Archiv für den Autor: ede

Über ede

Vermutlich wurde ich anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Veröffentlichung vom „Kommunistischen Manifest“, am 21. Februar 1948, während einer sinnlos verbrachten Tanzpause angerührt. Deshalb stand mein weiterer Lebensweg auch unter einem sehr ungünstigen Sowjetstern, denn aus mir wurde noch nicht mal ansatzweise eine "sozialistische Persönlichkeit", sondern ein Pickel am Arsch jener klassenlosen Gesellschaft in der Zone. Später verweigerte man mir wegen politischer Unzuverlässigkeit sogar die Ausübung einer Tätigkeit als Diplomabschmeckers der Kläranlagen im südharzer Marktflecken Sangerhausen/Gonna. Nach über zweieinhalb Jahrzehnten (1975) ging mein langersehnter Traum endlich in Erfüllung, konnte schließlich hinter Mauer und Zaun den ersehnten westlich/dekadenten Lebenswandel führen. Machte irgendwann mein Neckermann-Abitur auf dem ZBW, stupidierte darauffolgend an der Freien Unität mehrere Silvester brotlose Politik und Historie. Ohne Magister, Diplom und Docktor-Titel schlug ich mich dann als Hausmann, nebenher jahrelang als pauschalierter Facility Manager durch den täglichen Unbill in Richtung Urne. Heute führe ich als politischer Beobachter, Staureporter, Kaffeesatzleser mit schrägen Eulenspiegeleien ein recht zufriedenes Leben und nach 24 Jahren Probezeit, lebe ich bereits fünf/sechs Jahren in einer staatlich sanktionierten Zweierbeziehung... (Wird nur so erwähnt, da ich öfters nach selbiger Konstellation ausgehorcht werde.) Seit mittlerweile 50 Jahren ist meine Lebensdevise folgende: „Lass dich nie aus der Ruhe bringen, denk an Götz von Berlichingen! Leck mich am* Arsch! Nur in seinem Zeichen, kannst du den Abend froh erreichen! Musste allerdings während meiner gesamten Karriere sehr oft feststellen, dass gerade dieser ureigenst verinnerlichte Leitspruch nicht überall die entsprechende Wertschätzung erfuhr... *Das ist politisch nicht ganz korrekt, denn bei Friedrich Johann von Göthe heißt es: „im“!

„Wem gehört Berlin?“, im Rathaus Charlottendorf

Hatte vor ein paar Wochen K. versprochen, mich am demokratischen Prostest gegen das Spekulantentum zu beteiligen. Blöde war nur, dass er und seine LAG sich zum Termin noch in Kreta aalten und ich absolut keinen Trieb verspürtet dorthin zu latschen, zumal an dem Abend, in +berg, ein kleines Konzert stattfand.
Hatte mich aber vorsichtshalber digital zum Event angemeldet. Daraufhin erfolgte eine Danksagung, weil sie alles mit einer Befragung gekoppelt hatten. Verdammt! Jetzt wird die nächste Zeit dein Elektrobriefkasten auch noch mit Werbegülle vom TAGESSPITZEL vollgeschissen…
Machte mich schließlich beizeiten auf, wollte noch etwas in dem Rathaus herumschnankern und einige Fotos machen.
Nebenher wurde erkundet, wo sich der BVV-Raum befand. Als ich dort die Tür öffnete, kam mir ein stinkender Schwalm Luft entgegen, der mich an die Dunstglocke in einem Wanderscheißhaus aus Schultagen erinnerte. Wenn wir uns beim freiwilligen Muss von Ernteeinsätzen in der Patenkolchose vergnügen durften.
Es war ja noch eine halbe Stunde Zeit, glücklicherweise existierte eine unverschlossenen Balkontür.
Alles lief üblicherweise optimal an, wie ich es bei den Chlorophyllmarxisten oftmals erleben durfte. Es entsprach meinem Erfahrungsschatz aus Tagen, in dem mich ein Landesvorsitzender jenes Vereins, öfters mit auf Touren nahm.
Sie waren nicht in der Lage, die Beschallung in den Griff zubekommen. Hätte jemand ins Rund nach Hilfe gerufen, es wäre für mich kein Problem gewesen, jene Funkdildos in Betrieb zusetzen. Um die winzigen Schalterchen umzulegen, wurde schließlich der Hauselektriker zitiert. Mir wurde in dem Moment auch klar, alle aus dem übermackerten Präsidium waren anschließend nicht in der Lage ein Mikrofon entsprechend zu benutzen, hielten das elektronische Penissymbol vor die Brust und bewegten dabei ihren Kopf laufend nach beiden Seiten hin und her. Es wäre in dieser Bahnhofshalle wesentlich besser gewesen, jeder Redner wäre aufgestanden und hätte etwas lauter in den Saal gequatscht!
Theoretische Weltverbesserer und praktische Handhabung von Technik, dies passt einfach nicht zusammen.
Mit welchem Text ließ ich nun ebenso ködern?
Im Rahmen des stadtweiten Rechercheprojekts „Wem gehört Berlin?“ von Tagesspiegel und Correctiv veranstalten wir öffentliche Gesprächsabende in den Bezirken. „Wem gehört Charlottenburg-Wilmersdorf?“, lautet die Frage am Donnerstag, den 22. November. Ab 19 Uhr diskutieren im BVV-Saal des Rathauses Charlottenburg an der Otto-Suhr-Allee 100 unter anderem Baustadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne) sowie Vertreter der MieterWerkStadt Charlottenburg, des Berliner Mietervereins und des Eigentümerverbands Haus & Grund. Natürlich sollen auch Sie, liebe Leserinnen, liebe Leser, dort zu Wort kommen. Unter diesem Link können Sie sich anmelden. Den Abend moderiert der Autor des Tagesspiege-Newsletters, Cay Dobberke.
Außer mir schien es allen der vielleicht 150 Anwesenden zugefallen.
Der schlimmste Finger war wieder der Moderator, er ließ alles in die Unendlichkeit des belanglosen Cocktail-Small-Talks entfleuchen. Weshalb wurde der Dampfplauderei des Herrn Klaus Helmerichs von der MieterwerkStadt kein Einhalt geboten? Weshalb muss ich mir bekannte Tatsachen dort nochmals vorkauen lassen? Wenn er zukunftsorientierte Banalitäten einforderte, klatschten viele Schafe auch noch, war det lustich!
Ging bestimmt anderen Zuhörern ähnlich, mir reichte irgendwann diese Schwadronade. Weiterlesen

Wat is´en überhaupt Populismus?

Merkwürdig, da wird permanent behauptet, Populismus sei ein Phänomen, welches lediglich an den oberen, unteren, vorderen, hinteren, rechten und linken Parteirändern zu finden ist. Hinzu kommt, all jene Vereine müssen unbedingt auf ein extremistisches Gütesiegel verweisen können! Verliehen von moralisch absolut integren, naturgemäß politisch korrekten Polit-Eliterichen*INNEN usw., deren Häupter nachhaltig gleißende LED-Heiligenscheine zieren! Die selbstverfreilich über jegliche Zweifel erhaben sind und selbstredend aus der kuschelig/demokraturischen Mitte stammen müssen!
Für mich ist jegliche Art über den Löffel balbieren oder Honig ums Maul Schmiererei, zum unsäglichen Zweck irgendwelche politischen Ziele durchzusetzen, ganz billiger Populismus. Wobei Gruppierungen, außerhalb jeglicher Regierungsverantwortung, natürlich wesentlich mehr auf die Kacke hauen dürfen und folgenlos sogar in der Lage sind, verbale Ohrfeigen auszuteilen.
Jene Mentalität ändert sich in dem Augenblick blitzartig, wenn sie eines Tages endlich ihr Ziel erreicht haben und dann von oben herab sofort ihren ideologischen Frohsinn den Untertanen aufdrücken und sie in dem Momentchen feststellen, dass sie ab nun genötigt sind, ihre Süppchen auch nur mit Wasser zu kochen.
Auf welchiger Art von Populismus hat sich denn momentan dieses unsägliche dreiblättrige Christenkleeblatt da ein gelassen? Beauftragte Wortfinder haben für diesen Polittourismus den Begriff der CDU-Regionalkonferenzen kreiert.
Mmmm…
Weshalb eigentlich?
Warum kommt eigentlich niemand auf die Idee und macht aus ihnen eine maskuline Doppelspitze mit Quotenfrau im Hintergrund? Weiterlesen

Um „nachhaltige“ Alltäglichkeiten heutzutage lustig zu finden, muss man ganz schön zynisch drauf sein

Hätte Kulturzeit eigentlich sofort ausschalten sollen als Vivian Perkvic auftauchte, kann sie absolut nicht ab, erinnert sie mich doch ewig an eine nette Waldorfkindergärtnerin.
Ging erst mal in die Küche und kümmerte mich um mein Abendessen. Wieder retour, wurde gerade Studientrittleiter Locke Deckker und sein neuestes Werk vorgestellt: Flucht ins Autoritäre, Rechtsextreme Dynamiken in der Mitte der Gesellschaft
…Für die „Leipziger Studie“ zu Fremdenfeindlichkeit wurden seit 2002 mehr als 20 000 Deutsche zu ihrer politischen Orientierung befragt.
Wowww!
16 Jahre Forschung und außer Spesen nicht viel gewesen, wobei die Studie eine große Überraschung bei der Ursachenforschung bot – surprise, surprise – dabei landete man zufällig bei der Erziehung.
Wie kam denn diese Erkentnis zustande?
Innerhalb einer Stunde hätte meine alte Bekannte mit Migrationshintergrund, die Pachttoilettenfee vom Wolfsburger Hauptbahnhof, auf jene Erleuchtung verweisen können, einschließlich des Hinweises zur „Erziehung“!
Dessen ungeachtet wäre sie auch zu anderen Schlussfolgerungen gelang, was Elternhausdressurakte bei Kindern anrichten können, im Zusammenspiel mit belehrenden Experimenten in den Schulen. Wobei den Leerkräften*INNEN usw. immer die denkbar ungeeignetste Aufgabe zufiel, zusätzlich auch noch die pädagogischen Defizite ihrer deformierten Schulbuben*INNEN usw. aufzuarbeiten.
Sehe schon, auch nach 16jähriger Forschungsarbeit, sind Locke und seinem Team keine Lichter angegangen. Dass nämlich erzieherische Mängel auch die dritte bzw. vierte Nachkriegsgeneration optimal kultivieren konnte. Dies hängt mit dem zwar weichgespülten, aber immer latent vorhandenen faschistoiden Charakter UNSERES Gesellschaftssystems zusammen. Weiterlesen

Das Happening zum 100sten in Paris, am Narrentag…

Vergaß jenen Schrieb am Montag vergangener Woche…
Genügt doch wenn der kleine Emmanuel Jean-Michel Frédéric M. seinen Spaß hatte, frei nach der Devise: nicht kleckern, sondern klotzen. Dafür mussten 70 Staatenlenker aus allen Ecken UNSERER Erdenscheibe dran glauben, für einige von ihnen war es bestimmt nur ein kleiner Betroffenheitstransitaufenthalt, weil sie anschließend heimlich in UNSERE Republik weiterreisten, um bei deutschen Waffenschmieden vorzusprechen – oder?
Irgendwann tauchte Macron sogar mit Mutti in der Waffenstillstands-Gedenkstätte in Compiègne auf. Ob dies einen politischen Hintergrund hatte, weeß nich?
Da irgendjemand meinte, dies war eine symbolische Geste. „Insofern ist dieser Tag nicht nur Mahnung, sondern auch Ansporn.“ – In welche Richtung?
Auf jenem „Weltkriegs-Gipfel“ in Paris – redete Macron seinen Gästen ins Gewissen.
Ob sich dabei die Schlusssteine vom Arc de Triomphe auch gebogen haben?
Für mich war es nicht zum aushalten.
Mir fällt noch etwas ein. Will allerdings keinen dazu bewegen, sich tiefgründiger mit dem blutigen Familienzwist des 1. Weltkrieges zu beschäftigen. Gebe aber zu bedenken, dass sämtliche führenden europäischen Adelshäuser mit einander versippt und verschwägert waren.
Lustig sind auch die Rollen, welche der US-Präsident Woodrow Wilson und sein militärischer Adlatus John Joseph „Black Jack“ Pershing, während und kurz nach dem Krieg spielten…
Ende der Fußnote!
Weiterlesen

Frankreichs Präsident Macron hat in seiner ersten Rede vor dem Bundestag die deutsch-französische Freundschaft beschworen.

Wie soll man jenen Satz überhaupt verstehen?
Dieses, mit Scheuklappen behaftete gallischen Hähnchen, der so langsam zum traumtänzerischen Kapaun mutiert, will demnächst scheinbar öfters klugschwätzerisch parlieren, oder?
Momentan sollte Emmanuel Jean-Michel Frédéric doch lieber beginnen und erst mal vor der eigenen Haustür zukehren! Wird er wohl zwangsläufig tun müssen, wenn er nicht allzu viele Gongs an seine Mütze bekommen will.
Sehr lustig finde ich ja seinen untauglichen Versuch, krampfhaft in den Spuren von de Gaulle zu lustwandeln. Dies haben schon ganz andere Politahnen vor ihm probiert und sind letztlich alle gescheiter, obwohl bei denen in Ansätzen sogar bestimmte Visionen erkennbar waren. Zumal sich alle liegend in einem Fußabdruck des Generals ihren unerfüllbaren Träumen hätten hingeben können.
Hinzu kommt der witzige Umstand, dass gewisse Teile der französischen Führungseliten permanent dem pathologischen Irrglauben aufsitzen, ihr Volk sei in nostalgischer Kolonialtradition immer noch die GRANDE NATION!?
Allerdings muss Mitteleuropa dem korsischen Massenmörder sehr dankbar sein, dass im Rahmen seiner Episode, schließlich die Reste des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation zu Grabe getragen wurden. Außerdem werden auch nach über 200 Jahren viele bürokratische Eigenheiten, die ihren Ursprung in der napoleonischen Besatzungszeit haben, in allen möglichen Lebenslagen noch angewandt…
Ebenso hat sich das Deutsche Reich, nach dem Krieg 1870/71, auf Kosten französischer Reparationszahlungen vollständig sanieren können. Was allerdings 50 Jahre später, mit der Retourkutsche des Versailler Schandvertrages – unter amerikanischer Führung – egalisiert wurde…
Mittlerweile sollten gewisse Kreise in Deutschland und Frankreich endlich diese unsägliche Verbalhurerei beenden, welche jene vollkommen untaugliche Legende eines vereinten Europas auf humanistischen Werten betrifft!
1951 wurde die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (Montanunion) gegründet und sechs Jahre später, mit der Unterzeichnung der Römischen Verträge, die EWG (Es Wird Grausam)…
Alles lief unter der Ägide von Wirtschaftsbossen und deren politischen Handlangern, Marionetten oder Schwanzlutschern des Kapitals ab. Es bleibt jedem selbst überlassen, wie er jene Verantwortlichen betitelt!
Den Untertanen wurden nebenher immer wieder Brosamen vor die Füße geknallt, eine gemeinsame Währung oder visafreies Reisen…
Über die vielen untaugliche Flachzangen, welche man aus ihren Herkunftsländern abschob und in den EG-Gremien gut dotiert entsorgte, will ich weiter keine Worte verlieren!
Weiterlesen

Seit dem 14. November geht Morten Grunwald, der letzte Mann des ehemals sehr berühmten Gaunertrios, nicht mehr einkaufen

„Benny! Du warst mächtig gewaltig!“
Ich könnte immer zum Rocker werden, wenn mir hochkommt, welchen gequirlten Dünnschiss die Medienfuzzis der öffentlich/rechtlichen Verblödungsanstalten auf Monate einkochen.
Für niveauvolle Konserven bleiben dann nur zehn Tage übrig, weil jene verantwortlichen Pfeifen damals vor den privaten Anstalten einknickten.
Dafür sollte man ihnen heute noch eine Ladung Schrot aus getrockneter Katzenscheiße, die vorher mit Naga-Jolokia-Chili bestäubt wurde, auf ihre fetten Ärsche brennen!
Hoffentlich bleibt diese Doku wenigstens in der TUBE etwas länger drin.
Irgendwann ließ jemand in dem Legendenstreifen einfließen, dass die 14 Filmen eigentlich ein Gespinst um Kirsten Walther angesehen werden müssen.
Richtig!
Obwohl ich dies nie so gesehen hatte.
Zumal mir diese klasse Darstellerin auch immer noch vollkommen unerotisch vorkam.
Kann nämlich Weibsbilder, die in einem fort ohne Punkt und Komma herum plappern, vor dem Tod nicht ab.
Was ich nun aus einer ganz anderen Sicht betrachte! Da sie als Kommunikationskatalysator angesehen werden muss, weil ihre verbale Unrast doch immer wieder die treibende Kraft war, mit der sie jene drei sympathischen Dödel ewig auf Trab hielt…
In Erwartung der „Olsenbande“ musste ich früher immer erst das entsprechende Ost-Programm suchen, weil es nie programmiert war. Als besonderer Stress arteten solche Filmabende für die folgenden Tage immer aus, wenn wir im Rudel vor der Glotze lagen und nebenher die Hörnchen kreisten. Stunden später dann, die inhalierten Brösel vom Lachtürken ihren Tribut forderten, da sich anschließend ewig ein leichter Dauerschmerz in der Zwerchfellgegend einstellte…

Bigos – DAS polnische Nationalgericht!

– Ewig diese Nerverei, wie ich dieses Zeug koche, dabei stehen tausende Rezepte im Netz…
Man nehme, wenn man hat!
150 g Speck (geräucherter Bauchspeck), in feinen Würfeln
500 g Rindfleisch, gewürfelt – nicht zu klein
500 g Schweinefleisch, gewürfelt – nicht zu klein
2 große zerschnippelte Zwiebeln, können auch mehr sein
1 kl. (Wobei klein wiederum relativ ist!) Kopf Weißkohl, grob gehäckselt
1 Boskop – später schälen und grob zerstückeln
500 g Knacker in 1 cm dicke Scheiben schneiden
1 große Dose Sauerkraut
Wahlweise einige Pilze, wenn, dann nur Steinpilze! (Habe es mal mit Champions ausprobiert, kann man vergessen – weil sie für diese Speise keinen typischen Eigengeschmack haben!)
1 gehäufte TL Kümmel, ganz
2 gehäufte TL trockener Majoran
2 große Lorbeerblätter
1 gehäufter EL Paprikapulver, edelsüß
5 Pimentkörner
Wacholderbeeren nach Belieben
Mehrere gut schmeckende Tomaten, diese zum Schälen vorher abbrühen, ansonsten mind. 4 gehäufte EL Tomatenmark
Salz und Pfeffer

Sämtliche Angaben beziehen sich auf ein Fresschen für mindestens 4 Personen!

Zubereitung

Reine Arbeitszeit zum Kochen vielleicht 30 Minuten – alles einen Tag vorher anrichten!
Bauchspeck in einem großen Topf auslassen. Zwiebeln zugeben, glasig werden lassen, dann Fleisch rein werfen und alles anbraten. In der Phase irgendwann die Gewürze beifügen und heißes Wasser aufgießen, etwa 1cm über den Ingredienzien, ca. 1 1/2 Stunden kochen lassen.
Danach Weiß- + Sauerkraut sowie Apfel beifügen, nach einer halben Stunde Würstchen und Pilze zugeben, das Zeug weitere 30 Minuten leicht köcheln lassen, zum Schluss mit Salz abschmecken. Salz erübrigt sich in der Regel, ist das Geschmörgel zu säuerlich geraten, einfach etwas Honig zugeben.
Am nächsten Tag, das Essen auf kleiner Hitze wieder aufkochen…

Smacznego!

Лето – Leto – Sommer, Kirill Serebrennikow über den sowjetischen Rockmusier Wiktor Zoi und seine Band

Gestern wollte Madame mich zu jener Queen-Schmonzette schleifen. We will rock you!
Nee, nee!
Dieses Stino-Gedöns von Queen mochte ich nie!
Allerdings war ja LETO in der Woche raus gekommen, in den Film ging ich dann und sie mit einer Freundin den anderen.
Hätte mir den Serebrennikow gern mit jemand besonderem angeschaut, sie hatte sich aber zum Thema nicht weiter geäußert…
Alles wurde für mich letztlich ein Nostalgieabend.
Nach dem Kartenkauf gings erst mal in den Zwiebelfisch, wollte endlich aus erster Hand erfahren, unter welchen Umständen Zappa im letzten Jahr das Zeitliche segnete. Letztens wurde während eines Luftkampfes am Tresen, seine Persönlichkeit wiederholt erwähnt. Mittlerweile waren mir verschiedene Varianten über seinen Tod zu Ohren gekommen, von Frau M. kam dann die Aufklärung.
Auf dem Rückweg lauschte ich ein Weilchen der erfrischenden Stimme einer Ukulele-Spielerin am S-Bahnhof Savignyplatz. Vis-à-vis von ihr hockten drei Zuhörer, auf dem Schoß von einem Typ hockte eine Teppichratte, die mich zur Begrüßung mächtig ankläffte. Der will dich nur begrüßen! Es entsprach den Tatsachen, das Vieh sprang runter, schmuste kurz an meinem Bein und glotzte dabei sehr freundlich. Nach einigen ausgiebigen Streicheleinheiten trollte er sofort wieder und sprang auf Herrchens Schenkel retour.

Dann ging´s ins Kino, ohne großartige Werbung lief der Film an. Im Raum keine 20 Zuschauer, also Platz genug zum sehr bequemen herumflegeln, mit den Hufen teilweise auf der Lehne des Vorderplatzes.
Nach kürzester Zeit kam mir, weshalb gibt es eigentlich keinen Film über jene verrückte Zeit, die in der Zone allerdings bereits anderthalb Jahrzehnte vorher begann. Andreas Dresen tönte in den 1990, nach einem Salon von Knofo in einer Potsdamer Kneipe herum, dass er in jene Richtung etwas unternehmen wollte. Heraus kam nun ein Streifen über die merkwürdige Stasiratte Gunderman. Muss ja alles sehr gelungen sein, denn eine Bekannte, die ich sehr schätze meinte nach dem Film, dass sie jetzt die ehemalige DDR verstehen könnte… Weiterlesen

ARTE Journal, das europäische Nachrichtenmagazin,

wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur.
Wohl wahr, leider wird anschließend alles in die Tonne getreten. Bei dem vielen Scheiß den auch sie in ihrer Mediathek versenken, ist jene Vernichtung nicht so richtig nachvollziehbar. Mir gefielen nämlich in dem Vijo der zusätzliche Füllstoff von gezoomten Betroffenheitslarven aus dem dortigen Rund…
Allerdings war es nicht schwer etwas von Steibeißers Rede aus dem Netz zu fischen.
Wollte meinen Senf zugeben, belasse es aber bei dessen Klitterei.

Nachtrag:
Die folgenden Beiträge sind zwar etwas länger, man hat darin allerdings sehr gut die Anteile der Sozis herausgearbeitet, welcher zwangsläufig zum III. Reich führen mussten.
Geheimnisse der Weimarer Republik (1)1918-1923: Schwierige Geburt
Geheimnisse der Weimarer Republik (2) – 1924-1929: Schöner Schein
Geheimnisse der Weimarer Republik (3) – 1929-1933: Der Weg in den Abgrund

Warum der rechtsextreme Marsch am Gedenktag stattfinden durfte

Die unabhängige deutsche Gerichtsbarkeit hat wiedermal entsprechend zugeschlagen, somit kann sich jeder wie wer es gerade will, sein moralisches Scherflein aus 100 Jahren 9. November ganz freiheitlich interpretiert herauspicken.
Honny soit qui mal y pense – sicherlich hatte das Bündnis „Wir für Deutschland“, eigentlich den Hitler-Ludendorff-Putsch, der am 9. November 1923 in München stattfand, auf ihrer Platte.
Merkwürdigerweise wurde jener Tag nirgends in den Medien erwähnt, zumindest was heute meine Lauscher vernahmen.
Gott nochmal, ist der Umgang mit jenem Tag eine ewig wiederkehrende Farce, die sich mit der Entfernung immer merkwürdiger gestaltet, besonders an Fünfer und genullten Jahrestagen, wobei sich die 100 besonders gut machte.
Eigentlich kein Grund, gerade jenes Ereignis so zu hypen!
Ward jene ungeliebte demokraturische Episode bereits nach 14 Jahren krachend am Boden zerschellt. Dabei sollte aber auch die internationale Mithilfe daran nicht immer vergessen werden!
Wenn die Erinnerung an diese magischen Daten solche ungemeinen Stellenwert einnehmen sollten, weshalb blieben dann so viele Plätze unbesetzt, in jenem Parlamentsgebäude, welches Kaiser Wilhelm II. geringschätzig mit Volkspalaverhaus oder Reichsaffenhaus betitelte?
Abgesehen von der Betroffenheitstour, erst das Event im Wallot-Bau dann stracks zur Synagoge in die Rykestraße, fasziniert dabei immer wieder ein Geschehnis, welches eigentlich nicht erfassbar ist, weil es fraglos die sechste Dimension betrifft und deshalb physikalisch nicht erklärbar erscheint. Wie wäre es denn sonnst überhaupt möglich, dass zu solchen Anlässen ewig riesige moralinsaure Sprechblasen durchs Rund wabern, die kaum in voller Schönheit zur Geltung gekommen, im selben Augenblick folgenlos implodieren?
…und jenes Phänomen ist bereits seit Jahrtausenden bekannt!