagen.
Sehr lustig präsentierte man gestern Abend einen Hausmeister und sein Politikverständnis, dafür wurde der alternde Junggenosse sogar ins Studio zitiert.
Der gelernte Schlosser hat sich wegen der Erfahrung der Arbeitslosigkeit und dem Zustand „seiner“ Schule im März entschlossen, in die SPD einzutreten.
Wie und wo ich seine laue Begründung einordnen soll, ist mir immer noch schleierhaft. Ehrlich gesagt, es interessiert mich auch nicht wirklich. Die paar Sätze des schwatzhaften Genossen brachten genauso wenig Erleuchtung.
Wer kann schon in den Kopf eines extremen Mitläufers reinschauen? Zumal er während des entscheidenden Treffens auch noch zum Mittäter der Schulz´schen 100 und mehr Prozent wurde…
Was die BZ gerade anschiebt, finde ich sehr gefährlich!
Bei Sankt Martin könnte doch jeder wissen, was wir an ihm haben. Seine Neverending Show gibt doch nun wirklich etwas her und dies bereits seit Jahren. Bei seinen lautstarken Auftritten vermittelt der Mann nämlich den Eindruck, dass er ein 3-Pfund-Brot quer fressen kann und dies kommt sogar irgendwie an, zumindest bei einer traumtänzerischen Minderheit. Könnte dazu augenblicklich eine recht unbekannte Erkenntnis hinzufügen, die da lautet: Wessen Geist nicht blitzt, dessen Stimme donnert!
Chulz… find´ ich gut! Weiterlesen

Zwei „Klassentreffen“ in der kalten Heimat

Zur Einstimmung eine nicht sehr gelungene Ablichtung der westlichsten und größten Abraumtitte (XXL, 102* DD (*Die Höhe in Metern) des Mansfeller Landes. Bereits im ausgehenden Mittelalter wurden die Grafen von Mansfeld, durch den beginnenden Silberbergbau, zu den finanzkräftigsten Blutsaugern des damaligen Reiches. Etwas später kamen die Förderung von Blei- und Kupfergestein hinzu. Wobei der exzessive Raubbau von Kupfererz erst nach dem II. Weltkrieg begann und wegen Unrentabilität, sofort mit dem Anschluss ans Bundesgermanische Restreich, ganz demokratisch eingestellt wurde. In heutigen Tagen zeugen nur nur noch jene riesigen Steinhaufen von den Zeiten, wo jahrzehntelang mehrere Generationen von Schewwer-Ochsen, ihre Brötchen verdienten.
Schiebe hier mal einige Bildchen rein, was aus diesem Nest übrig blieb, aufgenommen am Samstag, den 23. Sept., gegen 13 Uhr 45 MESZ und acht Stunden später!
– Totentanz
Muss aber gestehen, bei der Masse an Leuten, die in meinem Wilmersdofer Kiez des Bundeshauptdorfes wohnen, würde es zu den angegebenen Uhrzeiten nicht viel besser aussehen, auch ohne eingegangenen Kupferbergbau!
Zumindest war morgens auf unserem obligatorischen Friedhofspaziergang, den ich in alter Tradition mit einem alten Freund tätige, richtig Action angesagt.
Merkwürdig, hier scheinen sich mehr Leute zu den Toten hingezogen fühlen…

„Kommentar Briefwahl“

Eigentlich sollte mir in diesem Jahr jenes Wahlbrimborium am Arsch vorbeigehen, aber ein Freund redete mir wegen der Beteiligung ins Gewissen. Lediglich aus diesem Grund geht er sein Kreuzchen machen und wählt deshalb die Tierschutzpartei. Dieser Pharisäer, Jagdpächter und dann bei denen ein Kreuzchen machen.
Also machte ich mich vorgestern auch los. Gab den Nachfolgenden meinen Standort kund, hockte mich hin und las die restlichen Seiten über Sven Hedin. Auch so ein Schaumschläger – ein richtiger SPD-Schulz-Verschnitt – alles passte zu den Gesprächen der Wartenden. Allerdings hatte Hedin zeit seines Lebens nachvollziehbare Spuren hinterlassen. Auf die wird man bei 100% Martin wohl bis zum Sanktnimmerleinstag warten können.
Bekam auf dem Amt einen DINA Zettel und musste, nach Vorlage meines P.Ausweises, dort einige Daten angeben, Name und Wohnanschrift. Sagte der Dame anschließend noch, dass sie den Ausweis mitnehmen sollte. „Brauche ich nicht, sie haben schließlich alles ausgefüllt.“
Na Mädelchen, dann wirst du gleich über deine betriebsblinde Routine stolpern!
Ran an ihre Tastatur, wenige Klacks gemacht, dann der Blick aufs Papier, hin zu mir und wieder auf den Schrieb. Kleinlaut kam sie wieder an den Tresen.
Wer kann denn heute noch Sütterlin lesen?
Meine abschließende Frage irritierte dann noch mehr…
Abends las ich dann einen Kommentar zur Briefwahl in der Schülerzeitung:
Freiheit gibt’s nur vor der Tür
In diesem Bundestagswahlkampf werben viele Parteien explizit dafür, die Briefwahl zu nutzen. Das widerspricht dem Gedanken der geheimen Wahl.
„Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt.“ So steht es im Grundgesetz, Artikel 38. Dass jeder deutsche Staatsbürger sich aussuchen darf, wann und unter welchen Umständen er wählt, steht da nicht. Dennoch machen immer mehr WählerInnen von ihrem Recht auf Briefwahl Gebrauch, und im diesjährigen Wahlkampf haben alle Parteien sogar massiv dafür geworben. Das mag helfen, die Wahlbeteiligung zu erhöhen und ist insofern gut für die Demokratie. Dennoch ist der allgemeine Trend zur Briefwahl gefährlich, denn er widerspricht dem Geist der Wahl.
Klar gibt es gute Gründe für eine Briefwahl: Kranke und Pflegebedürftige wollen oder können nicht ins Wahllokal, ebenso UrlauberInnen. Auch wer nicht an seinem Heimatort arbeitet oder studiert, soll gern die Briefwahl nutzen. Aber sie sollte die Ausnahme sein. Wenn – wie an manchen Orten – bereits jeder Dritte zum Brief greift, stimmt etwas nicht. Viele Wähler tun dies aus reiner Bequemlichkeit, um sich am Wahltag nicht ins Wahllokal aufmachen zu müssen und flexibel zu bleiben. Es könnte ja regnen (oder die Sonne scheinen), es könnten Freunde kommen oder dringende Postings zu erledigen sein.
Diese Herangehensweise ist respektlos, und zwar gegenüber der fest terminierten Wahl und den Tausenden Wahlhelfern in den Wahllokalen. Außerdem: Wer schon Wochen vor der Wahl seine Stimme abgibt, weiß weniger als die Wähler am Wahltag. Innerhalb kurzer Zeit können Dinge geschehen, die das Wahlverhalten beeinflussen: ein gravierender Atomunfall etwa, eine internationale Krise, ein Terroranschlag.
Zur Erinnerung: Ohne Fukushima wäre Winfried Kretschmann (Grüne) sicher nicht baden-württembergischer Ministerpräsident geworden, was noch heute Einfluss auf die Politik in seiner Partei und in Deutschland hat. Niemand kann zudem garantieren, dass alle Briefwähler wirklich frei abstimmen. Es könnte ja sein, dass ein Ehemann seine Frau mit Gewalt zu einem bestimmten Votum zwingt. In der Wahlkabine hingegen ist jeder Wähler und jede Wählerin allein, und die Wahl ist frei und geheim. Das sollte die Regel bleiben. Weiterlesen

Drei Sätze von Sven Hedin, vorher aber etwas über Schweißmauken

 

Meine letzte U-Bahnlektüre war ein Büchlein über den schwedischen Entdecker, nichts besonderes. Wem Hedin nichts sagt, erfährt aber trotzdem einiges über ihn.
Allerdings wird mit keinem Wort seine Spionagetätigkeit in den bereisten Ländern erwähnt…

An die drei abschließenden Sätze kann ich mich natürlich nicht erinnern, aber an die Szene mit den Stiefeln!
In Großvaters Bibliothek befanden sich ein paar Jahrbücher: Der Gute Kamerad.
Neben Karl May, fand man dort auch Kurzgeschichten von allen möglichen Schreibern aus den unterschiedlichsten Ländern. Jene Folianten wiesen mir den Weg zu den Originalen, die natürlich ebenfalls in Opas Regalen standen, so wurde ich bald ein großer Fan von Sven Hedin. In meiner Kind- und Jugendzeit kamen durch Bestrafungen meiner Erziehungsberechtigten sehr viele Monate an Stubenarrest zusammen, könnte diese Zeit sogar in Jahren zählen. Aber die vielen Bücher von Klassikern der Weltliteratur, eröffneten mir gigantische Horizonte, wobei ich bei aufkommenden Fragen, natürlich auf sofortige Hilfe der Großeltern zählen konnte. Deren Tochter behauptete später immerfort, ich hätte permanent die falschen Schlussfolgerungen aus der eingezogenen Literatur gezogen.
Wesentlich entscheidender war für mich aber die Tatsache, dass mir in meinem weiteren Leben jegliches Unrechtsbewusstsein, nach sogenannte Bestrafungen, fast gänzlich abhanden kam, egal um was es dabei auch ging, wenn jemand versuchte mich auf irgendeine Art zu disziplinieren…

Hier erst die Stiefelgeschichte.
Bei deren Vorstellung mir damals fast das Kotzen ankam, wegen der Vorstellung, dass dieses arme Schwein ja eine Schweißmauken-Bouillon saufen musste.

Der Sand war 52,7 Grad heiß, und die Dünen ragten an etlichen Stellen 60 Meter empor. Zwei Wochen mußten sich Tiere und Menschen durch dieses Inferno schinden, bis Sven Hedin dahinterkam, daß Jolltschi aus Bequemlichkeit in Merket die Wasserkanister nicht hinreichend gefüllt hatte.
Zuerst starben nun die Kamele; das letzte Schaf und den Hahn schlachtete man, um ihr Blut aufzusaugen. Es War gespenstisch: Ausgemergelt, mit blödsinnigem Gesichtsausdruck und starren Augen saß Jolltschi vor dem Zelte und kaute an den feuchten Lungen des Schafes. Seine Hände
waren blutig und das Gesicht ebenfalls mit Blut befleckt.
Er hatte keine Kraft mehr, sich Weiterzuschleppen, und so wurde er mit Mohammed Schah, der bereits im Koma lag, auf Nimmerwiedersehen zurückgelassen. Auch Islam Bai blieb auf der Strecke – als letzter gab am S.Mai Kasim Achun auf, obwohl Sven Hedin an diesem Tag – einem Sonntag übrigens! – den Uferwald des Chotan-darja erreicht hatte. Gestützt auf einen Spaten zog er jetzt allein weiter und fand am Abend – dreizehn Tage später als berechnet- endlich Wasser.
Nie ist das Leben mir schöner, reicher und werthvoller erschienen als in dieser Nacht im Bette des Chotan-darja. Die Zukunft lächelte mich wie in einem Lichtermeer an. Es verlohnte sich, zu leben, und das Gerede, die Erde sei ein Jammerthal, war in meinen Augen eine leere Fabel. In dem
verziickten Zustande, in dem ich mich befand, war es mir, als habe mich ein Engel des Himmels durch das nächtliche Dunkel nach dem kleinen Tümpel geführt, und ich glaubte, das Rauschen seiner Fliigelschläge zu hören.

Doch nun flog der Gedanke zu dem sterbenden Kasim zurück, der hinten im Walde lag und mit dem Tode kämpfte, ohne im Stande zu sein, sich zu bewegen, geschweige denn, den dreistiindigen Weg bis zum Wasser zurückzulegen. Er bedurfte baldiger Hilfe. Die Blechbüchse war zu klein; sie hätte ihn das Wasser nur flüchtig kosten lassen. Was war zu thun? Wie würde ich ihm eine hinreichende Menge Wasser bringen können?
Die Stiefel! Natürlich, meine schwedischen, wasserdichten Stiefel! Sie waren ebenso gut und ebenso sicher wie irgendein anderes Gefäß. Mit einem Plumpse tauchten sie in das Wasserbecken hinab; dann zog ich die Strippen auf die Enden des Spatenstiels, trug ihn auf der rechten Achsel und
wanderte leichten Schrittes eilig den Weg, den ich gekommen, zurück.

Als ich bei Kasim anlangte, lag er noch in derselben Stellung, wie ich ihn verlassen hatte. Er betrachtete mich anfangs mit wild starrenden, blödsinnigen Blicken; doch als er mich erkannte, machte er eine Kraftanstrengung,
kroch zu mir hin und flüsterte: «Ich sterbe!»
«Willst du Wasser haben?›› fragte ich gelassen. Er schüttelte den Kopf und sank zusammen. Er ahnte nicht, was die Stiefel enthielten. Ich nahm den einen Stiefel und ließ ihn das Schwappen des Wassers hören. Er zuckte zusammen, stieß einen unartikulierten Laut aus, und als ich ihm den Stiefelschaft an die Lippen setzte, trank er ihn in einem Zuge aus, und im nächsten Augenblick leerte er auch den andern.
Nichts vermochte jemals mehr die perfide Zelebration eines Quellwunders aus schwedischen, wasserdichten Stiefeln an öffentlicher Wirkung zu übertreffen. Weiterlesen

„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,

…aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“
Mein Gott, dabei habe ich gar keinen – noch eine Woche muss man noch exzessiv diese baumelnden Larven an den Laternen ertragen. Wobei die letzten dann monatelang weiterhin hängend vergammeln werden.
Irgendwie ist es doch tragisch, das ausgerechnet Volksvertreter, ihre grenzenlos überschätzte Wichtigkeit irgendwie verbraten lassen, in trauter Gemeinsamkeit mit Pücho-, Sozio- und anderen -lochen, Eksperten verschiedenster Gattungen, z. B. der fotografischen Zunft, webdesignender Bitknechte und Knechtinnen. Indem sie jahrtausendealte Einsichten, die bereits seit hunderten von Jahren, als immer wiederkehrende Belanglosigkeiten verkommen sind, sehr erfolgreich den drögen Untertanen um ihre nichtsnutzigen Lauscher schlagen.
Und dies geschieht mit einer Impertinenz, dass dabei sogar Einsteins Erleuchtung, betreffs der Unendlichkeit menschlicher Dusseligkeit, noch weit in den Schatten gestellt wird.
Muss nochmal auf den Begriff tragisch zurückkommen, zumal es gar nicht so ist!
Denn jedes Volk hat die Regierung, die es verdient, außerdem entfleuchen sämtliche späteren Parlamentarier aus dem Pool der zufällig vorhandenen drögen Massen eines Staates.
Fische Politreklamebeispiele heraus, hoffentlich das letzte Mal, weil mich diese Dauerberieselung nur noch ankotzt.
Am Bundesplatz findet der*die noch zu manipulierende mündige, aber bislang unentschlossene Wahlesel*In , zwei riesiger Stellwände.
St. Martin 100pro, geht mir von weitem bereits, mit seiner permanenten Grinserei und dem recht irren Blick, unbändig auf den Zünder. Das bedeutsame lyrische Werk, mit einem gelungenen Versmaß lautet: „Es ist Zeit für mehr Gerechtigkeit.“ – точка! Bei soviel Dumpfbackerei hätte sich das SPD-Copyright natürlich vollends erübrigt!
Wenn der abschmierende SPDKanzlerkandidat etwas macht, dann besteht er wohlweislich auf vollendete Akkuratesse, das schätze ich so an ihm, wirklich!
Nun zu Mutti: Erfolgreich für Deutschland. Kurz, knapp, reimlos, aber für jeden etwas dabei!
Wer weiß, auf wessen Mist jene nachhaltige Belanglosigkeit gedieh. Allerdings traue ich diese Sprechblase sogar der Frau Kanzlerin zu, im Rahmen einer nostalgischen Anwandlung. Als sie sich zu Unitätszeiten im Zirkel Junger Sozialisten echauffierte und in ihrer Funktion auch noch für gitation und Propaganda zuständig war. Da hieß es allerdings nicht Deutschland, sondern DDR!
Gut, alles mistiger Schnee von übergestern!
Aber.
Meine damit Änschies digitale Botox-Aufhübschung, wobei das zweite Wortteil nicht so richtig des Pudels Kern trifft, denn auch mit Hilfe der ausgebufftesten Morphing-Software, wird aus einer Flunder kein Zierfisch…
Was soll man vom Selbstbewusstsein von Personen halten, wo jeder weiß, überall existieren Ablichtungen vom eigentlichen Aussehen, denen man bereits entnehmen kann, das welkende Konterfei erinnert bereits unschwer an die Nackenpartie eines Flusspferdes
Zwei nervige Teile vom Hurfürstendamm.
Da haben die Chlorophyllmarxisten wahrscheinlich von den hellroten Genossen abgekupfert, hinsichtlich der Gerechtigkeit und die AfD von gutmenschelnden Doppelspitzenfetischisten irgendwelcher linkslastigen Fraktionen…
Zu Herrn Lindner fällt mir nüscht ein, da müsste ich mich auf seinem Niveau erst richtig einfummeln und diese Ambition geht mir momentan am Arsch vorbei.