Archiv für den Tag: 3. August 2014

„So viel Zeit muss sein“ + Eine Lange Nacht über nachbarschaftliche Wohnformen

Bei der Hitze mancher Nächte kommt man sich momentan oft vor, wie ein Padde über die ein Panzer gerollt ist.
Deshalb ging´s beizeiten ins Nest, hatte ich doch am Nachmittag ein Buch geschenkt bekommen.
Schaute aber vorher nach, was der DF in seiner langen Nacht anbot, wegen meiner multitaskingmäßigen Angewohnheit, da zum Lesen grundsätzlich Radio laufen muss – klang gut: „Gemeinschaft – ein verlorenes Paradies?
Zumal mir vor Jahren der gleichwohl Ex-Ossi und Autor jene Short Stories, im Zusammenhang mit einer Wohnungsgeschichte bekannt wurde – wir zogen aus, er kaufte sich dort ein…
Hinzu kam, vor längerer Zeit darauf aufmerksam gemacht, welche Sozialisation der Mann zu Zonenzeiten erfuhr, ich mich nach dem Zeitungsartikel endlich in geeigneter Form kurz zu meiner Vergangenheit outete.
Volkmann1Volkmann2Er daraufhin eines seiner Werke mit einer Widmung versah und mir übereignete.
BERÜHREND, BESTÜRZEND, BEWEGEND…
Das sah ich nicht so – aber klappern gehört auch bei einem Verlag zum Handwerk!

 – Samstag, 23:05 Uhr
Auf der einen Seite zog ich selbige kurzweiligen Betrachtungen ein, gleichzeitig kam aber auch Wut hoch über den vielen Scheiß, den die angeheuerten Eksperten fast durchgängig im Radio abließen. Ein Haufen Blender und witzlose Selbstdarsteller darunter, bisweilen kam es mir vor, dies konnte sich nur um Angehörige eine Therapiegruppe aus irgendeiner Klapper handeln.
Gott sei Dank, holten mich die Possen vom Doc immer wieder auf den Boden der Tatsachen retour. In seinen Erzählungen geht es nämlich nicht um die ganz großen Sachen, die irgendwelche visionsresistenten Durchblicker offenkundig für den Rest der Menschheit basteln wollen, wenn nur genügend Reputation bei herausspringt, alles natürlich verbunden mit exorbitanter materieller Vergütung…
Volkmann schildert teilweise sehr detailtreu die vielfältigen Unpäßlichkeiten von Angehörigen UNSERER Gesellschaft, die auf ihrem vorgegebenen ziellosen Gang in Richtung Urne, schließlich irgendwann durch den Rost hiesiger Sozialstrukturen geplumpst sind…
Was mir nebenher aus dem Transistor an die Ohren kam, da konnte man bei tieferer Betrachtung fast zweidrittel der Sendung in die Tonne treten. Wie und wo leben solche großen Macher überhaupt, wenn sie mal nicht solchen Kappes verzapfen? Scheinbar in riesigen Elfenbeintürmchen fern ab jeglicher Realität.
…im heutigen Fall war ich richtig froh, dass solcher Flachfunk zu jener unchristlichen Zeit angesiedelt wurde.
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