Archiv für den Monat: Mai 2013

Nachtrag zum Schrieb vom 29. Mai

Mir ist natürlich auch klar, viele von den heutigen Emporkömmlingen haben niemals in ihren Elternhäusern erfahren, was eine Parkanlage überhaupt für einen Wert darstellt, nicht nur für die menschliche Spezies, was Erholung und Freizeitverhalten in grünen Gefilden betreffen.
Auf die Bedeutung, auch als historisch gewachsenes Kulturgut, möchte ich gar nicht eingehen, das können Leute, die ihre Kinderstube in der Abgeschiedenheit einer dunklen Ecke im Flur verbrachten, sowieso nicht verstehen. Da sie folglich ganz bestimmte Programme nicht auf ihrer Festplatte haben und deshalb im fortgeschrittenen Alter auch keine Verknüpfungen herstellen können, was für Lebensqualitäten großflächig angelegte Pflanzenwelten in den Städten überhaupt mit sich bringen…
Es ist einfach nur zum Kotzen, mit was für irrwitzigen Vorstellungen Schwanzlutscher des Kapitals hausieren gehen und sich folgenlos als Westentaschencaesare aufspielen dürfen – frei nach der antiken Devise: Panem et circenses!
Wenn es so weiter geht, werden demnächst auch noch Eintrittsgelder für umzäunte Kinderspielplätze erhoben.

wg. Public Viewing* im eingezäunten Tiergarten

*im neudeutschem Kauderwelsch wird dieser Begriff für Rudelglotzen benutzt.
Zwangsläufig habe ich vor langer Zeit auch eine große Anzahl ähnlicher Situationen erlebt, jenes widerliche Feeling, stundenlang eingekeilt in der Masse herumzuhängen. Allein die Tatsache, bereits als Kind mit der Meute zu demonstrieren, später bei den stinklangweiligen Kundgebungen auszuharren, hatte mir schon beizeiten mächtig gestunken. Was mich ganz gemächlich zum gesellschaftlichen Verweigerer werden ließ, weil ich immer öfters solchen verordnenden Ansammlungen fern blieb, damit verbundenen Strafen wurden anschließend unter Ulk verbucht.
Als Mittzwanziger gings dann freiwillig in ähnliche Situationen. Bei der Unmasse an Popkonzerten, erhottete ich mir allerdings stoned ewig die entsprechende Freiräume.
Wenn Bilder von den heutigen Millionen-Events irgendwo laufen, gerade zu entsprechenden Balltreterdarbietungen, sich wildfremde Massen mit irren Blicken um die Hälse fallen und teilweise wie Köter abschlecken – weiß nicht, ist alles nicht mein Ding.
Dürfen sie ja auch, schließlich handelt es sich dabei um ein orgiastisches Massenphänomen, was mich unter solchen Umständen absolut nicht antörnt, weil das gegenseitige Verständnis fehlt.
>„Omnia tempus habent“* – während Swingerfêten war das etwas anderes, wenn man übereinander herfiel – „opportet quod libet“* – dies verband bis zum Exzess… (*aus dem Asterix)<
Bin wiedermal abgedriftet. Weiterlesen

TAGESSCHAU – anschließend DOKU auf ARTE

Zwischendurch kam die Meldung: „EU-Waffenembargo gegen Syrien läuft aus“ und merkwürdigerweise stieg zur selben Zeit Alexander Gruschko auf, wie ein Phönix aus der Jauche und verkaufte sich plötzlich als der Rächer aller Enterbten in Syrien.
Das Gesülze sämtlicher Beteiligten, bis hin zu den Nachrichtensprechern, empfand ich nur als Kotzpillen und ging eine rauchen…
Nach der Doku auf ARTE: „Sand – Die neue Umweltzeitbombe“, kamen mir andere Anwallungen im Zusammenhang mit den vorangegangenen Nachrichten.
Da tauchte ganz nebenbei die Frage auf, ob nicht Waffen, Munition und Sprengmittel permanent falsch eingesetzt werden…

Todesflug der Mauersegler

Stöberte anschließend noch etwas auf der Heimatseite der SZ herum.
Zu folgendem Artikel muss ich noch etwas ähnliches ablassen.
Letzten Freitag erlebte ich dreimal ein seltsames, nie vorher gesehenes Phänomen in der Nähe von
Sangerhausen. Zweimal auf einer kleinen Landstraße von Wallhausen nach Brücken, später in Richtung  Beyernaumburg.
An jenem Vormittag herrschte aufgerissene Bewölkung. Cumuluswolken schoben sich langsam in Richtung Osten zusammen, zwischendurch immer wieder für mehrere Minuten große, blaue Löcher droben, manchmal für eine halbe Stunde.
Auf der Bitumendecke hockten dann kleine Grüppchen von Schwalben, vielleicht 25 bis 30 an der Zahl. Kauerten ganz flach auf dem Boden, mit gespreizten Flügel, die sie auch nach unten drückten.
Ein Teil schaute in meine, bzw. unsere Richtung und die anderen entgegengesetzt, aber im vollsten Vertrauen einer Abbremsung des Autos. Schon hupend, die Karre fast im Stand, flogen sie im Abstand von vielleicht zwei Metern recht schwerfällig einen Bogen, um anschließend sofort hinter uns wieder auf dem Asphalt zu landen.
Bei ihren Aktionen werden bestimmt viel hops gegangen sein, da es einigen Zeitgenossen ewig Freude bereitet, Kleingetier auf der Straße flach zufahren…

Letzter Samstag (Sonnabend) in der Geburtsstadt von Friedrich Julius Wilhelm Graf von Bose, Gustav Adolf Spengler, Einar Schleef und den meisten von uns natürlich!

Folgende Personinnen und Personen kamen dem Aufruf zum feuchtfröhlichen Nostalgiefahnenappel nach, der am 25.V. MMXIII, im „Rüsselpub“ zelebriert wurde.
Aus Datenschutzgründen benutze ich zur Aufzählung lediglich Vor- und Spitznamen! Bitte außerdem darum, dass artfremde Betrachter und -Innen aus dem In- und Ausland beim Beäugen der Bilder (Die sie ja nichts angehen.), gefälligst ihre Augen verschließen!!!
Alle mit (*) versehenen Altjugendfreundinnen und Altjugendfreunde erhalten nur ein halbes Bienchen, da von ihnen, nach Erhalt der Botschaft, keine Rückmeldungen bei mir erfolgten: Barbara*, Carmen d. ä.*, Carmen d. j., Conny, Frau v. Madi*, Heike, Puppi*, Steffi, Walla, Yvonne,
Billy, Didchen*, Diddi*, Dieter, Gecker, Hansi, Hippi*, Jimi, LS*, Madi*, Peer* + Filius, Pfeffi, Puffi, Schorsch, Ulli.
Herr Jugendfreund Pfeffi erhält als zusätzliche Auszeichnung noch ein Blick zur Sonne, mit Eichenlaub, Essbesteck und Industriebrillanten am Bande, da er längere Zeit durch Sangersdorf irrte, um eine entsprechende Restauration aufzutreiben.
Jenes abendliche, digitale Rauchzeichen aus „Deutsch-Südwestafrika“, sollte hier auch noch Erwähnung finden, verbunden mit der entsprechenden Danksagung an Co&De!
Der „Rüsselpub“ ist unbedingt weiter zu empfehlen!
Gut, anfangs war die Bedienung etwas chaotisch, was sich aber nach mehreren Stunden änderte – zu noch chaotischeren Verhältnissen wandelte – aber dann auf keinen Fall der Bedienung anzulasten ist!
Bin immer wieder erstaunt, was meine kleine Digitalmöhre für Bilder liefert, habe aber keine Bildbearbeitung vorgenommen! Nebenher noch einige Impressionen aus dem Umland…
Siehe wieder bei FLICKR!
Fußnote:
Es war es ein gelungenes Fest – Danke an uns!

Wat nu Meister Hoeneß?

Gestern hatte ich es schon registriert, dass die Borussen leider verwonnen haben und damit den Herrn Hoeneß erneut in Bedrängnis brachten.
Wie wird er wohl den erhofften, warmen Regen vermehren?
Sehe ihn schon irgendwo an einem Daddelautomaten hocken, dort in Schwerstarbeit – Cent für Cent dem Gerät die Mäuse entlocken.
Wenn sich in dem Laden keine Kamera befindet, kann er beruhigt den Versuch starten und dort wenigstens einiges am Fiskus vorbei transferieren – Uli, ich drücke dir die Daumen!

Claus Kleber wettert gegen die „Tagesschau“

Recht hat er der Medienscheffoberpräsidentenexperte!
Zumal mich die vorlesenden Tanten und Typen an meine Schulzeit erinnern, wenn sie ihre zensierten und aufgearbeiteten Texte krampfhaft vortragen. Alle schauen aus ihrer Wäsche, wie damals meine Klassenkameraden und -Innen, wenn sie im Deutschunterricht nach der entsprechenden Rollenverteilung Texte von Klassikern ablasen…
Allerdings unterstelle ich dem smarten Herrn ganz en passant ein respektloses Verhalten. Ihm hat in den entscheidenden Jahren wahrscheinlich auch niemand vermittelt, bevor man los plappert, sollte man sich vorher mal selbst reflektieren.
Wie drückte es die Toilettenfee vom Wolfsburger Hauptbahnhof immer aus? „Erst mal das Gehirn einschalten, warten bis es auf vollen Touren läuft, etwas nachdenken und dann loslegen…“
Das ZDF mit seiner entgegenkommenden Regierungssendermentalität (Conny Adenauer wollte es damals schon, kam aber nicht mit durch.) ist keinen Deut besser als als die weit ältere VHF-Station.
Deshalb sollte Herr Kleber endlich mal beginnen und den Dreck vor der eigenen Haustür erstmal wegkehren! (Dies würde er ganz alleine gar nicht zuwege bringen…)
Solange die Sender sich an Quoten, Werbeeinnahmen und am gefälligen, abendfüllenden Dünnschiss der Privatstationen mit ihren öden Filmchen, „Koch- und „Talkshows“ orientieren, wird sich nichts ändern. Fast hätte die tiefschürfenden, politisch korrekte Salbadereien von frömmelnden Schwätzern in irgendwelchen „Magazinsendungen“ vergessen. Jene Heerscharen bleiben der Grund, weshalb bei mir das flimmernde (Ich besitze noch kein HDTV-Teil.) Verdummungsmöbel fast immer dunkel bleibt. Was habe ich denn davon, wenn man Abend für Abend, langjährig, ewig die gleichen Larven vorgesetzt bekommt? Die Masse von TV-Kosumenten kann wirklich froh sein, dass der Tag nur 24 Stunden hat und etwa ein Drittel davon mit Pennerei zugebracht werden muss.
Die früheren Sendepausen waren doch eine Erquickung, Aquarien-, Weltraum- und Eisenbahnansichten gingen gerade noch so. Weiterlesen

Trevor Bolder geht nun auch nicht mehr einkaufen…

Als er damals zu „Uriah Heep“ stieß, waren deren Zeiten längst abgelaufen, wenn sie die überhaupt mal hatten…
Eigentlich hat mir von ihnen nur „Lady In Black“ zugesagt. Dieser Fummelhit galt gleichzeitig noch als ein „Büchsenöffner“, mit dem es fast immer gelang auch die schläfrigste Fete doch noch in Gang zu bekommen, außerdem bereitet selbiger Refrain keine großen textlichen Schwierigkeiten.
Während meiner immensen Gier des Nachholbedarfs, an bis dato verpasster Mucken in den ersten Jahren nach meiner Ankunft im Westen, stand „UH“ ganz oben auf meiner Liste und zweimal verließ ich nach kurzer Zeit deren Konzerte – einmal das in der „Eissporthalle“ und etwas später im „Quartier Latin“ – sie waren auch zugedröhnt bis unter die Schädeldecke absolut nicht zu ertragen…
Ende letzten Monats, eigentlich wollte ich die angesagte Party als Sitztänzer verbringen, hüpfte  schließlich über drei Stunden herum und zum Kehraus lief dann die „Tante in Schwarz“.